Jusos Lünen unterstützen Horst Müller-Baß als 1. Beigeordneten

Die Jusos Lünen um Vorsitzende Nina Kotissek (l.) unterstützen Horst Müller-Baß (4.v.l.) als Ersten Beigeordneten. Das Bild entstand letztes Wochenende auf dem Multi-Kulti-Stadtfest.
  • Die Jusos Lünen um Vorsitzende Nina Kotissek (l.) unterstützen Horst Müller-Baß (4.v.l.) als Ersten Beigeordneten. Das Bild entstand letztes Wochenende auf dem Multi-Kulti-Stadtfest.
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Kritisch nehmen die Lüner Jungsozialist/innen die Pläne des Bürgermeisters zur Kenntnis, Horst Müller-Baß als Ersten Beigeordneten der Stadt Lünen abzuberufen und Uwe Quitter an seine Stelle zu setzen. „Wir lehnen diese Umorganisation ab und fordern die SPD-Fraktion sowie den Rat der Stadt Lünen auf, der Verwaltungsvorlage nicht zuzustimmen“, stellt Juso-Vorsitzende Nina Kotissek klar.

Horst Müller-Baß hat in 9 Jahren als Beigeordneter und in 4 Jahren als Vertreter des Bürgermeisters einen sehr guten Job gemacht. Er ist verantwortlich für die gute schulische Infrastruktur, z.B. den Neubau von zwei Grundschulen, er hat die Situation vieler ankommender Geflüchteter im Jahr 2015 hervorragend gemeistert und dafür gesorgt, dass ein Großteil der Menschen schnell in eigene Wohnungen ziehen und Deutsch lernen konnte. „Als Sozialdemokrat/innen fordern wir, dass Bildung, Jugend und Soziales ihren hohen Stellenwert in der Stadt Lünen behalten, indem der zuständige Dezernent Erster Beigeordneter bleibt“, sagt Nina Kotissek.

Außerdem lebt Horst Müller-Baß in Lünen. Die Jusos erwarten vom Vertreter des Bürgermeisters, dass er seinen Lebensmittelpunkt in Lünen hat. Müller-Baß ist tief verwurzelt in unserer Stadtgesellschaft durch seine Mitarbeit in Vereinen und Verbänden. Nur so funktioniert der direkte Draht zu den Bürger/innen, der notwendig ist, um die Stadt im Sinne der Menschen zu verwalten.

Daniel Wolski, jüngster Ratsherr der SPD-Fraktion, wird an Horst Müller-Baß festhalten. „Ich habe ihn 2014 zum Ersten Beigeordneten gewählt, weil ich von seiner Arbeit in Politik und Verwaltung überzeugt bin, so wie die Mehrheit des Rates. Ich hoffe, dass der Rat die Offerte des Bürgermeisters verhindert, um Müller-Baß‘ politische Projekte nicht zu gefährden und eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Verwaltungsvorstand zum Wohle unserer Stadt zu ermöglichen“, so Wolski.

Leider nennt der Bürgermeister für die Umorganisation der Verwaltung keine inhaltlich stichhaltigen Argumente. Modernisierung ist kein Selbstzweck – es gibt keinen guten Grund, warum der Personal- und Finanzdezernent besser als Erster Beigeordneter geeignet wäre als der Bildungs- und Sozialdezernent.

Im Gegenteil: Um die „Herausforderungen der Zukunft“ zu bewältigen, braucht die Stadt Lünen Horst Müller-Baß. „Herausforderungen der Zukunft sind eine gute Bildung für alle, auch im Zeitalter der Digitalisierung, qualifizierte Ausbildungsplätze für Jugendliche sowie die chancengleiche Teilhabe aller Menschen, unabhängig von Herkunft oder Behinderung. Für all das ist Müller-Baß zuständig“, erläutert Nina Kotissek.

Der Bürgermeister entscheidet sich willkürlich für einzelne Empfehlungen der Gemeindeprüfanstalt, die ihm persönlich passen, nicht aber das Beste für die Stadt Lünen bedeuten. „Neustrukturierungen sind sinnvoll, wenn sie einen inhaltlichen Mehrwert ausmachen. Mir scheint, der Bürgermeister nutzt die Umorganisation jedoch, um einen unbequemen Dezernenten loszuwerden“, kritisiert Ratsherr Daniel Wolski.

Autor:

Nina Kotissek aus Lünen

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