Verdacht im Kreis Unna
Coronavirus? Mann ist im Krankenhaus

Der Kranke liegt seit Donnerstag im Marien-Hospital in Lünen.
  • Der Kranke liegt seit Donnerstag im Marien-Hospital in Lünen.
  • Foto: Schmälzger / Themenbild
  • hochgeladen von Daniel Magalski

Husten hat ein Mann aus Kamen nach einer China-Reise - ist es das Coronavirus? Im Marien-Hospital in Lünen befindet er sich seit Donnerstag in Isolation.

Der Mann war beruflich in China, hielt sich mehrere Wochen im Bereich von Wuhan - hier hatte es die ersten Infektionen gegeben -  auf und landete am 10. Januar wieder in Deutschland. Dem Reizhusten, unter dem er litt, schenkte er zunächst keine besondere Beachtung, doch sein Hausarzt in Kamen überstellte ihn ins Marien-Hospital in Lünen. "Der Mann war mit einer Schutzmaske ausgestattet und war uns im Vorfeld angekündigt worden, so konnten die Mitarbeiter die entsprechenden Vorkehrungen treffen und sich sofort um den Patienten kümmern", schildert Axel Weinand, Geschäftsführer der Klinik. Ärzte nahmen hier verschiedene Proben. In Berlin werden diese nun in Laboren untersucht, mit konkreten Ergebnissen rechne der Kreis Unna nicht vor dem Wochenende. Nach Informationen der Klinik sei sein Gesundheitszustand nicht besorgniserregend, so Constanze Rauert, Pressesprecherin des Kreises Unna.

Arzt warnt vor Panik

Auswirkungen auf den Betrieb im Marien-Hospital habe der Coronavirus-Verdacht nicht, so Weinand. Patienten zu isolieren und unter den entsprechenden Schutzmaßnahmen zu behandeln, gehöre zum Alltag in der Klinik, ob nun wegen einer Grippe-Erkrankung, des Noro-Virus, multiresistenten Keimen oder dem Coronavirus. "Die Mitarbeiter sind geschult, es gibt eine spezielle Station und Schleusen, um Schutzkleidung anzuziehen", ergänzt Dr. Berthold Lenfers, Arzt für Innere Medizin am Marien-Hospital, und warnt vor Panik. Die Gefahr, sich mit dem Grippe-Virus zu infizieren, sei zum aktuellen Zeitpunkt viel höher, so der Mediziner. Zum Vergleich: In Lünen kümmerten sich die Mitarbeiter des Marien-Hospitals in der Grippe-Saison vor zwei Jahren um rund vierhundert bestätigte Fälle und fast die vierfache Anzahl von Verdachtsfällen. Patienten, die den Verdacht haben, dass sie am Coronavirus erkrankt sein könnten, zum Beispiel nach Kontakten nach China, sollten aber nicht einfach in eine Arztpraxis oder Notaufnahme gehen, sondern das weitere Vorgehen telefonisch abklären, auch über die 116 117, die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes.

Thema "Virus" im Lokalkompass:
Müll ebnet Virus den Weg in den Wald

Autor:

Daniel Magalski aus Lünen

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