Nacht der Ausbildung als Chance für Schüler

Die Nacht der Ausbildung erlaubte Schülern, aber auch vielen Eltern, einen Blick hinter die Kulissen.
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"Also lautet ein Beschluss, dass der Mensch was lernen muss!" Bei diesem Satz von Wilhelm Busch denken wohl viele, jetzt kommt sowas mit erhobenem Zeigefinger. Irrtum! Jetzt kommt ein Kompliment an die in Lünen ansässigen Unternehmen, die an der „Lüner Nacht der Ausbildung“ teilgenommen haben

Es gibt mehrere Möglichkeiten, junge Menschen in der Berufswahl zu informieren. Die einfachste wäre, einen Text zu erstellen, diesen auszudrucken und zu verteilen. In Lünen setzt man schon seit Jahren auf eine andere Variante: Die an der „Lüner Nacht der Ausbildung“ teilnehmenden Betriebe haben auch in diesem Jahr so richtig aufgefahren und haben Lünen zu einem großen Messegelände werden lassen. Sie präsentierten sich den vielleicht zukünftigen Azubis mit aktivem Arbeitsleben und bewirteten ihre Besucher mit Essen und Trinken. Die Zahl der Firmen, die mitmachen, ist weiter hoch, in diesem Jahr waren es Aurubis, Awo-Kita Rappelkiste, Awo-Seniorenzentrum Minister Achenbach, Bäckerei Kanne, Baasner (Gala-Bau), Bauverein zu Lünen, Bundesagentur für Arbeit, Caterpillar, Remondis zusammen mit den Wirtschaftsbetrieben Lünen, Ringhotel am Stadtpark, Autohaus Rüschkamp, Steag, Streich Apotheke, Tarox und die Volksbank. Das Übergangsmanagement „Schule – Beruf“ der Stadt Lünen hatte schon im Vorfeld ganze Arbeit geleistet, in der sehr gut organisierten „Nacht der Ausbildung“ wurden Schüler in einem hierfür eingerichtetem Bus-Netzwerk mit Fahrplan der VKU zu den einzelnen Betrieben gefahren. Detlef Laser, stellvertretende Werksleiter bei Aurubis sagte zu Ausbildungsstellen: „Wir sind breit aufgestellt und suchen all das, was wir auch tatsächlich beschäftigen können. Industriemechaniker, Mechatroniker, Anlagenfahrer, Industriekaufleute und Chemielaboranten - aktuell sind 41 Auszubildende bei Aurubis beschäftigt." Mit Fertigstellung der neuen Ausbildungswerkstatt werde man 65 Ausbildungsplätze realisieren können. Ziel sei, dass die Auszubildenden nach ihrer Lehre mit den erfahrenen Mitarbeitern zusammen arbeiten, um neben dem Grundwissen der Ausbildung die alltäglichen Routinen zu lernen.

Berufsweg im Unternehmen fortsetzen

Hans-Georg Langenkämper führte durch Teile der, für die Lüner Nacht der Ausbildung aktiven Betriebsstätten bei Caterpillar. Zu sehen waren Auszubildende und Ausbilder, die Schülern den Arbeitsalltag mit tatsächlichen Abläufen zeigten und erklärten. „Wir präsentieren den Beruf des Konstruktionsmechanikers, Industriemechanikers, Zerspanungsmechanikers, Mechatronikers, Elektronikers, Technischen Produktdesigners und der Industriekaufleute.“ Auch Caterpillar biete die Möglichkeit, den Berufsweg im Anschluss an die Ausbildung im Unternehmen fort zu setzen. Das Autohaus Rüschkamp, als Repräsentant der Marken Peugeot, Suzuki und Opel, zeigte den Besuchen in den Opel-Räumen die Berufsbilder des Automobilkaufmannes und Kfz-Mechatronikers. Wolfgang Kampmann führte durch Verkaufsraum, Servicebereich, Werkstatt und Lackiererei. Übernommene Auszubildende haben nach der Ausbildung die Möglichkeit, sich zu spezialisieren, so kann zum Beispiel der Mechatroniker zum Karosserieschlosser oder Lackierer seine Fachrichtung finden.

Ausbilden, um zu übernehmen

Bei Steag zeigte sich Standortleiter Kleber begeistert von dem Zuspruch der Jugendlichen. „Für uns ist die Nacht der Ausbildung eine Win-Win-Situation." Er sieht eine gute Basis, um mit den Schülern in Kontakt zu treten. Der nächste Schritt ist der Praktikumsplatz, in dem der erste Eindruck gefestigt werden kann und der zukünftige Auszubildende weiß, ob er die richtige Entscheidung für den Berufsweg getroffen hat. „Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn ein Auszubildender nach einem halben Jahr die Ausbildung abbricht, weil er merkt, dass was er da macht ist nicht das Richtige für ihn“, so Kleber. "Ziel bei Remondis ist es, zum einen Berufsfelder zu präsentieren, die man bei einem Recyclingunternehmen nicht vermutet, zum anderen Schülerinnen und Schüler für einen Ausbildungs- oder Praktikumsplatz gewinnen", so Kristina Rehahn, die Leiterin Ausbildung, die sich sehr zufrieden mit der „Lüner Nacht der Ausbildung zeigte. „Wir bilden aus, um zu übernehmen. Damit haben wir die besten Erfahrungen gemacht“, so Rehahn, die von etwa 70 Ausbildungsplätzen in allen Bereichen am Standort Lünen sprach.

Vom Global Player bis zum lokalen Geschäft

Präsentiert hat sich Remondis in Kooperation und Partnerschaft mit den Wirtschaftsbetrieben Lünen. Hotelier Andreas Riepe stellte den potenziellen Auszubildenden das Ringhotel am Stadtpark vor. Für die Ausbildungsberufe Restaurantfachleute, Hotelfachleute, Hotelkaufleute und Köche standen ehemalige Auszubildende als Ansprechpartner bereit und mit Führungen durch das Hotel den Interessenten zur Seite. Die Lüner Nacht der Ausbildung ist für junge Menschen, die kurz vor dem Schritt in das Berufsleben stehen, eine Möglichkeit, in Lünen vom „Global Player“ bis zum lokalen Geschäft einen ersten Eindruck in die unterschiedlichsten Berufsfelder zu bekommen.

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