Rote Haare verrieten sie: Polizei schnappt junge Einbrecherbande

Da klickten die Handschellen um junge Handgelenke: Mehr als 30 Wohnungseinbrüche mit einem Gesamtschaden von 100.000 Euro soll eine Diebesbande verübt haben. Die Mitglieder der Diebestruppe: Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren aus Lünen, Selm und Seppenrade.

Aufmerksame Zeugen brachten die Ermittler vom Dortmunder Einbruchsdezernat im April 2012 auf die Spur einer Einbrecherbande, die in Verdacht steht, mehr als 30 Wohnungseinbrüche Lünen, Bork, Seppenrade und Legden begangen zu haben.

Nach zwei Wohnungseinbrüchen in Lünen an der Georgstraße waren Anwohnern Jugendliche aufgefallen, die sich in verdächtiger Weise in Tatortnähe aufgehalten hatten, darunter ein auffälliger Rotschopf. Den nächsten Mosaikstein für die Ermittler lieferten Bilder einer Überwachungskamera. So kamen sie in den folgenden Wochen nach und nach auf die Spur einer siebenköpfigen Tätergruppe, die nun nach drei Monaten dingfest gemacht werden konnte.

Die Spur führte die Beamten zu sieben Tatverdächtigen im Alter von 14 bis 19 Jahren aus Lünen, Selm - Bork und Seppenrade, die zu den Tatorten mit der Prignitzer Eisenbahn in Richtung Holland anreisten. Dabei hatten sie es auf Bargeld, Computer und Schmuck abgesehen. In unterschiedlicher Besetzung ging man auf Diebestour.

Am 9 Juli hatten verdeckte Observationsmaßnahmen schließlich Erfolg: Drei junge Einbrecher aus der Bande konnte die Polizei nach einem Wohnungseinbruch in Legden auf frischer Tat ertappen und am Bahnhof in Lüdinghausen festnehmen. Ihre Beute führten die drei noch mit sich. Am Folgetag wurden Wohnungen durchsucht. Umfangreiche Beweismittel und Diebesgut wurden sichergestellt. Die übrigen vier Tatverdächtigen wurden gleichfalls vorläufig festgenommen.

Drahtzieher der Diebstouren waren nach derzeitigem Stand der Ermittlungen ein 19 Jahre alter Heranwachsender aus Selm und ein 17 Jahre alter Jugendlicher aus Lünen. Gegen den 19jährigen Tatverdächtigen bestand bereits ein Haftbefehl. Er war nach einer Verurteilung wegen Diebstahls aus dem Hafturlaub nicht zurückgekehrt. Der 17 jährige Lüner wurde dem Haftrichter vorgeführt, der die Untersuchungshaft anordnete.

Die fünf anderen Jugendlichen wurden einstweilen bis zum Prozess vor dem Jugendgericht in die Obhut der Eltern entlassen. Die Beute haben sie nach eigenen Angaben für Party, Drogen und "Klamotten" ausgegeben. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden der bisher bekannten Taten auf über 100.000 Euro. Die Ermittlungen dauern noch an.

Autor:

Holger Schmälzger aus Dortmund-Süd

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