Stromausfall traf über zehntausend Haushalte

Feuerwehrleute untersuchen ein Loch im Boden an der Hafenstraße - hier schlugen die Flammen aus der Erde.
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Tausende saßen im Dunkeln, Handys und Telefone verweigerten den Dienst, Tankstellen konnten kein Benzin verkaufen, Schranken in Parkhäusern blieben geschlossen und Ampeln waren außer Betrieb. In Lünen sorgte am Sonntag ein großer Stromausfall für Probleme.

Der Stromausfall, der am Sonntag um kurz nach 19 Uhr begann, betraf nach Informationen der Stadtwerke vom Montagvormittag über zehntausend Haushalte in der Stadtmitte, Wethmar, Teilen von Nordlünen, Gahmen, Horstmar, Niederaden, vor allem aber in Lünen-Süd. Die Ursache für den großen Blackout lag nach Angaben von Dr. Achim Grunenberg in Lünen-Süd. "Aus Sicherheitsgründen konnten wir am Sonntag die genaue Stelle nicht nennen", erklärte der Stadtwerke Chef am Montagmorgen. Im Einmündungsbereich der Hafenstraße mit der Bebelstraße kam es am Sonntagabend zu einem Kurzschluss an einem Kabel und einer unterirdischen Verpuffung, ein denkbarer Auslöser hierfür sind Erdbewegungen durch Frost. Flammen schlugen für Augenblicke direkt neben einem geparkten Auto aus dem Boden und Erde schleuderte in die Luft. Die Folge war nach Überlastungen eine Kettenreaktion mehrerer Stationen, sie gingen nacheinander vom Netz und so lagen weite Teile der Stadt bald in völliger Dunkelheit. "Alle Kollegen, die verfügbar sind, kümmern sich um die Behebung des Schadens", sagte Grunenberg schon am Abend und bedauerte auch beim Ortstermin am nächsten Morgen noch einmal die Unannehmlichkeiten für die Kunden, aber: "Fehler können in technischer Infrastruktur aber leider immer vorkommen, das ist höhere Gewalt." Die Behebung der Schäden beschäftigte die Stadtwerke noch am Montag. Unter anderem muss an der Hafenstraße nun der Boden geöffnet werden, um das Ausmaß der Schäden zu untersuchen und zu reparieren. In Höhe einer Bushaltestelle an der Alsenstraße kam es ebenfalls zu einem heftigen Kurzschluss im Boden, hier drückte die Wucht das Pflaster des Gehwegs mehrere Zentimeter in die Höhe.

Feuerwehr gab Vollalarm für alle Kräfte

Die Feuerwehr Lünen löste am Sonntagbend zur Unterstützung der Berufsfeuerwehr Vollalarm für alle sieben ehrenamtlichen Löschzüge aus und brachte so rund 170 Männer und Frauen in den Einsatz. Einsatzkräfte sicherten unter anderem die Stromversorgung für Beatmungspatienten. Das Technische Hilfswerk ging an seinem Standort an der Frydagstraße für mögliche Einsätze ebenso in Bereitschaft wie eine Einsatzeinheit des Deutschen Roten Kreuzes und der Rettungsdienstzug Kreis Unna an der Feuerwache an der Kupferstraße. Im Kreuzungsbereich Gahmener Straße und Kurt-Schumacher Straße passierte offenbar in Folge des Stromausfalls und der ausgefallenen Ampeln ein Unfall mit zwei Autos. Die Polizei fuhr verstärkt Streife.Teile der Stadt waren nach rund eineinhalb Stunden wieder am Netz, in anderen Bereichen dauerte es zum Teil knapp über zweieinhalb Stunden.

Thema "Stromausfall" im Lokalkompass:
> Kurzschluss war Ursache für Stromausfall

Autor:

Eberhard Kamm aus Kamen

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