Kritik an Zweitwohnsteuer

Geht mit Optimismus ins neue Jahr: Der JU-Kreisvorsitzende Manuel Hase. | Foto: privat
  • Geht mit Optimismus ins neue Jahr: Der JU-Kreisvorsitzende Manuel Hase.
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Mit einer positiven Bilanz startet Manuel Hase, seit einem halben Jahr Kreisvorsitzender derJungen Union (JU) Mülheim, ins neue Jahr: Seit seiner Wahl traten 30 neue Mitglieder der CDU-Jugendorganisation bei.

Der 22-jährige Student der Kunstgeschichte und der Archäologischen Wissenschaften an der Ruhr-Uni in Bochum wertet dies als einen Erfolg.
„Wir haben auch außerhalb von Wahlen mit Ständen auf uns aufmerksam gemacht und viele Diskussionen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen geführt“, sagt Hase. Diese Präsenz will die JU auch weiterhin pflegen. Es sollte nicht sein, dass die Parteien nach Wahlen „nicht mehr sichtbar sind“. Binnen der vergangenen Monate überarbeitete der neue Vorstand deswegen auch die Internetseite, Facebook-Gruppe inklusive.

Die Mitgliederwerbung stehe für ihn im neuen Jahr ebenso ganz oben auf der Agenda wie die Schaffung eines attraktiven Umfeldes für junge Menschen in Mülheim. „Die Hochschule Ruhr West gibt der Stadt die Chance, mehr für die Jüngeren zu tun“. Dazu zählt Hase bezahlbare Unterkünfte für junge Menschen, die der Ausbildung wegen nach Mülheim kommen.

„Die Einführung der Zweiwohnungssteuer ist ein falsches Zeichen. Sie schreckt eher ab und ist wenig anziehend“, meint der JU-Vorsitzende. Eine attraktive Stadt benötige Bars und Restaurants mit „In-Faktoren“ sowie hochwertige Systemgastronomie. Nötig seien auch Kinderspielplätze und -tagesstätten, um junge Familien den Start ins Berufsleben zu erleichtern. Zusätzlich plädiert er für Treffpunkte für Jugendliche an zentralen Orten.

Die HRW mit ihren Hilfen und Beratungsangeboten für Erstsemester, Absolventen und Fachkräften zeigen den richtigen Weg. „Wir müssen aber auch den Azubis eine Perspektive geben, damit sie in Mülheim bleiben.“ Ein gutes Schulangebot und ausreichend Arbeits- und Ausbildungsplätze vor Ort seien im Interesse der Jugendlichen. Außerdem zählen sie zu den wichtigen Standortfaktoren der Stadt.

Bedarf sieht der JU-Kreisvorsitzende in der Modernisierung und Sanierung der Schulen. Aber auch an der Einbindung des Nachwuchses in die Kommunalpolitik mangele es.

Hase bedauert, dass der Jugendstadtrat nicht mehr im Bewusstsein der Schüler sei. „Da sind wir als Jugendorganisation gefragt, mehr Werbung für das Gremium zu machen“. Immerhin besitze der Jugendstadtrat bei schul- und jugendpolitischen Angelegenheiten Rederecht im Stadtrat, könne Anträge stellen und verfüge über ein gewisses Budget. „Für interessierte Jugendliche ist der Jugendstadtrat ein ideales Feld, um in die Kommunalpolitik einzusteigen“, betont der Junge Union-Kreisvorsitzende.

„Aber auch über die JU ist dies möglich“, so Hase und verweist darauf, das Kandidaten der JU auch im Stadtrat sitzen. Die Nachwuchsförderung in der CDU funktioniere bereits, aber „noch nicht auf allen Ebenen. Aber daran arbeiten wir!“

Autor:

Dirk-R. Heuer aus Hilden

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