TBO Graffiti-Projekt macht’s möglich
TB Osterfeld jetzt mit sportlichem Eingangsbereich

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Endlich war es soweit. Ina Seelig, Übungsleiterin beim TB Osterfeld, hat mit 8 Mädchen ihrer Teenie-Fitness-Gruppe die bisher hässlichen Beton-Stützmauern an der Kapellenstraße gemeinsam mit dem Graffiti-Künstler Simon Bobsien verschönert.

Die 16 Mädchen ihrer Sportgruppe (im Alter von 10-14 Jahren) waren nach Inas Aussage sofort „Feuer und Flamme als sie gehört haben, dass sie ausgewählt wurden, Graffitis an einer öffentlichen Fläche machen dürfen. „Das ist schon ’was ganz Besonderes für Jugendliche in diesem Alter. Aber nicht nur für sie, auch noch für mich ist es etwas ganz Außergewöhnliches und hat Mega-Spaß gemacht. Wann darf man schon ‘mal mit einer Sprühdose einfach so los sprühen. Sonst ist es ja grundsätzlich nicht erlaubt und es ist etwas ganz anderes als nur Sport zu machen. Außerdem, die ganze Zeit vom Fotografen Carsten Walden begleitet zu werden ist auch ´ne sehr interessante Sache.“

Ina treibt mit ihren Mädchen erfolgreich Sport „querbeet“, alle Sportarten werden ausprobiert. Bewegungs-, Teamspiele, kleine Wettkämpfe, über Yoga oder auch im Wald, im Sand oder auf dem Sportplatz.

Nach der Aktion mit Simon haben die Teenies in ihren Social-Groups die Nachricht verbreitet wie „ultra-geil“ das gewesen sei. Jetzt schon freut sich die andere Hälfte der Gruppe über ein weiteres Graffiti-Projekt: ein Teil der Gebäudewand der vereinseigenen Turnhalle soll mit weiteren Sportmotiven besprüht werden.

Simon Bobsien, Künstler, Student, Sprayer und Webdesigner, begann seine Vorbereitungen bereits im November letzten Jahres, als er sein Projekt dem Vorstand des Turnerbunds vorstellte. Die anschließende Genehmigung des digitalen Entwurfs mit den Stadt-Verantworlichen verlief unkompliziert.
Nun acht Monate später wurden nur noch Details verfeinert. Die verwendeten Detail-Motive und Farben suchte Simon nach den Vereinsfarben des TB Osterfeld aus und orientierte sich an der Vereins-Homepage.

Und wie das bei „richtigen“ Künstlern so ist, so eine Aktion hat natürlich ihre Eigendynamik. Die Mädchen mussten das Sprühen erlernen und so sehen die Graffitis noch kreativer aus als geplant. Simon sagte sehr zufrieden mit dem Ergebnis: „ Es ist eben auch ein sehr sehr starker Prozess - während des ganzen Tages. Ich hab zwar von Anfang an auf das Ziel hingearbeitet, jedoch während des Malens haben sich auch noch viele neue Entscheidungen ergeben. Die Mädchen hatten Bedenken über die Ränder zu kommen und so habe ich mich für die Technik des „Nebelns“ entschieden.“ Und das war eine sehr gute Entscheidung, denn der Erwartungs- und Leistungsdruck war nicht zu hoch. Das hatte zur Folge, dass die gesamte Stimmung einfach lockerer war.“

Oberhausens bekannter Fotograf Carsten Walden, begleitete die stundenlange Aktion und hat in hunderten von Fotos und einer Zeitrafferaufnahme den Gestaltungs-Verlauf dokumentiert. Er gestand: „Zu keinem Zeitpunkt war es langweilig. Im Gegenteil, es ist spannend zu verfolgen, wie aus dem Nichts heraus so ein Wahnsinnsergebnis erzielt werden kann. Und man hat nebenbei noch etwas dazu gelernt, wie man mit der Spraydose arbeitet oder wie überhaupt ein Bild entsteht.“

Passanten, die während des Aktionsverlaufs vorbeikamen, waren sich einig, dass diese Verschönerung ein wertvoller Beitrag zur Verbesserung des Wohnumfelds ist. Die bei Oberhausens größtem Breitensportverein angebotenen Sportarten sind trotz künstlerischer Darstellung erkennbar. Erstaunt war man auch wie breitgefächert das Repertoire des Tb Osterfeld ist.

Die Graffiti-Idee fand nicht nur Anklang bei den Stadt-Verantworlichen, denn Unterstützung fand der Turnerbund auch beim Stadtmanagement Osterfeld, das im Rahmen der Sozialen Stadt Fördergelder bereitstellte.

Die Pizzeria La Parma sorgte für Abhilfe beim aufkommenden Hunger während der Aktion.

Der Geschäftsführende Vorstand des Vereins ist überglücklich nun endlich einen repräsentativen Eingang zum Sportgelände Friesenhügel an der Kapellenstraße zu haben und bedankt sich bei allen Beteiligten, Unterstützern und Sponsoren für das Kunstwerk. Und ist ein weiterer Meilenstein des großen Modernisierungs-Vereinsziels.
Es bleibt abzuwarten, was sonst noch auf dem Friesenhügel passiert.

Autor:

Carsten Walden aus Oberhausen

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