Peter Beyer (MdB): "Die Politik ist nun Zuhause angekommen"

Peter Beyer
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Was genau macht so ein Bundestagsabgeordneter eigentlich alles? Wissen Sie es? Wirklich? Peter Beyer, CDU-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Velbert, Heiligenhaus, Wülfrath und Ratingen, hat schon häufig erlebt, dass Bürger nicht wissen, was alles zu seinen Aufgaben zählt und was eben nicht. Daher hat er als Service einen Fragenkatalog erstellt, den er Interessierten gerne mitgibt. Außerdem empfängt er regelmäßig Besuchergruppen aus seinem Wahlkreis in Berlin, um ihnen zu zeigen, wo die wichtigen Entscheidungen getroffen werden, an denen er beteiligt ist. "Es sind aber doch immer die selben Fragen, die mir gestellt werden. Ganz vorne weg: Wie viel verdienen Sie?", erzählt der 46-Jährige. Und nicht nur mit der Antwort auf diese Frage geht der Ratinger offen um, auch was seine Zusammenarbeit mit Bürgermeistern, der SPD-Abgeordneten Kerstin Griese oder aber seinen Ansichten zu verschiedenen lokalen Projekten angeht, steht er Rede und Antwort.

Das Interesse hat zugenommen

"Die Politik ist nun Zuhause angekommen", sagt Beyer. Durch die Flüchtlingsströme und die konkreten Berührungspunkte in der eigenen Heimatstadt, habe sich das Interesse an der Weltpolitik bei vielen Leuten verstärkt. "Das ist auch gut so!" Die Zusammenhänge von Innen- und Außenpolitik würden nun hinterfragt. Eines der Themen, auf das sich Peter Beyer bei seiner Arbeit als Bundestagsabgeordneter fokussiert. "Alleine im vergangenen Jahr habe ich zahlreiche Vorträge bei Bürgervereinen und anderen Institutionen gehalten, die sich nun damit beschäftigten." So ist Beyer nicht nur Mitglied des Auswärtigen Ausschusses, sondern auch des Unterausschusses Vereinte Nationen, internationale Organisationen und Globalisierung. Daher führt ihn seine Arbeit nicht nur mindestens 22 Sitzungswochen jährlich nach Berlin in den Bundestag, sondern auch häufig ins Ausland.
Aber auch die Zeit in seinem Wahlkreis ist von verschiedensten Terminen und Aufgaben geprägt. "Oft kommen Bürger mit Anliegen zu mir, die nicht in meinen Zuständigkeitsbereich fallen und von denen ich somit auch manchmal nur wenig Ahnung habe", sagt der Politiker. "Dann sehe ich es aber als meine Aufgabe, einen geeigneten Ansprechpartner für sie zu finden und zu vermitteln."
Was dem Bundestagsabgeordneten auch wichtig ist, ist ein enger Draht zu den Bürgermeistern seines Wahlkreises. So traf er kürzlich beispielsweise Dr. Jan Heinisch aus Heiligenhaus zu einem Jahresanfangsgespräch. „Wir haben über die Belange von Heiligenhaus gesprochen und geschaut, wo es Berührungspunkte zwischen der Kommunal- und Bundespolitik vor Ort gibt." Immer wieder bestehe die Möglichkeit, Anliegen der Stadt auf Bundesebene voranzubringen oder für Unterstützung zu sorgen. "So konnten wir beispielsweise im Januar 2016 das neue Bundesprogramm ,Sprach-Kitas' starten. Die katholische Kita im Nonnenbruch profitierte konkret von der Bundesförderung“, freut sich Beyer. Und auch die 2,9 Millionen Euro aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes für das multinationale Familien- und Stadtteilzentrum Oberilp können als schöner Erfolg verbucht werden.

Weichen stellen für das Jahr 2017

Auch mit Dirk Lukrafka, Bürgermeister der Stadt Velbert, tauschte sich der CDU-Bundestagsabgeordnete aus, um die Weichen für 2017 zu stellen. Dabei ging es darum, dass die Bewältigung der Flüchtlingskrise ein großes Loch in die Stadtkasse gerissen hat. Velbert ist auf rund 3 Millionen Euro sitzen geblieben. "Ohne zusätzliche Mittel des Landes können auch in Velbert keine ausreichenden Integrationsmaßnahmen stattfinden", so Beyer. In dem Gespräch ging es neben der Schulsituation zudem auch um den für Velbert und die Region wichtigen Fortschritt beim Bau der A 44 zwischen Heiligenhaus und dem Autobahnkreuz Ratingen-Ost. "Die Diskussion um diese paar Kilometer Autobahn ist fast so alt wie ich selber", scherzt Beyer.

Jungen Menschen für Politik begeistern

Stellt sich die Frage, wie und wann sich in diesen Jahren sein Interesse für die Politik entwickelte. "So genau kann ich das gar nicht sagen, aber an eines kann ich mich noch sehr gut erinnern, meinen Schul-Ausflug nach Bonn." Dort sei er mit seinen Klassenkameraden gewesen und hätte den Abgeordneten Heinz Schemken getroffen. "Nun bin ich derjenige, der die Klassen empfängt und sich freut, wenn junge Leute Interesse an der Politik haben - sei es im Lokalen oder im Globalen." Als Pate des Parlamentarischen Patenschaftsprogrammes (PPP) ist es ihm auch ein wichtiges Anliegen, Jugendliche bei ihren Erfahrungen im Ausland zu unterstützen. "Erst kürzlich konnte ich wieder einem Schülern aus meinem Wahlkreis verkünden, dass er für ein Jahr nach Amerika gehen darf."

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