Warum Ämter, Menschen ins Verderben laufen lassen oder Gute Nacht Deutschland!

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Helfen statt verhindern
Dass die Gesellschaft in Deutschland seit den Hartz Reformen kälter denn je geworden ist, verwundert inzwischen niemanden mehr. Dass die Ämter der sozialen Hilfe inzwischen alles dafür tun, dass es Menschen so schwer wie möglich gemacht wird, wenigstens ihre Grundsicherung zu erhalten, ist auch kein Phänomen mehr. Genau das zeigen die immer weiter steigenden Zahlen der Klageschriften bei den Sozialgerichten. Dabei machen es die schwammigen und auslegungsdürftigen Gesetzestexte der Hartz Gesetzgebungen so manchem Sachbearbeiter bei den sozialen Ämtern recht einfach, Hilfe an Hilfsbedürftige verweigern zu können. Dabei soll nun niemand mehr behaupten, man gehe mal eben so zum Job Center oder Sozialamt und beantrage dort die zustehende Grundsicherung ohne Würdelos und mit Heruntergelassener Hose dort wieder heraus zu gehen. Zahlreiche Fälle, wo die Grundsicherung sogar Kranken und wirklich nicht arbeitsfähigen Menschen völlig verweigert, oder komplett gesperrt wird. Tausende von Mitarbeitern an Sozialgerichten, Rechtsanwaltkanzleien und anderen sozialen Trägern beschäftigen sich rund um die Uhr nur mit Ablehnungsbescheiden der Sozialämter. So werden Millionen Beträge nur für die Prozessführung um die Grundsicherung hinaus geworfen, anstatt den Menschen die es dringend benötigen auszuzahlen.

Ganz extrem ist mir gerade ein Fall aus Duisburg Hamborn aufgefallen, wo seit dem Jahre 2012 einem Mitte dreißigjährigen, der an einer schweren Darmkrankheit leidet und somit längere Phasen nicht die Wohnung verlassen kann, die komplette Grundsicherung gesperrt bekommt, da er so nicht zu Terminen im Amt erscheinen konnte. Nicht nur die Post vom Sozialamt kam schon lange nicht mehr bei diesem Mann an, da im Wohnhaus sowohl kein Briefkasten, als auch die ins Treppenhaus geworfene Post entwendet wurde, nein dieser Mann musste einige Wochen im Sommer 2013 Hunger leiden und wurde noch kränker, da er ohne Leistung keine Nahrung kaufen konnte. Über Monate konnte er überhaupt nur weiter überleben, da die verbliebenen Freunde, ihm zum Teil mit Nahrungsmittel versorgt hatten. Dennoch nahm er in dieser Zeit mehr als 20 kg ab und bekam psychische Probleme die in heftigen depressiven Phasen endeten. Erst dann und mit Hilfe vom Sozialdienst bekam er dann sage und schreibe mal wieder 2 Monate die Grundsicherungsleistung, ehe ihm die Leistungen erneut gekürzt wurden, aufgrund der nicht ankommenden Post, obwohl dieser Mann Anzeige gegen Unbekannt erstattete und den Vermieter gebeten hatte, endlich einen eigenen Briefkasten zur Verfügung zu stellen. Bis zum heutigen Tag bekommt dieser Mann keine Leistungen mehr und wurde sogar inzwischen aus der Wohnung zwangsgeräumt.

Solche Geschichten spielen sich täglich tausendfach in Deutschland ab und anstatt es soziale Hilfe gibt, um einen Menschen zurück ins Leben zu bringen, tritt man weiter darauf herum, um ihn noch tiefer zu stürzen, damit es in die Obdachlosigkeit führt. Da muss man sich fragen, was ein Sachbearbeiter im Amt für Soziales sich so dabei denkt und ob Deutschland vielleicht materiell reich erscheint, dennoch menschlich völlig kalt geworden ist?!

Jaja, nun weiß ja auch jeder, das die Sachbearbeiter aufgerufen sind im Amt für soziale Hilfe, zu sparen und möglichst jede Hürde aufbauen, um einem Antragsteller auf Grundsicherung das Leben schwer zu machen. Dass in Deutschland ein schnelles Umdenken erforderlich ist und eine endlich menschliche, unbürokratische soziale Hilfe Einzug halten muss, bevor der soziale Friede kippt, sollten alle Verantwortlichen im Auge behalten. Menschen in die Obdachlosigkeit zu befördern, zeugt von einem Armutszeugnis für Deutschland. GUTE NACHT DEUTSCHLAND!
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Hans-Walter Ortmann aus Velbert | 06.05.2014 | 20:16  
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