Rotkreuzhelfer rüsten sich für Karnevalseinsätze

Die beiden Kreisrotkreuzleiter Dennis Schürmann (l.) und Meike Kaiser sowie der DRK-Vorsitzende Thorsten Junker bereiten sich mit ihren Kollegen auf die beiden Großeinsätze am Sonntag und an Rosenmontag vor. | Foto: Martin Meyer
  • Die beiden Kreisrotkreuzleiter Dennis Schürmann (l.) und Meike Kaiser sowie der DRK-Vorsitzende Thorsten Junker bereiten sich mit ihren Kollegen auf die beiden Großeinsätze am Sonntag und an Rosenmontag vor.
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Wattenscheid - Gut gerüstet für die Großeinsätze – der heimische DRK-Kreisverband wird bei den Karnevalsumzügen am Sonntag und an Rosenmontag sowie beim Gänsereiten alle Hände voll zu tun haben. „Alle, was laufen kann, wird mobilisiert“, sagt der DRK-Vorsitzende Thorsten Junker.

Die beiden närrischen Tage stellen das DRK vor logistische und personelle Herausforderung, denn für die ehrenamtlichen Helfer gilt stets: So schnell wie möglich bei anstehenden Hilfeleistungen vor Ort sein. „Seit drei Wochen bereiten wir uns intensiv auf die beiden Großeinsätze vor“, sagt Kreisrotkreuzleiter Dennis Schürmann. 50 Einsatzkräfte, auch auswärtige Helfer, stehen am Sonntag bereit. Am Montag, so der DRK-Leiter, seien es 40 Personen. Die Fahrzeuge und Helfer werden entlang der Strecke aufgestellt und rücken, wenn der Zug vorbeigefahren ist, nach. Zudem sind die Zugstrecken nach dem Sicherheitskonzept der Feuerwehr so optimiert, dass die Umzüge von allen Seiten aus Nebenstraßen erreichbar sind.

Keine Zeit verlieren

Das größte Problem sei es, so der Vorsitzende des DRK, Thorsten Junker, den Zug im Falle eines Hilfseinsatzes nicht zu trennen. „Alle Fahrzeuge und Helfer müssen deshalb so positioniert werden, dass alle Unfallstellen angefahren werden können“, meint der DRK-Chef. „Unsere Einsätze koordinieren wir gemeinsam mit der Feuerwehr, um keine Zeit zu verlieren und den Ablauf der Umzüge nicht zu gefährden.“

Oft im Zusammenhang mit Alkohol

Wie in jedem Jahr rechnen das DRK erneut mit vielen kleinen Verletzungen, wie Prellungen und Schnittwunden durch Scherben sowie Platzwunden. Ein großes Problem wird der hohe Alkoholkonsum sein. „Fast 90 Prozent der Transport ins Hilfszelt oder ins Krankenhaus stehen im Zusammenhang mit Alkohol“, meint Meike Kaiser, ebenfalls Kreisrotkreuzleiterin. Besonders heikel wird es, so die DRK-Leiterin, wenn Jugendliche unter Alkoholeinfluss stehen. In diesem Fall arbeiten die Rotkreuzhelfer eng mit dem Jugendamt und der Polizei zusammen, um im schlimmsten Fall die Eltern verständigen zu können.

Notfallseelsorger

Spurlos gehen auch die närrischen Tage an den Helfern nicht vorbei. „Wir müssen auf alles vorbereitet sein. Wenn man für solche Einsätze nicht geschaffen ist, dann sollte man es lassen“, meint Meike Kaiser. Deshalb ist auch Dirk Rupprecht als Notfallseelsorger im Einsatz. Er kümmert sich um die Opfer und steht auch den Helfern nach belastenden Situation bei.

Zehntausende Besucher

Die Wetterprognosen für die närrischen Tage sind recht gut – die DRK-Helfer rechnen deshalb an beiden Tagen mit mehreren zehntausend Besuchern. „Ohne die Unterstützung benachbarter Kreisverbände wären solche Veranstaltungen überhaupt nicht mehr zu stemmen“, so Thorsten Junker.

Kompakt

 Insgesamt werden für Sonntag 50 Einsatzkräfte und für 40 mobilisiert
 Zwei Rettungs- und fünf Krankenwagen sowie fünf Materialfahrzeuge stehen bereit
 Zwei Notärzte, Dr. Karsten Wilzek (Oberarzt am Martin-Luther-Krankenhaus) und Dr. Thorsten Thorsten Schleifer (DRK-Arzt/Anästhesist im Augusta-Krankenhaus), haben Dienst
 Die Unfallhilfestelle befindet sich am August-Bebel-Platz
 Bei Notfällen ist die „112“ anzurufen
 Kinder, die ihre Begleitung verloren haben, können am Sonntag in der Rot-Kreuz-Kreisgeschäftsstelle an der Voedestraße 53 und am Rosenmontag am Mokanskiplatz bei den Einsatzkräften des DRK abgegeben werden

Autor:

Holger Crell aus Wattenscheid

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