Fachabteilungen im St. Vincenz-Krankenhaus schließen zum Jahresende
Am 31. Dezember geht alles rüber ins Philippusstift: Oberbürgermeister kritisiert Trägergesellschaft

Ab dem 31. Dezember konzentriert sich alles auf den Standort Borbeck.
  • Ab dem 31. Dezember konzentriert sich alles auf den Standort Borbeck.
  • Foto: KKE
  • hochgeladen von Christa Herlinger

Noch mit Ablauf dieses Jahres soll der Umzug über die Bühne sein. Zum 31. Dezember erfolgt der Umzug der Fachabteilungen des St. Vincenz-Krankenhauses in Stoppenberg nach Borbeck. Im Philippusstift werden sie mit den dortigen Abteilungen zusammengeführt.

Der Umzug erfolgt wie geplant zum Jahresende, gibt die Contilia bekannt. Und erklärt weiter: "Mit diesem Schritt konzentriert sich am Philippusstift und im Geriatrie-Zentrum Haus Berge die vollständige Patientenversorgung des KKE."

"Standort Borbeck ist vorbereitet"

Der Standort Borbeck sei vorbereitet. In den vergangenen Monaten sei dieser Schritt durch zahlreiche Maßnahmen vorbereitet worden. Über den Jahreswechsel folgen weitere bauliche Veränderungen am Philippusstift, um die Infrastruktur weiter an die neuen Anforderungen anzupassen.

Patientenversorgung wird eingestellt

Im St. Vincenz-Krankenhaus wird die Patientenversorgung zum Jahreswechsel eingestellt. Dies wird schrittweise geschehen, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.
Ein wichtiger Baustein, so heißt es in dem Schreiben der Contilia weiter, sei die Information der  betroffenen Patienten, Angehörigen und der niedergelassenen  Ärzte.

Zentrale Notaufnahme im 24-Stunden Betrieb

"Wir werden über unterschiedliche Angebote aufklären und – je nach ärztlicher Indikation - die Möglichkeiten der Versorgung am Philippusstift oder Geriatrie-Zentrum Haus Berge aufzeigen." Auch für Fragen stehe man zur Verfügung, diese können unter der Rufnummer 0201 6400-1370 oder digital unter info@kk-essen.de gestellt werden. Fußläufige  Patienten erhalten entsprechende Informationen vor Ort.
Am Philippusstift arbeitet die Zentrale Notaufnahme im 24-Stunden-Betrieb. Ebenso arbeitet dort die KV-Notfallpraxis in üblichem Umfang.

Stadt wollte Standort weiter geöffnet halten

Oberbürgermeister Thomas Kufen ist enttäuscht: "Durch das Vorgehen der Contilia hat sich bereits abgezeichnet, dass der Standort des St. Vincenz in Stoppenberg ebenfalls zum Jahresende schließen würde. Ausdrücklicher Wunsch der Stadt war es, das Krankenhaus auch über den Jahreswechsel für die gesundheitliche Versorgung im Essener Norden geöffnet zu halten", so das Stadtoberhaupt. Insbesondere weil die Rettungswache der Feuerwehr derzeit noch an das St. Vincenz gebunden sei, wäre der Weiterbetrieb des Krankenhauses wünschenswert gewesen.

Erneut werden Fakten geschaffen

Die Kritik bleibt dieselbe: Trotz der angekündigten Pläne der Contilia, grundsätzlich den Gesundheitsstandort in Altenessen nach der Schließung des Marienhospitals weiterentwickeln zu wollen,  würden erneut Fakten geschaffen werden, bevor es einen adäquaten Ersatz gebe. "Bis die jüngst vorgestellten Pläne der Contilia umgesetzt werden können, wird noch einige Zeit ins Land gehen. Wir stellen gemeinsam mit der Feuerwehr sicher, dass die Rettungswache am St. Vincenz bis zur Fertigstellung eines möglichen neuen Standortes erhalten bleibt. Es bleibt bei der Bereitschaft der Stadt, den Standort Stoppenberg für eine städtebauliche Entwicklung zu übernehmen und in Altenessen mit weiteren Akteuren stationäre und ambulante Angebote zum Beispiel mit einer Fachklinik oder einem Musterkrankenhaus für Digitalisierung und Ambulantisierung zu realisieren", so Kufen. Diesen angeschobenen Prozess treibe er mit Hochdruck voran, um eine konkrete Verbesserung für den Gesundheitsstandort im Essener Norden zu erreichen. "s gibt viele positive Signale, uns bei diesem Vorhaben zu unterstützen. In den nächsten Tagen stehen dazu weitere Gespräche mit den Kostenträgern an", heißt es in der Stellungnahme des Oberbürgermeisters.

Autor:

Christa Herlinger aus Essen-Borbeck

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