Gelungene Festpremiere auf der Schönebecker Streuobstwiese

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Dank kräftiger Mithilfe der Besucher nahm der Bau des Insektenhotels schnell Form an. Der Neubau, der über 1000 Gästen Platz bietet, soll einen festen Platz auf der Streuobstwiese erhalten. (Foto: Debus-Gohl)
 
Aufbruch zur Exkursion: Mit Netzen und Lupen machten sich die kleinen Naturforscher auf den Weg. Fotos (8): Debus-Gohl

Für Andreas Hüsken und die vielen Helfer war es ein arbeitsreiches Wochenende. Bereits am Samstag wurde kräftig Hand angelegt. Am Sonntag ging es ab 7.30 Uhr weiter. Die Helfer bauten auf, kümmerten sich um die Versorgung der Stände mit Strom, betreuten tagsüber das Kräuterquiz oder verkauften Getränke. Das Orga-Team hat ganze Arbeit geleistet. Zumal die Streuobstwiese am späten Sonntagabend bereits wieder so aussah, als hätte dort nie etwas stattgefunden.

"Es war ein rundum gelungener Tag", freute sich Andreas Hüsken. "Der Aufwand hat sich absolut gelohnt." Die Premiere des großen Kinder- und Familienfestes kann der Bürger- und Verkehrsverein Essen-Schönebeck als gelungen abheften.
Das Konzept ist aufgegangen, die Mixtur aus Spiel- und Spaßveranstaltung sowie spannend verpackten Lerninhalten rund um das Thema Natur kam an. Vor allem bei den kleinen Besuchern.
Lena weiß genau, was sie zuerst machen möchte. "Die Exkursion mit der NaJu", verrät die Achtjährige. Mit Lupen und Netzen ausgestattet machen sich die Teilnehmer auf den Weg. Und sie finden am Rand der Streuobstwiese eine Menge ganz außergewöhnlicher Bewohner. "Ich habe die größte hier lebende Grille entdeckt", freut sich Lena. Ganz aus der Nähe schauen sich die Kids das imposante Insekt an. "Ich weiß jetzt auch, warum die so gut springen kann", gibt die Achtjährige das neu erworbene Wissen direkt weiter. "Die Grille hat nämlich zwei richtig große Sprungbeine."

Popcorn und eine waschechte Bienenkönigin

Eine waschechte Bienenkönigin hat sich Lena auch bereits angesehen. Und einen erfolgreichen Dreh am Glücksrad hingelegt. "Jetzt geh ich erst einmal was essen", freut sich die Achtjährige auf das große kulinarische Angebot auf der Wiese. Da gibt es alles, was das Kinderherz begehrt. Eis und Popcorn stehen ganz oben auf der Hitliste. Auch Sophia (4) und Schwester Luisa (6) haben sich erst einmal mit einer Tüte des frisch zubereiteten Mais-Snacks bewaffnet. Dann machen sich die beiden daran, die Spielangebote näher in Augenschein zu nehmen. Die Falknerin lädt gerade zu einer neuen Demonstration ein. Klar, dass die Tiere jede Menge Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Nicht nur Uhu Fritz.

Volles Haus den ganzen Tag über

Harald Häde, Vorsitzender des Bürger- und Verkehrsvereins, leistet an diesem Tag Dienst im Infozelt des Vereins. Stand Nummer eins ist Anlaufstelle in Sachen allgemeiner Information. Aber auch Karten sind dort zu bekommen. Für die Präsentation des Schönebeck-Films am 8. Oktober (16 und 18 Uhr im Pfarrsaal). Das Interesse an Nils Stakemeiers Porträt ist da. "Deshalb gibt es die beiden Aufführungen", so Häde. "Damit jeder interessierte Schönebecker seinen Stadtteil aus sicherlich auch ungewohnten Perspektiven kennenlernen kann." Auch Häde ist begeistert von der Resonanz auf die Einladung zum Fest auf der Streuobstwiese. "Wo kommen denn bloß die ganzen Kinder her?", fragt er augenzwinkernd. Punkt 11 fiel am Sonntag der Startschuss zu dem bunten Festprogramm. "Und seitdem freuen wir uns über ein volles Haus."
Das hat sich bis zum Nachmittag nicht geändert. Während die Kids im Schaulager der Pfadfinder St. Antonius Abbas Lagerfeueratmosphäre schnuppern und Stockbrot über dem Feuer rösten, sind die Tische in der Wiesenmitte eine Einladung an Erwachsene: Freude treffen, Gespräche führen, Kontakte knüpfen. "Auch das Konzept geht auf", ist der Organisator rund um zufrieden. "Jetzt haben wir endlich etwas im Programm, das speziell auf Kinder zugeschnitten ist."

Fortsetzung erwünscht

Will heißen: eine Fortsetzung ist erwünscht. "Ob wir dann auf die Streuobstwiese einladen oder das nächste Fest auf der Dorfwiese ausrichten, darüber muss noch entschieden werden", legt Hüsken die Pläne des BVV Schönebeck offen. Lena, Sophia und Luisa wird das egal sein. Hauptsache, es geht weiter und ihnen flattert vielleicht schon im nächsten Jahr eine erneute Einladung ins Haus.
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