Schutzwall für das Eltingviertel

Die Veröffentlichung der Pläne für die „Öffnung“ des Eltingviertels und in diesem Zusammenhang das Konzept für die Führung des Radschnellwegs „über die Dächer“ hat mich veranlasst, meine Überlegungen zur Stadtplanung in diesem Viertel zu Papier zu bringen.

Der Begriff ÖFFNUNG ist sehr positiv besetzt, klingt nach „Befreiung“, „endlich Erlösung“ und manipuliert die Bewertung durch die Leser. Man soll dieses Konzept für eine echte Innovation halten. Ich finde, das verkennt vollkommen die Lage vor Ort. Bei einer Ortsbegehung wurde mir klar, dass der BAHNDAMM keine LÄSTIGE BARRIERE, sondern ein SCHUTZWALL ist. Den Bewohnern, den jetzigen und zukünftigen, sind VERKEHRSLÄRM und ABGAS- und FEINSTAUBEMISSIONEN der mehrspurigen Straße am Viehofer Platz nicht zuzumuten! Und nun soll die Wohnbebauung noch näher an diese Quelle! Das soll eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität sein, eine Verbesserung des Wohnumfeldes? Ich prognostiziere vorhersehbare „Dreckecken“ und „Angsträume“ mit baldigem Sanierungsbedarf, vielleicht in Form grün gestrichener Lärmschutzwände.

Nein, der Bahndamm ist die BESSERE LÄRMSCHUTZWAND! Er ließe sich in eine kleine INNERSTÄDTISCHE PARKANLAGE integrieren, die auch im Sinne der Klimaerwärmung (Hitzeinsel Innenstadt) sinnvoll wäre. Im übrigen eine kostengünstige Lösung, bringt allerdings kein Geld für einen Investor, bringt „nur“ Lebensqualität für Menschen.

Ich hoffe sehr, dass das Konzept gut überdacht wird. Spektakuläre technische Lösungen sind ja gut und schön und beeindruckend, aber der Orientierung an menschlichen Bedürfnissen und an der Gesundheit der Stadtbewohner (gerade im Essener Norden) ist unbedingt Vorrang zu gewähren. Das haben viele städteplanerischen Projekte und Irrwege der letzten Jahrzehnte doch wahrhaftig gelehrt!

Autor:

Johanna Fricke aus Essen-Borbeck

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