Drei von vier Kleinunternehmen in Not: NRW zahlt ab nächste Woche Soforthilfen aus
Ab Freitag bis 25.000 Euro digital beantragen

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart sagte kleinen NRW-Unternehmen am Dienstag schnelle und unbürokratische Hilfe zu. Foto: Land NRW/F. Wiedemeier
  • NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart sagte kleinen NRW-Unternehmen am Dienstag schnelle und unbürokratische Hilfe zu. Foto: Land NRW/F. Wiedemeier
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Zehntausende Betriebe mussten in den letzten Tagen auf Anordnung schließen, viele weitere Unternehmen haben massive wirtschaftliche Einbußen. Jetzt will das Land NRW Betroffenen jetzt schnell und unbürokratisch helfen - Anträge können ab Freitag digital gestellt werden.

Vor allem Kleinstfirmen, Solo-Selbständige und Freiberufler leiden unter der Corona-bedingten Krise. Ihnen versprach NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Dienstagmittag schnelle und einfach zu beantragende Hilfen. Demnach sollen Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigen für maximal drei Monate mit 9.000 Euro unterstützt werden. Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten bekommen 15.000 Euro einmalig, bei bis zu 25 Mitarbeitern gibt es 25.000 Euro. 25 Milliarden Euro stehen insgesamt dafür bereit. Voraussetzung für die Förderung:  Das Unternehmen muss vor der Krise wirtschaftlich gesund gewesen sein, durch die Krise haben sich die Monatsumsätze mehr als halbiert. Oder die vorhandenen Mittel reichen nicht aus, um kurzfristige Zahlungsverpflichtungen wie Mieten und Leasingraten zu erfüllen. Ausbezahlt wird auch, wenn der betrieb auf behördliche Anordnung geschlossen werden musste.

Vollständig digitales Antragsverfahren

"Das Antragsverfahren wollen wir so unbürokratisch wie möglich machen, es wird vollständig digital", sagte Pinkwart. Ausgedruckte Anträge würden nicht bearbeitet. Das Formular soll ab Freitag, 27. März, 12 Uhr, unter www.wirtschaft.nrw/corona abgerufen werden können. Informationen gibt es bei der Hotline mit der Telefonnummer 0211/61772555. Auch IHKs und Handwerkskammern stehen für Auskünfte bereit.

Pinkwart appelliert an Solidarität

Geprüft werden die Anträge laut Pinkwart von den Bezirksregierungen, die dafür auch extra Wochenend-Dienste einlegen. Erste Auszahlungen sollen bereits bis Ende nächster Woche erfolgen. Die Antragsfrist endet am 30. April. Andreas Pinkwart: "Wir brauchen jetzt die Solidarität aller. Wer noch über die Runden kommt, sollte das Geld erst später beantragen, damit wir zunächst denen helfen können, die es am dringendsten brauchen."

Hier die jüngsten Entwicklungen zum Thema Corona-Soforthilfe

Autor:

Martin Dubois aus Essen-Süd

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