Tierschutzpartei Essen reagiert empört
Auch Grüne lehnen Ratsantrag der Tierschutzpartei zugunsten des Tierheims ab

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Die Tierschutzpartei Essen reagiert empört auf die aktuelle tierfeindliche Darbietung im Rat der Stadt Essen. Zum Haushalt hatte die Ratsfraktion der Tierschutzpartei im Rat der Stadt Essen, Fraktion Tierschutz / Sozial Liberales Bündnis, die dringend nötige und seitens des Tierschutzvereins Groß-Essen e.V. seit Jahren bei der Stadt angemahnte und geradezu erbettelte Betriebsmittelerhöhung beantragt. Der Antrag wurde von der Ratsmehrheit einmütig abgelehnt, auch die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen stimmte geschlossen gegen das Anliegen der Tierschützer. Unterstützung gab es nur von der Fraktion Die Linke. Ergebnis: Es gibt keinen Cent mehr für das Tierheim.

Arbeit des Albert-Schweitzer-Tierheims Essen von großer Bedeutung
"Das Albert-Schweitzer-Tierheim Essen in der Trägerschaft des Tierschutzvereins Groß-Essen e.V. erbringt seit vielen Jahren umfangreiche Leistungen zugunsten und im Sinne der Stadt Essen, da diese Leistungen hoheitliche Aufgaben sind und wären. Würden die Leistungen nicht durch das Tierheim erbracht, müsste die Stadt selbst für entsprechendes Personal sowie Infrastruktur sorgen, hätte die entsprechende Kostenlast zu tragen," so Ratsfrau Elisabeth Maria van Heesch, Vorsitzende der Ratsfraktion Tierschutz SLB im Rat der Stadt Essen.

Stadt Essen lässt Tierheim auf einem Drittel der Kosten sitzen
Dessen ungeachtet zahlt die Stadt Essen seit Jahren regelmäßig nur ca. rund zwei Drittel der erbrachten Leistungen – auf den Kosten eines ca. weiteren Drittels bleibt das Tierheim sitzen. Dieser auch rechtlich nicht tragbaren Situation sollte der Antrag der Ratsfraktion Tierschutz SLB Abhilfe verschaffen, in dem die bisherige Zahlung der Stadt von jährlich 550.000,-€ auf korrekte 850.000,-€ entlang der tatsächlich erbrachten Leistungen erhöht wird.

Grüne, CDU, SPD, FDP, EBB - stimmen GEGEN den Haushaltsantrag der Tierschützer
"Dass der Rat der Stadt Essen mit den Stimmen von CDU, SPD, Grünen, FDP und EBB GEGEN eine angemessene Bezahlung der vom Tierheim unstreitig erbrachten Leistungen votiert, ist unfassbar," reagiert Simone Trauten-Malek, zweite Vorsitzende der Tierschutzpartei Kreisverband Essen so traurig wie verärgert. Die Interessen der Tiere in dieser Stadt, der Tierschutz sollten dem Rat der Stadt die Herbeiführung einer korrekten Zahlung eigentlich Wert sein. Aber: Es hat sich in der Ratssitzung am 27.11.2019 gezeigt, dass der Tierschutz, die Arbeit des Tierheimes den Fraktionen von CDU, SPD, Grünen, FDP und EBB keine korrekte Bezahlung wert ist. Ein Skandal, so die Tierschutzpartei Essen. 

Empfehlung des Deutschen Tierschutzbundes
"Der Deutsche Tierschutzbund geht als Grundsatz davon aus, dass die Tierschutzvereine, die in ihren Tierheimen Pflichtaufgaben für Städte und Gemeinden erledigen, für diese Leistungen in vollem Umfang von den Städten und Gemeinden entschädigt werden," so die Tierschutzpartei Essen. Eine Vielzahl von Tierschutzvereinen – und dazu gehört auch der Tierschutzverein Groß-Essen e.V. als Träger des Albert-Schweitzer-Tierheims Essen – müssen die Fundtieraufnahme und Fundtierbetreuung jedoch mit städtischen Beiträgen leisten, die von einer Kostendeckung deutlich entfernt sind. "Hier erwarteten wir als Tierschutzpartei Essen ein klares Bekenntnis des Rates der Stadt Essen bei den Haushaltsberatungen und Zustimmung zum Haushaltsantrag unserer Ratsfraktion zur Erhöhung der städtischen Finanzierung für das Tierheim," unterstreicht Ratsfrau Elisabeth Maria van Heesch, auch Kreisvorsitzende der Tierschutzpartei Essen.

Dieses Bekenntnis ist ausgeblieben.

Vorstandsspitze der Tierschutzpartei Kreisverband Essen: vlnr Elisabeth Maria van Heesch, Kreisvorsitzende (auch Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt Essen), Simone Trauten-Malek, zweite Kreisvorsitzende, Mitglied des Landesvorstandes der Tierschutzpartei NRW
Autor:

Elisabeth Maria van Heesch aus Essen

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