Literaturwettbewerb: Die Emscher als Muse

Die Emscher als Muse
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VHS, Stadtbibliothek, Emscherfreunde e.V. und die Kulturinitiative Emscher-Lippe (K.I.E.L.) sind sich sicher: Entlang der Emscher finden sich viele Geschichten! Deswegen veranstalten sie einen Literaturwettbewerb, in dem sich alles nur um Eines dreht: die Emscher!

Bereits im letzten Jahr fand ein solcher Literaturwettbewerb statt, 51 Texte wurden der Jury damals vorgelegt. „Wir hoffen natürlich auch in diesem Jahr auf rege Beteiligung“, meint Jurymitglied Hans Van Ooyen, selbst Schriftsteller, Fotograf und Mitglied im Emscherfreunde e.V.

„Die Region ist ein guter Nährboden für Literatur“, weiß Van Ooyen und verweist auf die vielen „Arbeiterliteraten“, die Gelsenkirchen im letzten Jahrhundert hervorbrachte, denn „die Literatur mit Regionalbezug hat hier eine starke Tradition“.

"Literatur", die jedermann schreiben kann

„Literatur“ ist bei diesem Wettbewerb ein weitgefasster Begriff, der nicht abschrecken, sondern eher anziehen soll: „Jeder hat eine Geschichte zu erzählen und wir freuen uns auf viele unterschiedliche Schreibstile, Genres und Blickwinkel“, betont Van Ooyen nachdrücklich. Denn es geht den Kooperationspartnern nicht darum, einen neuen Goethe, Kafka oder Grass zu finden; sondern vielmehr um die Erinnerungen und Fantasien, die die Emscher in ihren Betrachtern hervorruft.

„Im letzten Jahr erhielten wir wirklich beeindruckende Texte und es war alles dabei: Kindheitsgeschichten, was Lustiges, Liebesgeschichten, Krimis und sogar Sience Fiction und Fantasy“, freut sich Hans H. Meyer von K.I.E.L. „Ich war von der großen Alterspanne der Teilnehmer begeistert, wir haben mit unserem Wettbewerb im letzten Jahr alle Generationen angesprochen“, erzählt Anja Herzberg von der VHS Gelsenkirchen und hofft auch in diesem Jahr wieder auf ein generationenübergreifendes Projekt.

Warum ein Literaturwettbewerb?

Doch warum wird dieser Literaturwettbewerb überhaupt veranstaltet? „Viele Leute merken noch nicht, dass hier ein in Europa einmaliges Projekt direkt vor ihrer Haustür stattfindet“, erklärt Van Ooyen, „80 Kilometer Re-Naturierung, das ist ein spannendes Unterfangen, das noch lange seine Kreise ziehen wird. Wir wollen diesen Veränderungsprozess aus allen Blickwinkeln betrachten und dabei hilft es, sich die Geschichten anderer Menschen anzuhören.“

„Wir wollen, dass die Zukunftsfähigkeit der Region und die Menschen, die in ihr leben, gestärkt werden. Literatur ist dafür ein wunderbares Mittel und diesem epochalen Umbau würdig“, weiß Meyer. Denn Wissen bedeutet Stärke und deshalb will das Team rund um den Wettbewerb dafür sorgen, dass sich viele Menschen mit dem Thema beschäftigen. Kurse der VHS und viele Angebote rund um die Emscher helfen dabei.

Schreiben Sie Ihre Geschichte!

Das Wichtigste bleibt jedoch der Mensch selbst, meint Meyer: „Man berührt die Menschen erst wirklich, wenn man die Talente, die in ihnen schlummern, weckt.“ Vielleicht schlummert ja auch in Ihnen, liebe Leser und Leserinnen, eine Geschichte zur Emscher?

Die Wettbewerbsregeln:

- Teilnehmen kann jeder, der links und rechts der Emscher lebt und / oder eine besondere Beziehung zur Emscher und dem Emscherraum hat.
- Jeder Teilnehmer darf nur einen Text einreichen
- Texte dürfen maximal acht Seiten (30 Zeilen à 60 Anschläge) lang sein.
- Jedes Werk sollte mit Titel, Vor- und Zuname des Autors, Wohnort, Telefonnummer und Emailadresse versehen sein.
- Werke müssen in dreifacher Ausführung vom 1. September bis 15. Oktober 2013 an folgende Adresse eingereicht werden
Anja Herzberg
„Mensch/Emscher“
Bildungszentrum
Ebertstraße 19
45875 Gelsenkirchen
- Per Mail können Beiträge mit dem Betreff „Mensch/Emscher“ an anja.herzberg@gelsenkirchen.de gesendet werden.
- Die drei besten Einsendungen erhalten Preise im Gesamtwert von 1.000 Euro.

Die Emscher als Muse
(v.l.) Hans H. Meyer von der KunstInitiative Emscher-Lippe (K.I.E.L.), Anja Herzberg vom Bildungszentrum Gelsenkirchen, Hans Van Ooyen vom Verein Emscher-Freunde und Michael Salisch, Leiter des Referates Außerschulische Bildung und Direktor der Volkshochschule Gelsenkirchen.
Autor:

Deborrah Triantafyllidis aus Gelsenkirchen

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