Rathaus Buer: „Schönstes NRWs“!?
Voten für Gelsenkirchen

Das 1912 eingeweihte Rathaus Buer im Gelsenkirchener Stadtnorden. Es entstanden über 100 Räume und 4 Sitzungssäle. Als erster Bürgermeister der einst noch eigenständigen Stadt "Buer in Westfalen" zog Dr. Carl Russell ein. 
1952/53 wurde der östliche Anbau hergestellt. 1988 wurde das westliche, alte Rathaus samt Turm unter Denkmalschutz gestellt.
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  • Das 1912 eingeweihte Rathaus Buer im Gelsenkirchener Stadtnorden. Es entstanden über 100 Räume und 4 Sitzungssäle. Als erster Bürgermeister der einst noch eigenständigen Stadt "Buer in Westfalen" zog Dr. Carl Russell ein.
    1952/53 wurde der östliche Anbau hergestellt. 1988 wurde das westliche, alte Rathaus samt Turm unter Denkmalschutz gestellt.
  • Foto: Stefan Fohlen
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Das schönste Rathaus Nordrheins-Westfalens befindet sich natürlich in Gelsenkirchen-Buer – zumindest steht das für heimatverbundene Bueranerinnen und Bueraner ganz klar ausser Frage.  

Nach der Vereinigung 1928 von Buer, Horst und Gelsenkirchen tagte zwar noch der Rat der Stadt bis 1961 überwiegend im Rathaus Buer. Mit der Stadt wuchs zudem auch das Rathaus, weshalb es in den 1950er Jahren sogar einen Anbau erhielt. Doch zum Sitz des Oberbürgermeisters wurde bereits das Hans-Sachs-Haus im Süden Gelsenkirchens. Das buersche Rathaus spielt in der Gelsenkirchener Stadtverwaltung daher bekanntlich leider nur noch eine Nebenrolle als „technisches Rathaus“ und Standort eines BÜRGERcenters. Es mag damit auch architektonisch etwas im Schatten des Gelsenkirchener Hans-Sachs-Hauses stehen. Doch im Herzen sogar mancher Nicht-Einheimischer hat es seinen besonderen Platz.

Heimatsymbol Buers

„Wenn ich den Turm des Rathauses Buer sehe, dann weiß ich, dass ich zu Hause bin“, ist oft von Bürgerinnen und Bürgern zu hören, deren Heimatgefühle vor allem dem Norden Gelsenkirchens gelten. Der mit dem Einbruch der Dunkelheit blau illuminierte, rund 64 Meter hohe Rathausturm ist zweifellos das Wahrzeichen des Stadtteils Buer. Im Jahr 1912 stellte die aufstrebende und noch selbstständige Stadt "Buer in Westfalen" ihr Rathaus im wilhelminischen Stil fertig. Damals stand es eher am Rande der rasch wachsenden Stadt.
Der Rathausturm ist nicht irgendein Turm, weil er für viele Menschen ein Heimatsymbol ist. Doch nicht nur er ist etwas Besonderes. Dazu gehört auch der „Beamtenbagger“. So wird der 1954 in Betrieb genommene, aber längt stillgelegte Paternoster des Hauses, auch genannt. Er ist fast noch im originalgetreuen Zustand und steht unter Denkmalschutz.
Auch die Kunst gehört zum Haus. Das Bronzerelief des Halfmannshof-Künstlers Hubert Nitsch ziert den Eingang des Anbaus am Goldbergplatz. Es hat das Thema „Arbeit, Familie und Kunst“ in Gelsenkirchen. In der Eingangshalle sind acht große Glasfenster eines weiteren Halfmannshof-Künstlers zu sehen. Eduard Bischoff hat Fenster entworfen, die Tätigkeiten der Hauptämter einer Stadtverwaltung zeigen. Eines stellt zum Beispiel eine Figur mit Schlüssel und Waage dar und steht für die Stadtkämmerei.

Voting für schönstes Rathaus in NRW

Nun hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen Bürger online um Vorschläge gebeten, welches denn definitiv das schönste Rathaus NRWs ist und war von der Resonanz überrascht: Über 70 Vorschläge wurden in den sozialen Medien unter dem Hashtag #schönstesrathausinnrw abgegeben.
Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW, möchte mit dem Wettbewerb den Blick auf die Verwaltungssitze in der Region richten: „Rathäuser sind die Heimat der Demokratie vor Ort. Sie sind die wichtigsten Zentren der Demokratie in unseren Städten und Gemeinden. Mit unserer Aktion wollen wir sie in den Mittelpunkt rücken“, betont die Ministerin.

Hans-Sachs-Haus ist nominiert

Schade nur, dass das Wahrzeichen Buers nun nicht auch ganz offiziell den begehrten Titel erlangen kann, da es nicht das Hauptrathaus der rund 260 Tsd. Einwohnerstadt ist. Nichtsdestotrotz könnte er aber überhaupt noch nach Gelsenkirchen kommen, auch wenn nicht direkt nach Buer. Denn nominiert für das „Schönste Rathaus in NRW“ ist erfreulicher Weise auch das 1927 eröffnete Hans-Sachs-Haus in der Altstadt von Gelsenkirchen. Es prägt mit seiner backsteinexpressionistischen Fassade seither das Stadtbild Gelsenkirchens und wurde 2013 nach umfangreicher Sanierung erneut zum Rathaus und Verwaltungssitz der Stadt.

Speziell für den Wettbewerb wurde ein kurzer Film gedreht, in dem der Gelsenkirchener Oberbürgermeister Frank Baranowski das Hans-Sachs-Haus an der Ebertstraße und seine Besonderheiten vorstellt. Der Film ist auf den offiziellen Kanälen des Ministeriums zu sehen und kann kostenfrei abgerufen werden. 

Ab Ende Februar können die Bürgerinnen und Bürger dann auf der Internetseite des Ministeriums abstimmen, welches Rathaus den Titel „Schönstes Rathaus“ verdient hat.

Zusammen-GE-hörigkeit stärken

Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht, damit Gelsenkirchen den Wettbewerb „Das schönste Rathaus in NRW“ gewinnt. Daher bitte das Video fleissig liken, teilen und das Zusammen-GE-hörigkeitsgefühl innerhalb der Emschermetropole stärken. Am 28. März wird übrigens das Gewinner-Rathaus auf dem Heimatkongress des Ministeriums von Ministerin Ina Scharrenbach ausgezeichnet.

Das 1912 eingeweihte Rathaus Buer im Gelsenkirchener Stadtnorden. Es entstanden über 100 Räume und 4 Sitzungssäle. Als erster Bürgermeister der einst noch eigenständigen Stadt "Buer in Westfalen" zog Dr. Carl Russell ein. 
1952/53 wurde der östliche Anbau hergestellt. 1988 wurde das westliche, alte Rathaus samt Turm unter Denkmalschutz gestellt.
Das Hans-Sachs-Haus mit seiner unverwechselbaren backsteinexpressionistischen Fassade in der Gelsenkirchener Altstadt wurde zwischen 1924 und 1927 vom Essener Architekten Alfred Fischer errichtet und ist eines der Wahrzeichen der Stadt. 
Ursprünglich war das Haus multifunktional geplant; es wurde schon bald nach seiner Fertigstellung zentraler Verwaltungssitz der Stadt Gelsenkirchen.
Autor:

Stefan Fohlen aus Gelsenkirchen

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