Streit um Klage gegen Windrad auf der Mottbruchhalde geht weiter
Gladbecker GRÜNE warnen vor "Symbolpolitik"

Grünen-Ratfrau und Sprecherin des Stadtverbandes Gladbeck: Ninja Lenz.
  • Grünen-Ratfrau und Sprecherin des Stadtverbandes Gladbeck: Ninja Lenz.
  • Foto: Bündnis 90/Die Grünen Gladbeck
  • hochgeladen von Uwe Rath

Nach wie vor befürworten die Gladbecker Grünen die Pläne zur Errichtung eines Windrades auf der Braucker Mottbruchhalde.

In einer Pressemitteilung verweisen die Grünen darauf, dass der Rat der Stadt Gladbeck erst am 6. Juni 2019 den "Klimanotstand" ausgerufen habe und jetzt, also keine zwei Monate später, folge nun die Klage der Stadt Gladbeck gegen das vom Kreis genehmigte Windrad. "Damit bekommt der Klimanotstand den Stempel der Symbolpolitik aufgedrückt. Genau das darf aber nicht passieren," warnt Grüne-Sprecherin Ninja Lenz.

Um den menschengemachten Klimawandel aufzuhalten, brauche man eine echte Verkehrs- und Energiewende, führt Ninja Lenz weiter aus. Diese Wende beinhalte den Umstieg auf erneuerbare Energie und das vor dem Jahr 2038.
"Der Klimanotstand macht es uns als Rat und Stadt zur Aufgabe, Klimaschutz in allen Bereichen mitzudenken, um möglichst viel CO2 einzusparen und zu kompensieren," schreibt die Grünen-Ratsfrau. Dabei sei die Dachbegrünung eines neuen Supermarktes und Solaranlagen auf neu errichteten Gebäuden ebenso entscheidend wie auch die Gestaltung eines Haldentops.

"Auf der Mottbruchhalde so zu tun, als sei die Gestaltung als Grün- und Freizeitareal nicht vereinbar mit einem Windradstandort, ist unehrlich und wird den klimapolitischen Herausforderungen nicht gerecht. Wir können jetzt zeigen, dass beides geht," ist Ninja Lenz überzeugt. "Es muss ein gesellschaftliches Umdenken stattfinden, damit wir überhaupt noch eine Chance haben, die Klimaziel von Paris einzuhalten. Da hilft es auch nichts, mit dem Finger auf die anderen Klimasünde zu zeigen und die Hände in den Schoß zu legen."

Die Grünen-Politiker versichert aber auch, dass man selbstverständlich keinen Verstoß gegen geltendes Recht wolle. So könne man davon ausgehen, dass der Genehmigung des Windrades durch den Kreis etliche Prüfungen vorausgegangen seien. Die Klage der Anwohner hätte an dieser Stelle durchaus mögliche Zweifel ausräumen können. Die Klage der Stadt aber sei unnötig und in der heutigen Zeit nicht nachvollziehbar.

Ninja Lenz abschließend: "Solange das Windrad rechtens ist, gehört es genau dort hin - auf die Mottbruchhalde!".

Autor:

Uwe Rath aus Gladbeck

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