Katholische Kirche präsentiert ehrgeizige Pläne für Gotteshaus in Gladbeck
Wird Kirche in Butendorf zum "Medizinischen Zentrum"?

Als Gotteshaus hat die Butendorfer Kirche "Heilig Kreuz" in absehbarer Zeit ausgedient. Doch soll das denkmalgeschützte Gebäude samt angrenzendem Pfarrhaus auf jeden Fall langfristig erhalten bleiben. Dabei scheint auch eine Nutzung als "Medizinisches Zentrum" durchaus realistisch.
  • Als Gotteshaus hat die Butendorfer Kirche "Heilig Kreuz" in absehbarer Zeit ausgedient. Doch soll das denkmalgeschützte Gebäude samt angrenzendem Pfarrhaus auf jeden Fall langfristig erhalten bleiben. Dabei scheint auch eine Nutzung als "Medizinisches Zentrum" durchaus realistisch.
  • Foto: Archiv Kariger/STADTSPIEGEL Gladbeck
  • hochgeladen von Uwe Rath

Butendorf. Rund 130 Gemeindemitglieder waren der Einladung gefolgt und erhielten die neusten Informationen aus erster Hand: Im Rahmen des Pfarreientwicklungsprozesses und der damit einhergehenden Veränderungen an den Kirchenstandorten in Gladbeck wurde jetzt die Gemeinde "Heilig Kreuz" in Butendorf über den aktuellen Sachstand informiert.

Erklärtes Ziel der Verantwortlichen ist es, das denkmalgeschützte als auch stadtbildprägende Gebäude der Kirche an der Horster Straße und des benachbarten Pfarrhauses langfristig zu erhalten. „Dazu könnte das Pfarrhaus um einen Zwischentrakt erweitert und zu einem barrierefreien Wohnhaus umgebaut werden“, erläuterte Pastor Jochen Walter, der die Projektleitung für die Entwicklungen des Areals übernommen hat. „Die Kirche könnte zu einem ‚Medizinischen Zentrum‘ für Butendorf und die benachbarten Stadtteile in Gladbeck umgebaut werden. Der Begriff ist dabei weit auszulegen: Er umfasst beispielsweise Ärzte, therapeutische Praxen, Beratungseinrichtungen, ambulante Pflegedienste, Reha-Einrichtungen, Einrichtungen zur Tages- und Demenzbetreuung und ein Sanitätshaus.“

„Die Ergebnisse aus der Sozialraumanalyse haben gezeigt, dass in der Stadt Gladbeck ein großer Bedarf an solchen sozialen und medizinischen Einrichtungen besteht und in Zukunft aufgrund des medizinischen Fortschritts und der höheren Lebenserwartung noch deutlich steigen wird“, so Jochen Walter weiter. „Als Kirche können wir zu den medizinischen Angeboten diakonische Angebote ergänzen, so dass die Menschen konzentriert an einem Ort medizinische und soziale Unterstützung und Hilfe sowie seelsorgliche Zuwendung und Begleitung erfahren können.“

Für die kommenden Monate ist nun eine Machbarkeitsstudie geplant. „Für die technische Umsetzung prüfen wir den Einbau mehrerer horizontaler Ebenen in der Kirche. Damit würde sich die bisherige Nutzfläche der Kirche von 880 Quadramter auf rund 2.900 Quadratmeter erhöhen“, wusste Jochen Walter zu berichten. „Innerhalb des Kirchengebäudes soll es zudem einen Veranstaltungsraum für die Gemeinde sowie für weitere Nutzer geben. Neben der technischen Machbarkeit wird auch das notwendige finanzielle Volumen berechnet.“

Aufgrund der Komplexität der Überlegungen will die Pfarrei St. Lamberti nun zeitnah einen Architekten mit einer Machbarkeitsstudie beauftragen. Der Ausschreibungstext für die Studie wurde im Vorfeld mit den zuständigen Ämtern der Stadt Gladbeck, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe und dem Bischöflichen Generalvikariat abgestimmt.

„Somit sind alle wichtigen Partner bereits beteiligt. Wir hoffen, im November die Ergebnisse der Studie vorliegen zu haben“, zeigte sich Jochen Walter optimistisch. „Zudem haben wir ein neues Modell einer wirtschaftlichen Kooperation zwischen einer Kirchengemeinde und Investoren entwickelt und mit dem Bischöflichen Generalvikariat abgestimmt. Dadurch wird es nun möglich, dass externe Investoren gemeinsam mit der Kirchengemeinde auf Augenhöhe derart große Umnutzungsmaßnahmen realisieren können, die für eine Kirchengemeinde allein nicht durchführbar sind.“

Nach Auswertung der Ergebnisse wollen dann die pfarrlichen Gremien voraussichtlich bereits Anfang des Jahres 2020 über das weitere Vorgehen beraten.

Autor:

Uwe Rath aus Gladbeck

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