„Kahlschlag“ in der Innenstadt?

Beim Rundgang durch die Stadt.

„Dort stand eine Hecke, dort ein Baum und hier wurde das komplette Kleingehölz entfernt“, erzählt Karin Lakony aufgebracht. Die Lünerin ist mit Jutta Watzlawik, Michael Wopker und Ingbert Kersebohm von der Grünen-Fraktion in der Innenstadt unterwegs, um ihnen den „Kahlschlag“ zu zeigen.

Der Rundgang beginnt am Rathaus, geht über den Wallgang bis zur Rundsporthalle. Seit Anfang 2011 beobachtet Karin Lakony, wie an vielen Stellen unbemerkt und schleichend abgeholzt würde. „Was ist mit den Igeln und den Vögeln, wenn es kein Unterholz mehr gibt?“, fragt sie besorgt. „Überall ist nur noch Rasen. Es gibt keinen Schatten. Bäume sind doch unsere Lebensquelle“. Karin Lakony hat sich an die Fraktion der Grünen gewandt und stieß dort auf offene Ohren. „Es wurde einfach zuviel gemacht, radikal und ohne Gefühl“, findet Jutta Watzlawik. „Die Aufenthaltsatmosphäre geht verloren.“ Die Grünen-Fraktion wird für die nächste Ratssitzung einen Antrag stellen. Michael Wopker erklärt: „Wir möchten, dass Bäume, die gefällt werden sollen, eine Banderole erhalten. Über eine Telefonnummer können sich Bürger dann beim zuständigen Amt informieren. Es fehlt an Transparenz. “

Dieter Memmeler, Abteilungsleiter Stadtgrün erläutert die Vorgehensweise der Stadt: „Wir haben einen großen Gehölzbestand der regelmäßig einen Verjüngungsschnitt erhält. Man nennt das ‚auf den Stock setzen‘. Dadurch regenerieren sich die Pflanzen, die von innen vergreist waren.“ Manche Sträucher müssten auch ganz raus. „Es wird im Rahmen der Notwendigkeit nachgepflanzt“, so Memmeler und weist auf den Sparzwang der Stadt hin. „Dass Rasen Vorrang hat, hängt direkt mit dem Konsolidierungsbeschluss 2010 zusammen“. Pflegeintensive Bestände wurden abgeräumt und durch pflegeleichte ersetzt. „Diesem politischen Beschluss haben alle Parteien zugestimmt“, betont Dieter Memmeler.

Autor:

Claudia Prawitt aus Lünen

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