Wandern und Pilgern auf Mallorca: Ein Erlebnis

Die Gruppe vor dem Kloster Lluc. Fotos: Backmann-Kaub
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Mallorca. Die meisten denken bei diesem Namen an Ballermann und überfüllte Strände. Doch der Deutschen liebste Insel hat viel mehr zu bieten als Massentourismus. Das erlebten jetzt 21 Teilnehmer einer Wander-Pilgerreise des Ev. Bildungswerkes Dortmund, darunter vor allem Lüner und Dortmunder, aber auch Schwerter. Reiseleiter war Pfarrer Ulrich Klink aus Lünen.

Eine Woche lang wohnte die Gruppe im Kloster Lluc, oben in den Bergen auf der Nordwestseite der Insel. Da, wo sich die Serra de Tramuntana mit dem höchsten Berg der Insel, dem Puig Mayor, entlang der Küste zieht.

Von Lluc aus ging’s auf Tour, meist mit dem Bus zum Start gebracht. Wanderschuhe an, bequeme Hose und überwiegend auch Stöcke in der Hand. Mehrere Stunden lang wanderten und kletterten die 21 täglich. Oft auf alten Pilgerrouten, darunter auch auf einem Teilstück des Jacobswegs. Die Ruhrgebietler – viele von ihnen waren noch nie auf Mallorca – staunten über die traumhaft schöne Bergwelt: Gipfel bis an die 1.500 Meter hoch, schroffe Kalkfelsen, Wälder voller Aleppokiefern und Steineichen. Haine mit knorrigen Olivenbäumen. Rosmarin und Zistrosen blühten.

Dass die kreisrunden Plätze unterwegs einst Köhlerstätten waren und vieles mehr über Flora, Fauna und Geschichte der Baleareninsel erklärte ihnen Edith Knabe. Die Münchnerin lebt seit 20 Jahren als Wanderführerin auf der Insel. „Ich habe die Welt gesehen und kam irgendwann zu der Erkenntnis: Mallorca bietet mir alles. Ich kann mir keinen schönen Ort vorstellen“, erzählte sie den staunenden Wanderern.

Pech nur, dass Edith sich gleich bei der ersten Tour den Arm anbrach: Im Gebüsch lag ein Stück Maschendraht, eine böse Stolperfalle. Dennoch verzog sie keine Miene und in den nächsten Tagen schritt Edtith tapfer mit Gipsarm voran.

Es war nicht nur eine Wander-, sondern auch eine Pilgerreise. Meist führte der Weg zu einem Kloster, zu einer Einsiedelei. Und in den kleinen Kapellen hoch oben hielt Pfarrer Klink Andachten. Alle sangen „Möge die Straße uns zusammenführen“. Und zum Innehalten und Nachdenken traf sich die Gruppe auch abends auf dem Berg mit dem großen Kreuz direkt neben dem Kloster Lluc.

Eine Wander- und Pilgerreise, die begeisterte. Und so wurde auf der Rückfahrt zum Flughafen lange diskutiert: Wann sehen wir uns wieder? Einen Termin zu finden, an dem alle können, war nicht einfach. Das Nachtreffen ist nun am 15. Juni in Lünen.

Autor:

Doro Backmann-Kaub aus Lünen

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