Endlich Winter!

Foto: PR-Foto Köhring/AK

Der abrupte Wintereinbruch in dieser Woche war wohl für alle überraschend. Beklagte man sich in den ersten Wochen dieses Jahres noch über einen zu milden Winter, so hört man jetzt schon die Ersten vom Frühling schwärmen. Dabei ist es doch erst eine Woche winterlich kalt.

In der Nacht von Sonntag auf Montag gab es das erste Mal in diesem Winter richtige Minusgrade zu verzeichnen. Im Laufe der Woche steigerten sich die Kältewerte auf bis zu -9,4 Grad in der Nacht zu Donnerstag und es wird wohl auch in den kommenden Tagen eisig bleiben.
Karl-Heinz Nottrodt, Metereologe beim Deutschen Wetterdienst Mülheim, Wallneyer Straße 10, versicherte auf Nachfrage der MW: „Durch die kalte Luft, die aus Skandinavien und Osteuropa durch Nord-Ostwinde in dieser Woche zu uns kam, kommt es auch im Laufe dieser und nächster Woche zu Temperaturen um die -10 Grad. Die Spitzentemperatur wird uns in der Nacht zu Sonntag erreichen. Hier steht die Prognose bei -13 Grad.“
Er stellte jedoch auch klar, dass starke Kälteeinbrüche nicht ungewöhnlich für diese Jahreszeit seien. Man müsse sich noch bis Ende Februar auf Dauerfrost einstellen unter Umständen aber auch mit leichtem Schneefall in den kommenden Tagen.
Da durch die vergangen Tage bereits viele Seen und Teiche in Mülheim zugefroren sind, reizt es sicherlich viele diese als Eislauffläche zu nutzen. Volker Wiebels, Pressesprecher der Stadt warnt davor jedoch wehement: „Das Eis ist noch lange nicht dick genug um Personen zu tragen. Zudem besteht grundsätzlich solange ein Verbot zum Betreten der öffentlichen Eisflächen im Stadtgebiet, bis nicht ausdrücklich eine Freigabe erteilt wird. Ansonsten schweben leichtsinnige Personen absolut in Lebensgefahr.“
Trotz der nächtlichen Tiefstwerte konnte die Stadt keine erhöhten Übernachtungszahlen von wohnungslosen Personen verzeichnen. Wer jedoch eine wettergeschützte Unterkunft sucht, bekomme auch Hilfe, versicherte Wiebels.
Auch der Markt auf der Schloßstraße fällt dieser Tage mager aus. Lediglich drei Stände waren am Donnerstag, 2. Februar, vertreten. „Dies wundert mich nicht“, berichtet Norbert Noack vom Marktverband Mülheim. „Die jetzigen Minusgrade schaden dem Obst, Gemüse und den Blumen, da bleiben die Standbetreiber zwangsweise Zuhause.“
Auch Dr. Uwe Brock, Facharzt für Innere Medizin und Sportmedizin sowie Sprecher der Mülheimer Ärzte warnt vor Infekterkrankungen durch die Extremwetterlage. „Gerade jetzt besteht das Risiko sich eine Atemwegserkrankung zuzuziehen. Diese kann sich schnell zu einer Bronchitis ausweiten. Um einer Erkrankung vorzubeugen empfehle ich jedem fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag zu essen, um dem Körper ausreichend Vitamin C zur Verfügung zu stellen, viel zu trinken und leichte körperliche Betätigung. Auf starke sportliche Aktivitäten sollte in diesen Tagen verzichtet werden. Bei einem Winterspaziergang rate ich in jedem Fall eine Mütze, Handschuhe und einen Schal zu tragen um die Atemwege vor Kälte zu schützen.“
Auch die Müllentsorgung wird bei derartigen Temperaturen erschwert. So rät die Mülheimer Entsorgungsgesellschaft (MEG) dazu, den Biomüll in mehrlagigem Zeitungspapier einzuwickeln. „Der Bioabfall ist häufig feucht und das führt zum Ein-und Festfrieren in der Mülltonne“, erklärt Anja Fuhrmann von der MEG. „Ratsam ist es, die Abfalltonne bis kurz vor dem Abholtermin in einem frostgeschützten Bereich abzustellen, sodass eine problemlose Leerung erfolgen kann.“
Doch auch wenn es in den kommenden Tagen kalt und eisig bleiben wird, so kann man sich nach der überstandenen Kältewelle umso mehr auf den bevorstehenden Frühling und die wärmenden Sonnenstrahlen freuen.

Autor:

Daniela Neumann aus Oberhausen

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