Flüchtlinge und ihre Kinder bauten Insektenhotels // Tolle "Hilfsunterkünfte" auf dem Hauptfriedhof eröffnet
Einsatz für die Umwelt und gegen das Insektensterben

Vater Essam Alkuwaifi und Tochter Farah präsentieren mit Unterstützung von Abdullah und Ghazi (v.l.n.r.) stolz eines der beiden jetzt "neu eröffneten" Insektenhotels auf der Wildblumenwiese auf dem Dortmunder Hauptfriedhof.
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  • Vater Essam Alkuwaifi und Tochter Farah präsentieren mit Unterstützung von Abdullah und Ghazi (v.l.n.r.) stolz eines der beiden jetzt "neu eröffneten" Insektenhotels auf der Wildblumenwiese auf dem Dortmunder Hauptfriedhof.
  • Foto: Günter Schmitz
  • hochgeladen von Ralf K. Braun

Im Einsatz für die Umwelt und gegen das Insektensterben: Geflüchtete Väter aus den Stadtbezirken Brackel und Aplerbeck haben zusammen mit ihren Kindern Insektenhotels gebaut.

Nun wurden die beiden neuen Anflugstellen für Hummeln, Schmetterlinge und Bienen auf der Wildblumen-Wiese auf dem Hauptfriedhof im Dortmunder Osten „eröffnet“. Initiator des Projekts war das Integrationsnetzwerk „lokal willkommen“ für die beiden Stadtbezirke Brackel und Aplerbeck.

Viele Flüchtlinge möchten sich gerne gesellschaftlich engagieren. Möglichkeiten dazu bietet u.a. das Integrationsnetzwerk „lokal willkommen“ Brackel/Aplerbeck: In Kooperation mit dem Hauptfriedhof Brackel initiierten sie das Mitmach-Angebot zum Bau von Insektenhotels. Die fachmännische Leitung übernahm der Dortmunder Jendrik Herdemann, der bereits diverse Insektenhotels gebaut hat, gemeinsam mit Bernd Fröse, Schreiner des Hauptfriedhofs.

Die Kinder und ihre handwerklich begabten Väter waren engagiert bei der Arbeit und errichteten innerhalb von nur knapp fünf Stunden zwei große Hotels. Besonders erfreulich: Die Kinder hatten bereits in ihren Grundschulen Erfahrungen im Bau von Insektenhotels gesammelt und wussten genau, für welche Tiere die unterschiedlichen Materialien als Quartier dienen können.

An tierischen Bewohnern wird es auf dem Hauptfriedhof nicht mangeln: Der Standort auf der ökologisch angelegten Wildblumenwiese ist eine wichtige Nahrungsgrundlage für viele nützliche Insekten wie Hummeln, Schmetterlinge und Bienen.

Bewerbung ums Label „StadtGrün naturnah“

Die Insektenhotels sind nun Bestandteil der laufenden Bewerbung um das Label „StadtGrün naturnah“, um das sich die Stadt Dortmund beworben hat. Das Label unterstützt Kommunen dabei, ihre Grünflächen ökologisch aufzuwerten, um attraktive Lebensräume für Mensch und Natur zu schaffen.
Gefördert wurde das Projekt von „KOMM-AN NRW“, ein Programm des Landes Nordrhein-Westfalen zur Förderung der Integration und Partizipation von Flüchtlingen in den Kommunen.

„lokal willkommen“ Brackel/Aplerbeck beteiligt sich übrigens gleich mit zwei Projekten an dem Labeling-Verfahren „StadtGrün naturnah“: Neben dem Bau von Insektenhotels auf dem Hauptfriedhof zwischen Wambel, Brackel, Neuasseln und Bundesstraße 1 wird in Kooperation mit dem Referat Ökumene der Evangelischen Kirche ein Gemeinschaftsgarten mit Hochbeeten im Meylantviertel in Wickede errichtet. Der soll als Treffpunkt für alle Anwohne*rinnen dienen und zudem die ökologische Vielfalt stärken soll.

P.S.: Für Fragen rund um den Gemeinschaftsgarten und für weitere Auskünfte in Sachen Flüchtlinge/Flüchtlingshilfe stehen die Mitarbeiterinnen von „lokal willkommen“ Brackel/Aplerbeck gerne zur Verfügung. Zu finden ist das Lokal in Brackel gleich östlich neben der Kommende Dortmund am Brackeler Hellweg 146 (Tel. 0231/50-28705).

Autor:

Ralf K. Braun aus Dortmund-Ost

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