30 Jahre Herzzentrum in Duisburg mit Rückblick und Ausschau in die Zukunft
Mit Hartnäckigkeit und Können

Das Herzzentrum Duisburg, zurzeit noch im ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Krankenhaus in Meiderich beheimatet, kann auf 30 Jahre erfolgreiche Arbeit zurückblicken. Prof. Arno Krian (v.l.), leitete es viele Jahre. Jetzt stehen Prof. Dr. Jochen Börgermann, Privatdozent Dr. Otto Krogmann und Prof. Dr. Wolfgang Schöls in der Verantwortung und haben die Zukunft fest im Visier.
Foto: Reiner Terhorst
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  • Das Herzzentrum Duisburg, zurzeit noch im ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Krankenhaus in Meiderich beheimatet, kann auf 30 Jahre erfolgreiche Arbeit zurückblicken. Prof. Arno Krian (v.l.), leitete es viele Jahre. Jetzt stehen Prof. Dr. Jochen Börgermann, Privatdozent Dr. Otto Krogmann und Prof. Dr. Wolfgang Schöls in der Verantwortung und haben die Zukunft fest im Visier.
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Ein altes Sprichwort sagt „Gut Ding will Weile haben.“ Das trifft auch auf das Herzzentrum Duisburg zu, und zwar, sowohl was die Enstehungsgeschichte vor 30 Jahren als auch die Zukunft betrifft.

Das wurde bei einem Rückblick auf drei erfolgreiche Jahrzehnte und gleichzeitiger Betrachtung der künftigen Entwicklung mehr als deutlich. Seine Arbeit aufgenommen hatte das Herzzentrum seinerzeit im Evangelischen Krankenhaus Nord in Fahrn, ehe es in den 90er Jahren die Räumlichkeiten des ehemaligen Kaiser-Wilhelm Krankenhauses (KWK) in Meiderich bezog. Nun ist die Rückkehr nach Fahrn in Sichtweite.

Diese sollte eigentlich im kommenden Jahr vollzogen sein, wird sich allerdings verzögern. Jetzt ist der Umzug in den Neubau in Fahrn für Anfang 2022 eingeplant. Die Zeitverschiebung habe allerdings keine dramatischen und schwerwiegenden Gründe, sondern sei dem Umfang und der Komplexität des Neubaus geschuldet. Schließlich wird auch die Notaufnahme des Evangelischen Klinikums Niederrhein dort beheimatet sein.

"Wir sind da ganz entspannt"

„Schon beim Bau eines privaten Einfamilienhauses treten nicht selten Verzögerungen auf“, sagt Prof. Dr. Jochen Börgermann, Chefarzt der Herzchirurgie, „und bei einem solchen Goßprojekt war das auch nicht anders zu erwarten. Wir sind da ganz entspannt.“ Zudem könnten so auch neue Erkenntnisse in Sachen Einrichtung und Zweckmäßigkeit noch berücksichtigt werden.

Er ist sich mit Prof. Dr. Wolfgang Schöls, Chefarzt der Kardiologie und Privatdozent Dr. Otto Krogramm, Chefarzt der Kinderkardiologie, einig, dass nach dem engültigen Einzug in Fahrn die Arbeitsmöglichkeiten zum Wohle der Patienten, aber auch der Ärzteschaft und der weiteren Mitarbeiter in „einem der renommiertesten Herzzentren Deutschlands noch weiter verbessert werden.“ Medizinische Kompetenzen werden gebündelt. Die unterschiedlichen Fachbereiche rücken noch näher zusammen, was auch für die Labore und Operationssäle gelte. Gut Ding will halt Weile haben.

Mit klarer Zielvorstellung

Prof. Dr. Arno Krian, ehemaliger Chefarzt der Herzchirugie, und Wegbereiter des Herzzentrums, schmunzelt bei dem Satz. Er erinnert sich in launig-humorvollen Worten, dass „das schon seine Zeit in Anspruch nahm, bis wir alle Genehmigungen zur Einrichtung eines Herzzentrums zusammen hatten. Aber wir hatten eine klare Zielvorstellung, waren hartnäckig, und der Erfolg hat uns Recht gegeben und bestätigt.“

Krian führte die erste Herzoperation in Duisburg im August 1989 durch und kann sich noch so gut daran erinnern, als würde er gerade jetzt am OP-Tisch stehen: „Für uns alle war das aufregend, anspannend und erfolgreich zugleich, obgleich die OP länger dauerte als geplant.“ Der „Vater des Duisburger Herzzentrum“, wie er heute noch respektvoll und dankbar bezeichnet wird, hat mit seinen jeweiligen Teams das Zentrum stetig den neuen medizinischen Erkenntnissen und Möglichkeiten angepasst, erweitert und dabei die großen Veränderungen in der Herzmedizin berücksichtigt.

Waren zu Beginn der Tätigkeit die Behandlung von angeborenen Herzfehlern und die operative Regulierung Hauptbestandteil seiner Arbeit, so sind mittlerweile Bypass- oder Herzklappenoperation rund um die Uhr an der Tagesordnung. 1998 kam auf Drängen von Krian auch die Klinik für Kinderkardiologie hinzu. Inzwischen zählt das Herzzentrum zu den fünf größten Herzzentren Deutschlands.

Neues Kapitel der Erfolgsgeschichte

„Gefeiert“ wurden die 30 zurückliegenden Erfolgsjahre am Wochenende mit einem Sympsosium im Haus der Unternehmer in Buchholz. Hochkarätige und anerkannte Mediziner waren dabei, die in wissenschaftlichen und medizinischen Kurzvorträgen die rasante Entwicklung in der Kardiologie und der Herzchirurgie beleuchteten. So „ganz nebenbei“ gab es natürlich ein „Schulterkopfen“ für die wegweisende Arbeit am Herzzentrum Duisburg. Und „richtig“ gefeiert wird natürlich mit der Bevölkerung nach dem Bezug des Neubaus, der ein neues Kapitel in der Erfolgsgeschichte des Herzzentrums Duisburg aufschlägt.

Jetzt wird zudem intensiv erörtert, diskutiert und beratschlagt, was künftig mit dem Gebäude in Meiderich passieren könne. Konkrete Pläne gibt es zurzeit noch nicht.

Autor:

Reiner Terhorst aus Duisburg

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