Die Oberliga ruft - Die Löwen kommen
Des einen Freud, des andern Leid

Nach den drei Toren und vor allem nach dem Abpfiff im Derby beim DSV 1900 war der Jubel bei den Hamborner Löwen mehr als begreiflich. Der Aufstieg in die Fußball-Oberliga ist in trockenen Tüchern.
Foto: Stefan Arend / FUNKE Foto Services
  • Nach den drei Toren und vor allem nach dem Abpfiff im Derby beim DSV 1900 war der Jubel bei den Hamborner Löwen mehr als begreiflich. Der Aufstieg in die Fußball-Oberliga ist in trockenen Tüchern.
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Dass die Hamborner Löwen am Ende einer durchaus wechselhaften Landesliga-Saison in die Fußball-Oberliga aufsteigen, hatten selbst Insider nicht auf dem Schirm. Auch nicht die traurige Tatsache, dass der Duisburger SV 1900 nach 16 Jahren Landesliga den bitteren Weg in die Bezirksklasse antreten muss.

Am letzten Sonntag hatte das Derby zwischen den beiden Teams in Wanheimerort die sportlichen Fakten geschaffen. Die Gelb-Schwarzen aus dem Duisburger Norden jubeln, die Schwarz-Roten aus der Mitte trauern. Der vorletzte Spieltag der Landesliga-Saison in der Niederrhein-Gruppe 3 hatte Emotionen hervorgerufen.

Mit einem 3:1 Erfolg beim Duisburger SV 1900 hatten die Sportfreunde Hamborn 07 nicht nur die Tür zu Oberliga ganz weit aufgestoßen, sondern Dank des gleichzeitigen torlosen Unentschiedens des härtesten Verfolgers ESC Rellinghausen die Schwelle zur nächst höheren Spielklasse überschritten.

Uneinholbar

Vor dem letzten Spieltag am morgigen Sonntag haben die Löwen als Spitzenreiter nun vier Punkte Vorsprung auf Rellinghausen und sind damit von keiner Mannschaft mehr einzuholen. Im Klartext bedeutete das nach Abpfiff beim Derby gegen den DSV, dass die Hamborner definitiv aufgestiegen sind.

Der Sieg und die Art und Weise, wie er erspielt wurde, waren für Trainer Julian Berg, Trainer der neuen Saison, der aber nach der Trennung von Stefan Janßen sofort an Bord war, die logische Konsequenz aus der Arbeit der jüngeren Vergangenheit. „Die Mannschaft ist in den letzten drei, vier Wochen eng zusammengerückt. Sie hat gut gearbeitet im Training, war konzentriert und fokussiert. Deshalb kann ich uns zu dieser Leistung nur beglückwünschen“, meint er.

Nach fast einem Jahrzehnt mit vielen Höhen und Tiefen kehrt Hamborn 07 in die Oberliga zurück. Das sei ein großer Moment für den Verein, freut sich Vorsitzender Helmut Wille und spricht von einer tollen Leistung der Mannschaft und des Trainerteams um Julian Berg, auf die man sehr stolz sei.

Grundstein

Er sagt aber auch zutreffend: „Unser Dank gilt natürlich auch Stefan Janßen, der mit seiner hervorragenden Arbeit den Grundstein für diesen sportlichen Erfolg gelegt hat.“ Und einmal beim Dankeschön, geht er gleich weiter und denkt an die „Mannschaft neben der Mannschaft“.

Wille und der erfolgreiche Sportliche Leiter Hans-Günter Bruns nennen Betreuer, Verantwortliche, Helferinnen und Helfer, viele Ehrenamtliche, die Sponsoren und natürlich den „12. Mann“. Gemeint sind die Fans, die das Team zu Hause, aber auch bei den schwierigen Aufgaben auf fremden Plätzen begleitet und angefeuert haben. Bruns: „Ohne die Unterstützung all dieser Menschen wäre der Erfolg nicht möglich gewesen.“

Am morgigen Sonntag, 21. Mai, 15 Uhr, empfangen die Sportfreunde Hamborn 07 die DJK Blau-Weiß Mintard zum letzten Meisterschaftsspiel. Kleine Wermutstropfen werden sich allerdings bei den Hambornern in die Freude mischen: Einige Akteure, darunter Urgestein Kai Neul, werden die Löwen zum Saisonende verlassen. Die Spieler werden kurz vor dem Anpfiff verabschiedet.

Dankeschön

Als kleines Dankeschön wird es nach dem Spiel gegen die DJK Blau-Weiß Mintard ein kleines zwangloses Beisammensein im VTRipkens Sportpark im Holtkamp geben, bei dem der Aufstieg mit dem ein oder anderen Freibier und Grillwurst gefeiert wird.

Dann aber geht nach der Sommerpause die Arbeit richtig los, denn die Löwen, die dann auch wieder auf Regionalliga-Absteiger VfB Homberg treffen, wollen mehr als den Klassenerhalt.

Entmutigen lassen sich übrigens auch die Verantwortlichen des DSV 1900 nicht. Das Ziel für die kommende Bezirksliga-Sasion heißt schlicht und ergreifend „direkter Wiederaufstieg“. Wie das geht, haben ja im Profi-Fußball Schalke und Werder Bremen gerade gezeigt.

Autor:

Reiner Terhorst aus Duisburg

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