Buntspecht Hausrotschwanz Kohlmeise Sing- und Schwarzdrossel
Im Herbst locken die Beeren des Wilden Weines

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Der Wilde Wein- auch Jungfernrebe genannt- stammt aus Nordamerika, ist also ein Neophyt. Obwohl er durch seinen schnellen Wuchs einheimische Pflanzen verdrängen kann, erfreut er unser Auge jetzt im Herbst durch das  leuchtende Rot seiner Blätter. Aber auch die Insekten und Vögel nehmen die Blüten und Früchte der Rankpflanze gerne an. Der Birnbaum an unserer Grundstücksgrenze ist  zur Zeit von den Blättern des Wilden Weins mit einem prächtigen Rot überzogen.  Den ganzen Tag wird er von  Vögeln besucht, die die dunkelblauen Beeren der Pflanze zu schätzen wissen.
Bereits im Juli und August werden die unscheinbaren Blüten von zahlreichen Insekten angeflogen.  Wegen des hohen Zuckeranteils der Beeren lieben später allerdings auch die wehrhaften Wespen die Beeren, von denen man nicht nur deshalb besser die Finger lassen sollte. Die Oxalsäure der Früchte führt zu leichten Vergiftungserscheinungen mit Durchfall, Erbrechen und vermehrter Urinausscheidung. Für Kleinkinder und Hunde sind die Früchte  noch gefährlicher.
Den zahlreichen Vögeln macht die Oxalsäure  offenbar gar nichts aus. gar nichts aus. In einer persönlichen "Stunde der Gartenvögel" konnte ich neben Ringeltaube,Elster und   Rotkehlchen auch verschiedene Drosselarten, Meisen, Specht sowie  Hausrotschwanz beim "Beerenklau" beobachten.  Der Buntspecht und die Meisen zeigten  daneben aber auch lebhaftes Interesse an den Insekten, die sich an und unter der Rinde des alten Birnbaumes versteckten. Da die Vögel nach Genuss der Beeren die darin enthaltenen Samen mit dem Kot verbreiten, muss man etwas aufpassen,dass der Wilde Wein im Garten nicht überhand nimmt und ihn an Stellen, wo er nicht gewünscht ist, vor der Samenreife ausreißen. Am hohen Gartenzaun an der Südseite des Gartens dulde ich ihn aber gerne, da er nicht nur herrlich aussieht, sondern mit seinem dichten Blättervorhang den Vögeln herrvorragend geschützte Nistmöglichkeiten bietet.
Da man den Kampf gegen den Wilden Wein doch nicht ganz gewinnen kann, sollte man sich mit ihm arrangieren. Ich genieße zur Zeit das rege Treiben der Vögel im alten Birnbaum und dessen prächtige Färbung vom Fenster meines Arbeitszimmers aus.

Autor:

Bernd Dröse aus Essen-West

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