9. November
Jusos Kreis Wesel: Hass und Hetze entgegenstellen

Vorstand der Jusos Kreis Wesel. Benedikt Lechtenberg (1. Reihe, Mitte)
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  • Foto: Lisa Neuhausmann
  • hochgeladen von Benedikt Lechtenberg

Die SPD-Jugend im Kreis Wesel erinnert an die historische Bedeutung des 9. November. Kaum ein anderes Datum der deutschen Geschichte sei mit so großen Ereignissen verbunden, wie der sogenannte „Schicksalstag“. Angesichts des wachsenden Hasses mahnen die Jusos mehr Respekt im Umgang mit anderen Menschen und Meinungen an.

Freudige und verheerende Ereignisse

„Der 9. November ist eines der geschichtsträchtigsten Daten in Deutschland. 1918 rief der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann die erste deutsche Republik aus. Das Kaiserreich wich durch die Novemberrevolution einer parlamentarischen Demokratie. 1923 erlebte die wackelige Weimarer Republik mit dem sogenannten Hitlerputsch eine ernste Attacke. Der Putschversuch hatte die Beseitigung der parlamentarischen Demokratie zum Ziel, scheiterte aber. Zehn Jahre später errangen die Nationalsozialisten allerdings die Macht und forcierten den Hass gegen Juden, der 1938 in der Progromnacht gipfelte. Jüdische Geschäfte und Einrichtungen sowie Synagogen wurden in Brand gesteckt. Der Antisemitismus mündete wenige Jahre später in der systematischen Ermordung der Juden in Europa. Nach den Schrecken des Krieges wurde Deutschland in zwei Staaten geteilt. 1989 führte die friedliche Revolution in der DDR zum Mauerfall. Geebnet durch die Politik der Sozialdemokraten Willy Brandts und Egon Bahrs, gelang 1990 die Wiedervereinigung. Schreckliche und freudige Ereignisse hängen mit dem 9. November zusammen“, fasst Benedikt Lechtenberg (Vorsitzender der Jusos Kreis Wesel) aus Hünxe die Bedeutung des 9. Novembers in der deutschen Geschichte zusammen.

Respekt im Umgang mit anderen

Im Rückblick auf die Geschichte warnen die Jusos vor der erstarkenden AfD und des wachsenden Hasses und der Spaltungstendenzen in der Gesellschaft. Jeder Demokrat sei aufgerufen, sich hasserfüllten Parolen entgegen zu stellen. Dies gelte sowohl im privaten Umfeld, als auch in sozialen Netzwerken. Hass und Beleidigungen seien nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt, mit der viele „Parolenschwinger“ irriger Weise ihren „Schwachsinn“ decken wollen. Jeder dürfe seine Meinung äußern, aber müsse dies im Respekt vor anderen Meinungen tun. Respekt und Anstand hätten auch im Umgang mit Politikern zu gelten. Die Jusos verurteilen die zunehmenden Angriffe auf und Morddrohungen gegen Politiker und Vertreter der Staates. „Wir alle haben die Verantwortung daran zu erinnern, wohin uns Hass und Stumpfsinn schon einmal geführt haben. In unserem Land ist für Hass und Hetze kein Platz“, betont Lechtenberg.

Autor:

Benedikt Lechtenberg aus Hünxe

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