Unbekannte stecken Katze in Karton

Der Schreck sitzt der Katze noch in den Pfoten, sie versteckt sich im Katzenklo. | Foto: Magalski
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Tierfreunde retteten dieser süßen Katze in Horstmar das Leben! In einem Karton stellten Unbekannte den Stubentiger am Montag neben ein Gebüsch auf dem Parkplatz der Tierarztpraxis Lorson – in der Sonne eine gefährliche Falle.

Kunden bemerkten den verdächtigen Karton kurz vor der Mittagspause und alarmierten das Team der Praxis. „Die Verpackung für eine Tassimo-Kaffeemaschine stand in der prallen Sonne und war mit Klebeband verschlossen. Oben auf den Karton war Styropor geklebt“, berichtet Joana Hielscher, tiermedizinische Fachangestellte in der Praxis Lorson. Die Katze im Inneren steckte ihre Nase durch den verklebten Griff, ein kleines Luftloch in der Kiste. Hielscher: „Hätte die Katze noch längere Zeit in der Sonne gestanden, hätte ein Hitzschlag gedroht.“ Das Praxis-Team kümmerte sich sofort um den Notfall und befreite das Fundtier. Im Inneren des Kartons waren Spuren der Krallen zu sehen, die Katze wehrte sich offenbar gegen ihr Gefängnis.

Glitzer-Halsband und "Tassimo-Kiste"

„Die Katze wurde untersucht, sie macht keinen kranken Eindruck“, so Joana Hielscher. Der Schreck saß dem Stubentiger aber in den Pfoten. Montag durfte sich die Katze in der Praxis Lorson erholen, kommt nun in eine Pflegestelle. Das schwarz-weiße Tier ist nach Schätzungen wohl nicht älter als drei Jahre und hat keinen Chip oder eine Tätowierung. Auffällig sind aber das rosa Glitzer-Halsband mit dem Glöckchen und der Transport-Karton für eine „Tassimo-Kaffeemaschine“ mit dem handschriftlichen Preis „49,98“. „Vielleicht wurde die Katze von Fremden eingefangen, 'verpackt' und wahllos an eine Tierarztpraxis 'ausgeliefert' – weil sich der etwaige Retter möglicherweise nicht anders zu helfen wusste“, ist eine der Überlegungen im Praxis-Team. Die zweite denkbare Variante macht wütend, denn unter Umständen nahm auch ein Tierbesitzer das Leid der Katze in Kauf, um sein lästiges Haustier auf schnelle Art und Weise vor die Tür zu setzen.

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Autor:

Daniel Magalski aus Lünen

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