"Leben und Kunst sind eins" Stefan Kolosko und Nina Ender mit DEFAKA in Oberhausen

Stefan Kolosko und Nina Ender im Dialog// Copyright Angelika Stephan
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Wo: Nina's Drehbuchwerkstatt, Marktstraße 67, 46045 Oberhausen auf Karte anzeigen

06.06.2014 um 18:00 Uhr, Oberhausen, Marktstr. 67, Improvisationstheater von und mit Stefan Kolosko und Nina Ender

DAS ZENTRUM LEBT!

"Leben und Kunst sind eins", lautet Nina Enders und Stefan Koloskos Credo und "Theater ereignet sich im Augenblick“.

Am 05.05.2014 wurde in der ehemaligen Boutique „Karins Mode“ in der Marktstr. 67 in der Oberhausener Innenstadt

„Nina’s Drehbuchwerkstatt“

zur Oberhausener Heimatszene eröffnet. Es ist ein Projekt der Dramatikerin Nina Ender und Stefan Kolosko, einem langjährigen Weggefährten und Schauspieler Christoph Schlingensiefs. Auch das Theater Oberhausen beteiligt sich daran. Hier wird der Verelendung der Oberhausener Innenstadt mit Worten, Gesten und Musik entgegengetreten, Hoffnung vermittelt, z.B. in „Mit Oberhausen ist’s noch nicht vorbei“, Oberhausener Geschichten, die von Bürgern zur Verfügung gestellt worden sind, gesammelt und dann von Nina Ender in eigene Texte gefasst. Ab dem 06.06.2014 verwandelt sich die Marktstr. In „Stefans Serienset“. Jeden Freitag und Samstag werden neue Folgen von „Das Zentrum lebt“ gedreht, live und wortgewaltig, unter Einbeziehung des Publikums. Hier geht es unkonventionell zu, unterschiedliche Menschen werden so zusammengebracht und für eine Sache begeistert.
Ich werde u.a. auch am 06.06.2014 an der Inszinierung des „DEFAKA“ (Deutsches Familienkaufhaus) teilnehmen.

Gestern sind die Proben dazu gewesen. Ich war fasziniert von Nina Enders Texten, die von ihr und Stefan Kolosko wortgewaltig ins Publikum geschleudert wurden. In abgehacktem Stakkato, bevorzugten Alliterationen und wechselndem Text- und Sprechrhythmus wurde es zu einem Stimmengewitter, das, begleitet von Akkordeon, Gitarren und Mandoline, sich Gehör verschafft.

Es ist ein Sprechgesang, der den Untergang der Oberhausener Innenstadt zum Inhalt hat, namentlich all die nennt, die schon untergegangen sind. Stefan Kolosko hebt dabei die Arme und gibt den Einsatz, dirigiert ihn emphatisch, gibt Pausen und Takt vor. Das teilnehmende Publikum liest den ausgeteilten Text, dennoch immer die Augen auf Stefan Kolosko gerichtet, um die Einsätze nicht zu verpassen. Das Stück wird mit ungeheuerer Kraft und Energie herausgeschrieen, wird ein Teil der künstlerischen Besessenheit dieser beiden Hauptakteure.

Jeden Freitag und Samstag ab 18:00 Uhr werden neue Folgen des Stückes „Das Zentrum lebt“ gespielt. Seien Sie gespannt auf diese Lebendigkeit, die Sie dann erfahren werden, oder werden Sie ein Teil davon!

Heute, am 06.06.2014 um 18:00 Uhr geht es los!

Ich bin dabei! Sie auch?

Stefan Kolosko wuchs im Ostberlin auf und studierte an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Es folgten Engagements z.B. am Düsseldorfer Schauspielhaus, der Volksbühne Berlin, dem Berliner Ensemble sowie dem Züricher Schauspielhaus. Stefan Kolosko verband auch eine langjährige Arbeit mit Christoph Schlingensief und Einar Schleef. In der letzten Inszenierung von Christoph Schlingensief (Via Intolleranza II) spielte Stefan Kolosko das - Alter Ego. Dieses Stück konnte man 2011 beim Festival Politik im Freien Theater in Dresden sowie beim Berliner Theatertreffen sehen, 2012 auch beim Theaterfestival in Warschau. Schlingensiefs Kurzfilm „The African Twin Towers“, in dem Stefan Kolosko die Hauptrolle übernahm, wurde zur Biennale 2012 eingeladen. 2012 folgte im Rahmen des Berliner Theatertreffens die Premiere von Sybille Dahrendorfs Dokumentation über Christoph Schlingensiefs Operndorf mit dem Titel „Knistern der Zeit“. Auch spielte Stefan Kolosko im ZDF-Zweiteiler „Deckname Luna“ mit, der 2012 Premiere beim Filmfest München hatte. 2013 hatte Stefan Kolosko einen Dreh mit George Clooney in seinem neuen Film „Monuments Men“, der bei der Berlinale 2014 als Weltpremiere vorgestellt wurde.

Nina Ender wurde in Erlangen geboren, absolvierte das Grundstudium in Journalistik und Germanistik mit Schwerpunkt Theater an der Universität Hamburg und studierte von 2004-2008 Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin. Nina Eder wurde mehrfach für ihre Arbeit ausgezeichnet, wurde 2005 zum Dramatikerworkshop beim Berliner Theatertreff und 2006 zum Wochenende der jungen Dramatiker an den Münchner Kammerspielen mit den Stück „Neues Land“ und dem Stück „Still Still meine kleine Tochter“ eingeladen. Auch zu den Werkstätten am Wiener Burgtheater sowie zum Forum Junger Autoren Europas der Theaterbiennale Wiesbaden erhielt Nina Ender Einladungen. 2008 wirkte sie auch bei der Uraufführung von „Beta“ im Rahmen der „Deutschland-Saga“ an der Schaubühne Berlin mit. Mit „Die Wissenden“ gewann sie beim 5. Stückwettbewerb der Schaubühne Berlin, und 2009 wurde sie damit auch zum Autorenwochenende am Staatstheater Stuttgart eingeladen und erhielt ein Stipendiat der CAA Berlin sowie den Förderpreis für Literatur der Stadt Ulm. Weitere Stipendien: 2010 Jahres-Stipendium Literatur der Kunststiftung Baden-Württemberg, 2012 Projektstipendium des Jugendtheaterpreises Baden-Württemberg für „Pidkid.de“,
2012 Preisverleihung m Rahmen des internationalen Kinder- und Jugendtheaterfestivals „Schöne Aussicht“ in Stuttgart.

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