Kurzgeschichte

Beiträge zum Thema Kurzgeschichte

Kultur
Männertreu ( Lobelia erinus ) = Blaue Lobelie
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Männertreu und Fledermäuse... Ähnlichkeiten rein zufällig?!

Während ich so vor mich hin "gärtner", also neue Sommerblumen einpflanze, Unkraut zupfe, Pflanzen bewässer, fällt mir plötzlich die Ähnlichkeit zwischen einer Männertreu-Blüte und einer Fledermaus auf. Ihre Silhouette wirkt wie geklont. Dann habe ich wieder die Worte meiner netten Floristin im Kopf, als ich bei ihr die Pflanzen kaufte ... " Männertreu möchten Sie, Frau Mühlenfeld?! Das haben Sie doch gar nicht nötig!" Dann der Spruch einer frisch geschiedenen Freundin " Männer, sind wie...

  • Mülheim an der Ruhr
  • 25.05.13
  •  18
Kultur

Didi Lobster im Seepferdchenland ( Teil 6 )

Didi Lobster im Seepferdchenland Ein rauer und scharfer Wind fegt über die Meeresoberfläche dahin. Er treibt die Möwen vor sich her, die über schaumbedeckte Wellen dahingleiten und ihre Flugkünste zeigen. Hin und wieder stürzt sich eine wie ein Pfeil herab, taucht ins Wasser und kommt mit einem kleinen Fisch...

  • Langenfeld (Rheinland)
  • 02.05.13
LK-Gemeinschaft

Die "Männer und Frauen" - Kurzgeschichte zum Wochenende: Eine Viertelstunde ganz normaler Alltagswahnsinn im Leben einer Frau

Gerade bei diesem Beitrag habe ich lange überlegt, ob ich sie überhaupt in mein Kurzgeschichtenbuch mit aufnehme. Zu meiner Überraschung bin ich ausgerechnet auf diese Geschichte am häufigsten angesprochen worden :-) Eigentlich bin ich ein recht gelassener und ordnungsliebender Mensch - eigentlich. Aber es gibt gelegentlich Situationen, die eine etwas unkonventionellere Handhabung der Dinge erfordern… An diesem Feiertag nach einer Runde Joggen glücklich zu Hause angekommen, erledigte ich...

  • Kleve
  • 20.04.13
  •  12
LK-Gemeinschaft

Du bist so eiskalt!!

Ich habe lange mit mir gerungen, doch nun ist es soweit. Ich werde unsere Beziehung beenden. Früher, ja früher, da warst Du mit Deiner kühlen Art eine Herausforderung für mich. Mit meinem Feuer habe ich Dich zum Dahinschmelzen gebracht. Habe Dich und Deine windigen Freunde willkommen geheißen, Deine ganz eigene Schönheit genossen und viel Spaß mit Dir gehabt. Doch nun beginne ich unter Deinem kalten Blick zu frieren. Dein eisiger Atem tötet langsam aber sicher meine Gefühle für Dich ab....

  • Kleve
  • 24.03.13
  •  9
LK-Gemeinschaft
2 Bilder

Wer kennt's noch: Rundlauf - bitte aaanstellen!

Wie Sie ja alle wissen, gibt es im Leben bestimmte Dinge, die man nicht verlernt - Radfahren gehört beispielsweise genauso dazu wie Rollschuhlaufen, zu neudeutsch Inlineskating - sowie die schönste Nebensache der Welt. Aber es gibt natürlich auch noch ganz andere Sachen... Gestern morgen kam das Gespräch auf die Tischtennisplatte im Aufenthaltsraum und ich wurde zum Mitmachen motiviert. Jeden Abend ab sechs Uhr würde dort Rundlauf gespielt. Mein zögerlicher Einwand, ich hätte doch seit...

  • Kleve
  • 13.03.13
  •  5
Kultur

Hauchzartes

Heute war Freitag. Waschtag. Er war darauf programmiert. Wie der 60 Grad-Knopf der Maschine. Mechanisch räumte Uwe Socken und Unterwäsche in die geöffnete Luke, füllte Pulver in die Kammer, drehte die Wasserzufuhr auf, schloss die Tür und drückte die Starttaste. Nichts rührte sich. Absolute Stille. Kein Rauschen einlaufenden Wassers war zu hören. Uwe starrte minutenlang auf das blinde Glasauge seines verstaubten Gegenübers, das seine besten Jahre längst hinter sich hatte. Er rang mit der...

  • Düsseldorf
  • 01.03.13
  •  1
Kultur

Zwischen den Jahren

Allen Lesern des Lokalkompass: Ein gesundes, glückliches neues Jahr ! Es ist schon eine besondere Zeit so zwischen Weihnacht und Neujahr: Mit sentimantalen Minuten, alten Mythen, man soll keine Wäsche waschen (!?), mit aufgeräumtem Schreibtisch ins neue Jahr gehen, sich an vergessene Freunde erinnern ... Oder in Ruhe was lesen, z.B. Martin Suter, Die Zeit, die Zeit und wer nicht soviel Zeit hat, was kürzeres: „Macht‘s gut … zwischen den Jahren!“ Sie hatten nichts Intelligenteres ...

  • Emmerich am Rhein
  • 26.12.12
  •  1
Kultur

Der Tisch

stand mitten im festlich geschmückten, und nach Tannenduft und Weihnachtsgebäck duftenden Wohnzimmer. Hergestellt war er aus edlem Vollholz. Noch heute konnte er die kundigen Hände des Meisters auf seiner Oberfläche fühlen. Wie an ihm gesägt, geschliffen, gefeilt, poliert wurde. Allein bei diesem Gedanken rieselte ein wohliges Gefühl durch seine Adern. Bei der Frau, die ihn kaufte, war es Liebe auf den ersten Blick. Regelmäßig wurde er von ihr mit Möbelpolitur verwöhnt. Dieser herrliche...

  • Dinslaken
  • 03.12.12
  •  11
Kultur

Normalitäten

Normalitäten Nicole legte die sorgfältig zurechtgeschnittenen Leichenteile einer sehr jungen Kuh, die ihr Leben auf einer saftig-grünen Weide verbracht hatte, auf den Teller. Sie würzte mit blassrosa Himalajasalz. Auf der Oberfläche der Fleischstücke bildeten sich winzige Blasen, als würden sie schwitzen. Der samtschwarze, frisch gemahlene Bergland-Pfeffer ließ einige, wenige der Bläschen platzen. Nicole zog die Stücke durch ein aufgeschlagenes Ei; von einer glücklichen Henne am Vortag...

  • Hattingen
  • 21.10.12
  •  2
Kultur

Vorstellungsgespräch 2012

Franzbranntwein soll angeblich bei schwitzenden Händen wirken. Davon merkte Paul in diesem Moment nichts. Mindestens dreimal hatte er heute Morgen seine Hände damit abgerieben. Jetzt waren sie wieder feucht. Er ging in dem kleinen Vorraum auf und ab, ignorierte die verstaubten Plastikpflanzen, und versuchte tief und lange ein- und auszuatmen. Dies würde sein drittes Vorstellungsgespräch in dieser Woche sein und er hoffte inständig, dass es diesmal klappen würde. Erst vor vier Wochen war er...

  • Hattingen
  • 29.09.12
  •  4
Kultur

Game over

Game over Durch das Trommelfeuer der Schlacht hört Lena, von ganz weit her, ein Baby wimmern. Noch zwei, drei Gegner dann ist sie so weit. Jetzt kann sie unmöglich aufhören. Der Sieg ist so gut wie sicher. Das Weinen wird lauter. Widerwillig wirft sie die Maus auf den Tisch, steht auf, reibt sich die brennenden Augen und geht hinüber zum Kinderbett. Sie beugt sich über das kleine Mädchen, umfasst es mit beiden Händen und hebt es heraus. „Was hast du denn, Süße?“, flüstert sie. Mit...

  • Hattingen
  • 21.09.12
  •  4
Natur + Garten

Sommerliebe hinter dem alten Rhododendron...

Es war wieder soweit. Die Abenddämmerung hielt Einzug und der Park wurde still. Die fleißigen Musikanten und Sänger des Tages machten nach und nach Feierabend und räumten die Bühne für die Nachtschicht. Diese stimmte ihr fröhliches mehrstimmiges Konzert an. Es war ein Glucksen und Quaken, das sich mit dem Zirpen der Grillen mischte. Auf den Wegen des weitläufigen Geländes kehrte Ruhe ein. Die Menschen überließen der Natur das nächtliche Revier. Und über all dem tauchten Tausende von...

  • Düsseldorf
  • 13.07.12
  •  2
Kultur

Literatur-Hotel Preis 2012: Ramona Breder "Gedankenkrank"

Soll man sich wirklich darüber den Kopf zerbrechen wie die Welt wirklich ist? Manche Menschen können sich es gar nicht aussuchen und zerbrechen sich jeden Tag den Kopf. So ein Mensch bin ich. Jeden Tag gibt es Dinge die ein Wirr-Warr in meinen Gedanken auslösen. Belanglose Dinge, nervige Dinge, ängstliche sowie traurige und schöne Dinge. Aber die meiste Zeit ist man mit den Negativen Gedanken beschäftigt. Man wird in den Medien und im Alltag von Ereignissen begleitet, die einem jeden Tag die...

  • Dinslaken
  • 02.05.12
Kultur

Die Osterhasenprüfung - Leos größter Traum

Unruhig wälzte Leo sich auf seinem hellgrünen Grasbett. Die langen Schnurrhaare um das niedliche Näschen vibrierten. Unter seiner schmalen und dicht behaarten Brust schlug sein Herz in wilden Hasensprüngen. Im Traum zuckten die Lider mit ihren dichten Wimpernkränzen über seinen sonst immer neugierigen und funkelnden Braunaugen. Leos lange Lauscher schienen noch die vielen Aufträge und Anordnungen der letzten Wochen und die Stimme seiner Auftraggeberin zu hören: „Lauf schnell zu Bauer Walter und...

  • Düsseldorf
  • 07.04.12
  •  1
Überregionales

Mein Leben als Küchentisch

Angefangen hatte alles recht harmlos. Als meine alte Frau Wittig starb, war ich maßlos traurig. Ihr halbes Leben lang hatte sie ihr Tagwerk an meiner Seite verbracht. Bohnen schnibbeln, Kartoffeln schälen, Zwiebeln hacken. Nur selten gönnte sich Frau Wittig eine Tasse Kaffee und die Muße, einfach nur dazusitzen und Selbstgespräche zu führen. Frau Wittig erhielt nie Besuch, daher sprach sie oft und gerne mit sich selbst. Schimpfte und fluchte und weinte auch zwischendurch. Manchmal packte sie...

  • Düsseldorf
  • 28.03.12
  •  17
Überregionales

Glück machen

Erinnern Sie sich an mich? Ich bin´s ! Der Stein von der Verkehrsinsel, dieser da, der weg gekickt wurde und dann tagelang auf einem Zebrastreifen ausharrte. Um dann unversehens Karriere als Glücksbringer zu machen. Ich glaube, das nennt man wirklich Glück! Mit ungewissem Schicksal trüb in den Tag zu schauen und dann auserkoren zu werden. Neuer Wohnsitz: eine warme und gemütliche Hosentasche. Dass es so schwierig werden könnte, ein neues Leben als Glücksstein zu organisieren, das...

  • Düsseldorf
  • 24.03.12
  •  9
Überregionales

Stein sein

Dieses Miststück von kleinwüchsigem Altrocker hatte mich mit Wucht und Wut im Bauch über die Straße getreten. Und da lag ich nun im Rinnstein einer Hauptverkehrsstraße, gefährlich nah neben einem Gully. `Jetzt bloß kein Starkregen´ bibberte meine kleines steinernes Herz. Ich fror. Und zwar ganz erbärmlich! Vorher hatte ich es mir so schön gemütlich gemacht. Auf einer kleinen begrünten Verkehrsinsel, im kuscheligen Gras. Das war schon voll okay, dass es der Stadt an Geld fehlte und sie...

  • Düsseldorf
  • 22.03.12
  •  13
Überregionales

Die knisternde Kurzgeschichte zum Wochenende: Heiße Nächte mit Dir

Unzählige Abende ist sie froh, dass es Dich gibt. Haut an Haut mit Dir zu liegen tut ihr so gut! Wenn Du sie mit Deiner Hitze allmählich in Flammen setzt und sich dieses Kribbeln, dieses wohlig-warme Gefühl in ihrem Bauch ausbreitet. Von Deiner Nähe kann sie einfach nicht genug bekommen, ganz eng schmiegt sie sich an Dich. Du verwöhnst erst ihre Füße, arbeitest Dich ganz langsam vor zu ihrem Rücken, ihrer Brust. Keine Stelle ihres Körpers, die Dir nicht vertraut ist. Du weißt einfach, was sie...

  • Kleve
  • 09.03.12
  •  6
Kultur

Ihr Baby

war entführt worden. Was konnte es Schlimmeres für sie geben. Ein kurzer, unbeaufsichtigter Moment hatte ihr Leben aus den Angeln gehoben. Wie konnte das passieren? Nur ganz kurz war sie in dem Lebensmittelladen gewesen. Durch die große Glasscheibe war ihr Liebling in seinem Buggy gut zu sehen. Vergnügt sah er sie mit seinen dunklen, schelmischen Augen an. Ein warmes Glücksgefühl durchströmte sie dabei. Für einen kurzen Moment wurde ihre Aufmerksamkeit an der Kasse abgelenkt. Als sie aus...

  • Dinslaken
  • 03.02.12
  •  7
Sport
Ich, im Einsatz

Ein Stück Kunststoff oder: Die Geburt einer Legende

Am Anfang war ich ein einfaches Stück Plastik, flach, ungefähr 4 Millimeter dick und etwa einen halben Quadratmeter groß. Mit vielen Artgenossen lag ich fein säuberlich aufgestapelt in einem riesigen Regal. Eines Tages durchbrach ein surrendes Geräusch die Lagerhalle in der wir untergebracht waren. Ich wagte einen vorsichtigen Blick und sah einen Gabelstapler direkt auf uns zukommen. „Jungs,“ raunte ich den anderen zu, „ich glaube es geht los für uns.“ Und richtig: Der Stapler hob unseren...

  • Dortmund-Ost
  • 12.08.11
Kultur
Das bin ich!

Der Kunstrasen

Ich bin rund 100 Meter lang und etwas über 50 Meter breit. Mein wohltuendes Grün wird nur durch ein paar weiße Linien, Kreise und Punkte unterbrochen. Seit zwei Jahren liege ich jetzt hier auf dem Sportplatz an der Lippstädter Straße. Es hat mehr als ein Jahr gedauert, bis ich in meiner ganzen Schönheit zur Geltung kommen konnte. Ganz am Anfang war ich noch in einzelnen Stücken aufgerollt und in stickige Plastikfolie eingesperrt. Es war eine schier endlos scheinende Reise in einem dunklen und...

  • Dortmund-Ost
  • 01.08.11
  •  1
Kultur

Der Liebesbrief

Mein Geliebter. Ich kann nicht mehr essen, nicht mehr schlafen, nicht mehr denken und nichts macht mir mehr Freude ohne dich. Es gibt keine Worte, mit denen ich dir sagen kann, wie sehr ich dich vermisse. Dein liebevoller Blick, dein verschmitztes Lächeln, ich sehne mich geradezu körperlich danach. Gestern erst bin ich durch unseren Park gegangen. An der Stelle, an der wir uns das erste Mal geküsst haben, musste ich weinen. Ich fühle noch jetzt deine Küsse auf meinen Lippen, und sehne mich nach...

  • Dinslaken
  • 29.09.10
  •  10
Kultur

Das Kind

Der Sonnenaufgang an diesem Tag war besonders schön. Doch es war noch Nacht und das Kind lag in tiefem Schlaf. Vielleicht träumte es von Drachen und Prinzen? Wer weiß schon um die Träume eines fremden Kindes. Mit zunehmender Helligkeit wurde der Schlaf des Kindes unruhiger und es begann aufzuwachen. Zuerst wusste es nicht so richtig, wo es war. Doch dann begann es sich zu erinnern. Mitten in seine Gedanken hinein, wurde die Türe geöffnet. Die Frau betrat das Zimmer und schaute es nachdenklich...

  • Dinslaken
  • 26.09.10
  •  7
Kultur

Ein Ausflug

Linas Ausflug der Sinne Das Kinn auf ihre, an den Brustkorb herangezogenen Knien gestützt, hockt sie im Schatten der alten Akazie an dem kleinen Wehr, der dem ruhigen Bächlein ein wenig mehr Fließgeschwindigkeit verschafft. Sie beobachtet das muntere Spiel der Insekten in den vereinzelten Sonnenstrahlen, die sich durch das dichte Blätterdach des Baumes zwängen. Hin und wieder verirren sich ein paar Tropfen des aufschäumenden Wassers auf ihrer Nasenspitze. Wenn sie ihr über die Haut laufen...

  • Mülheim an der Ruhr
  • 10.09.10
  •  2
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