Ökumenischer Tiergottesdienst setzte Zeichen zur Bewahrung der Schöpfung
Streicheleinheiten und Gottes Segen

In ihrer Ansprache fand Pfarrerin Anja Humbert auch kritische Worte zu Massentierhaltung, Überzüchtungen und Tierquälerei.
Fotos: Reiner Terhorst
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  • In ihrer Ansprache fand Pfarrerin Anja Humbert auch kritische Worte zu Massentierhaltung, Überzüchtungen und Tierquälerei.
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„Im übernächsten Jahr können Menschen und Tiere gemeinsam das Silber-Jubiläum feiern“, strahlten die evangelische Pfarrerin Anja Humbert und die katholische Pastoralreferentin Schwester Mariotte mit der Sonne um die Wette. Die Menschen applaudierten, und das spontane Bellen von Boardercollie Anton sollte wohl signalisieren, dass die Tiere die Botschaft auch verstanden haben.

Der inzwischen 23. Ökumenische Tiergottesdienst, der seit einigen Jahren auf dem Vorplatz der Marxloher Kreuzeskirche durchgeführt wird, wird noch einige Jahre Bestand haben, ist er doch stets ein flammender Appell, Gottes Schöpfung zu bewahren. Auch diesmal wurde die alljährliche Veranstaltung von gut 200 Tierfreunden aus ganz Duisburg und sogar aus Moers und Dinslaken besucht. Sie war also wieder ein voller Erfolg. Über 50 Tiere begleiteten „ihre“ Menschen. Die Hunde waren in der Überzahl, aber auch Katzen, Vögel, Hamster, Kaninchen und ein Meerschwinchen füllten den Gottesdienst teils lautstark mit Leben.

Kindergartenkinder sangen von
Nashörnern und Elefanten

In den Liedern der vier Kindergartenkinder aus dem Kindergarten von St. Peter Marxloh kamen noch ganz andere Tier zum Vorschein. Von Nashörnern sangen die Kinder, von Elefanten und Krokodilen. Es ging fröhlich zu beim Tiergottesdienst und bunt zudem.

Allerdings sparten Anjka Humbert und Schwester Mariotte auch nicht mit kritischen, mahnenden Worten.Tierversuche wurden thematisiert, Tierquälerei, Überzüchtungen durch Profitgier angeprangert. „Muss denn eigentlich jeden Tag Fleisch auf den Tisch?“, fragte Humbert die Menge, als sie über die schlimmen Auswüchse bei der industriellen Massentierhaltung berichtete. Ein vielstimmiges Nein der Gemeinde sprach ihr wohl aus der Seele. Und die Reaktion der Gottesdienstbesucher zeigte, dass sie etwas zum Nachdenken mit auf den Weg bekamen.

Die Erfolgsgeschichte ist
noch lange nicht beendet

Lebhaft wurde es noch einmal zum Abschluss, als die Tiere gesegnet wurden. Sie nahmen gelassen, teils sogar schnurrend oder Schwänzchen wedelnd, das Weihwasser von Schwester Mariotte und einige Streicheleinheiten entgegen. Noch lange nach dem Gottesdienst blieben Mensch und Tier beisammen, bekamen fleischlose Leckereien serviert und sprachen über Gott und die Welt, Hund und Katz'. Musikalische Untermalung erfreute die Teilnehmer zudem.

Gesammelt wurde auch. Die Kollekte kam zu gleichen Teilen der Tiertafel Duisburg und dem Verein „Jugend im Aufbruch“ zugute. Ein vielstimmiges „Bis zum nächsten Jahr“ verdeutlichte, dass die Erfolgsgeschichte Tiergottesdienst noch lange nicht beendet ist.

Autor:

Reiner Terhorst aus Duisburg

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