Linke fordert sozial-ökologisches Vorzeigequartier am Alten Güterbahnhof
"Sozialer Charakter enorm wichtig"

Die Linke hat konkrete Ideen für die Bebauung des Geländes am Alten Güterbahnhof.
  • Die Linke hat konkrete Ideen für die Bebauung des Geländes am Alten Güterbahnhof.
  • Foto: Bernd Uhlen
  • hochgeladen von Marcel Faßbender

Zurzeit läuft das Auswahlverfahren für die verschiedenen Architektenentwürfe zur Bebauung des Areals am Alten Güterbahnhof. Lob und Kritik zum Verfahren kommt von der Linken.

Herbert Fürmann, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Linksfraktion, bemerkt: „Wir begrüßen die transparente Darstellung der einzelnen Entwürfe im Internet ebenso wie die Informationen über die Zusammensetzung der Jury und die einsehbaren Entscheidungen zur Auswahl der verbleibenden sieben Entwürfe. Gleichwohl hätten wir uns gewünscht, dass die Bürger die Möglichkeit gehabt hätten, ihre Wünsche ausführlicher als auf 96 Zeichen beschränkt zu äußern. Was wir nicht nachvollziehen können, ist, dass Entwürfe mit einem hohen Grünanteil zugunsten eines höheren Anteils von Bebauung überarbeitet werden müssen.“
Ginge es nach der Linken, würde auf dem Gelände des Alten Güterbahnhofs ein soziales und ökologisches Vorzeigequartier entstehen. Erkan Kocalar, Fraktionsvorsitzender der Linken, formuliert seine Erwartungen an das neue Wohngebiet: „Wir wollen einen klimagerechten Stadtteil, der höchste Umweltstandards mit dem sozialen Anspruch einer Stadt für alle miteinander vereint. Wir wünschen uns ein Wohngebiet, das mehr Energie erzeugt als es verbraucht, mit begrünten Dächern und Photovoltaikanlagen, mit wenig Verkehr, ausgedehnten Grünzügen und attraktiven grünen Wegeverbindungen für Fußgänger und Radfahrer von Nord nach Süd und in die benachbarten Viertel östlich und westlich sowie einer Anbindung an den RS1. Zusätzlich könnten wir uns auf einer Teilfläche eine höhere Bebauung vorstellen als in den Entwürfen.
Neben den ökologischen Aspekten ist uns der soziale Charakter enorm wichtig. Der Wohnraum im neuen Wohngebiet muss auch für Duisburger mit geringem Einkommen bezahlbar sein. Wir wollen ein sozial durchmischtes Quartier. Deshalb sollte der Anteil an Sozialbauwohnungen entsprechend bei 40 bis 50 Prozent liegen.“ Die Linke begründet ihre Forderung damit, dass ebenso viele Duisburger ein Anrecht auf einen Wohnberechtigungsschein hätten. Zudem weist die Fraktion darauf hin, dass Duisburg in hohem Maße sozial gespalten sei.
Im Jahr 2017 entschied sich mit 51,09 Prozent eine knappe Mehrheit der Duisburger Bevölkerung in einem Bürgerentscheid gegen ein Outlet-Center auf dem 30 Hektar großen Gelände am Alten Güterbahnhof. Die Linke lehnte früh die Pläne der Verwaltung für ein DOC – anders als SPD und CDU – ab und forderte stattdessen den Rückkauf des Areals durch die Stadt und die Entwicklung im Sinne des Foster-Plans mit Wohnbebauung, Büros und Grünanlagen.

Autor:

Lokalkompass Duisburg aus Duisburg

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