Smart Hospital-Pläne sind eine Schmalspurlösung für den Essener Norden
Proteste gegen Krankenhausschließungen gehen am Samstag weiter

Auch der VdK OV Essen-Altenessen/Karnap beteiligte sich bereits an den Protesten (Foto). „So darf die soziale Zukunft in der ortsnahen Gesundheitsvorsorge nicht aussehen“, erklärte Birgit Petereit, Stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende, die Beweggründe. Insbesondere für die ältere Generation bedeuteten die Veränderungen eine deutliche Verschlechterung: längere Anfahrtswege und noch längere Wartezeiten bei Einweisungen für eine stationäre Behandlung. Foto: VdK
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  • Auch der VdK OV Essen-Altenessen/Karnap beteiligte sich bereits an den Protesten (Foto). „So darf die soziale Zukunft in der ortsnahen Gesundheitsvorsorge nicht aussehen“, erklärte Birgit Petereit, Stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende, die Beweggründe. Insbesondere für die ältere Generation bedeuteten die Veränderungen eine deutliche Verschlechterung: längere Anfahrtswege und noch längere Wartezeiten bei Einweisungen für eine stationäre Behandlung. Foto: VdK
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Die Contilia schafft Fakten, im Marienhospital in Altenessen sind bereits die Lichter ausgegangen. Die Proteste gegen die Krankenhausschließungen im Essener Norden reißen nicht ab. Am Samstag, 31. Oktober, sind verschiedene Aktionen geplant.

von Christa Herlinger

Um 11 Uhr lädt der Koordinationskreis für das Bürgerbegehren "Krankenhäuser retten - Versorgung sichern" vor die Sparkasse in Katernberg ein. An der Katernberger Straße 40 wollen Jutta Markowski und ihre Mitstreiter weiter für den Erhalt der Standorte kämpfen. "Wir laufen sonst Gefahr, eine gefährliche Versorgungslücke aufzureißen. Und die entsteht nicht allein durch das Corona-Virus." Ziel der Unterstützer ist es, ein entsprechendes Bürgerbegehren auf den Weg zu bringen. Seit Juli allerdings liegt die Idee auf Eis. Zwangsweise. "Wir warten auf die Kostenschätzung durch das Rechtsamt", berichten die Initiatoren. Ohne die, können keine Unterschriften gesammelt werden. Ohne Unterschriften kein Bürgerbegehren. Der Koordinationskreis hat sich anwaltliche Unterstützung gesucht. "Seit dem laufen zumindest wieder Gespräche."

Stadt mit in die Verantwortung nehmen

Die Unterstützer der Bürgerbegehren-Idee wollen die Stadt mit in die Verantwortung holen. "Das, was wir bislang über die Pläne zur Sicherung der Gesundheitsversorgung im Essener Norden nach Contilia wissen, ist eine Schmalspurlösung. Ambulanzen ohne stationäre Betten, Smartangebote. Damit lassen sich weder Kinder kriegen noch Herzinfarkte versorgen." Jutta Markowski und die anderen möchten, dass die Stadt Voraussetzungen für eine vernünftige Versorgung der Menschen hier schafft. "Und dass die Bürger mitsprechen."

Kahlschlag bei Arbeitsplätzen und Betten

Das Internationalistische Bündnis und die Bürgerversammlung vom 8. Oktober möchten die Stadt außen vor lassen. Sie laden ebenfalls am Samstag ab 11 Uhr zu Kundgebung und Demonstration auf den Altenessener Forumsplatz (gegenüber dem Allee-Center) ein.
„Der Kahlschlag bei Arbeitsplätzen und Betten wird nicht nur die sozialen Probleme in unseren Stadtteilen verschärfen, sondern bedeutet auch eine unverantwortliche massive Verschlechterung der Gesundheitsversorgung", so die Veranstalter. Wort- und Kulturbeiträge am Offenen Mikrofon, Plakate, Transparente und Fahnen sind auf dem Forumsplatz erwünscht. "Die Betroffenen sollen eine Stimme bekommen. Unser Ziel muss sein, die Krankenhäuser zu etablieren, die vor Ort gebraucht werden."

Gerade für die Älteren wird es schlechter

Proteste gegen die Schließungen - von denen eine bereits vollzogen ist - werden auch von den Grünen im Essener Norden organisiert. Seine Stimme erhebt auch der VdK OV Essen-Altenessen/Karnap. Der Verband beteiligte sich aktiv an Protestaktionen. „So darf die soziale Zukunft in der ortsnahen Gesundheitsvorsorge nicht aussehen“, erklärte Birgit Petereit, Stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende, die Beweggründe. Insbesondere für die ältere Generation verändert sich die Situation nach Schließung der stationären Häuser in die falsche Richtung: Es verschlechtert sich,  längere Anfahrtswege und noch längere Wartezeiten bei Einweisungen für eine stationäre Behandlung seien die Folge. Foto: VdK

Auch der VdK OV Essen-Altenessen/Karnap beteiligte sich bereits an den Protesten (Foto). „So darf die soziale Zukunft in der ortsnahen Gesundheitsvorsorge nicht aussehen“, erklärte Birgit Petereit, Stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende, die Beweggründe. Insbesondere für die ältere Generation bedeuteten die Veränderungen eine deutliche Verschlechterung: längere Anfahrtswege und noch längere Wartezeiten bei Einweisungen für eine stationäre Behandlung. Foto: VdK
Insbesondere für die ältere Generation sind die Veränderungen nach Schließung der beiden Krankenhäuser eine klare Verschlechterung: Bedeuten sie doch längere Anfahrtswege und noch längere Wartezeiten bei Einweisungen für eine stationäre Behandlung.
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Lokalkompass Borbeck aus Essen-Borbeck

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