mitWirkung!: dein Park, deine Meinung

Bewegte Bilder für die BV V: Die Meinungen von Kindern und Jugendlichen zum Kaiserpark wurden filmisch festgehalten. Fotos: Müller/JHE
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  • Bewegte Bilder für die BV V: Die Meinungen von Kindern und Jugendlichen zum Kaiserpark wurden filmisch festgehalten. Fotos: Müller/JHE
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Familien lassen auf dem Grün die Seele baumeln, Jugendliche chillen zur Musik des DJs und die Kurzen stimmen sich an der Torwand für den EM-Auftakt ein: Mit mehr als 500 Besuchern ein voller Erfolg war ein Fest, zu dem die Jugendhilfe Essen (JHE) zusammen mit zahlreichen Kooperationspartnern am vergangenen Freitag, 10. Juni, in den Kaiser-Wilhelm-Park einlud. Die Aktion im Rahmen des Projekts „mitWirkung!“ des Jugendamts der Stadt Essen sollte der Anlage nicht nur einen Tag lang neues Leben einhauchen, sondern will den Park durch Ideen und Vorschläge von Jugendlichen auf lange Sicht als Treffpunkt und Aufenthaltsort etablieren.

„Als Kind bin ich hier wirklich gerne hingegangen“, erinnert sich Michelle Böhmke, Sozialpädagogin der Jugendhilfe Essen und Mitorganisatorin der Aktion „Tag im Park“. „Heute höre ich von vielen Jugendlichen, dass sie sich hier abends nicht mehr hintrauen.“ Mit dieser Meinung sind sie nicht alleine: Die Spielgeräte im Kaiserpark sind teils marode, unzureichende Beleuchtung lässt das Gelände nach Sonnenuntergang zur Tabuzone werden und Drogen- und Trinkerszene schrecken von einem Besuch ab.
Doch selbst abseits dieser Schwierigkeiten fehlt gerade jungen Menschen ein Anreiz, sich in der Altenessener Anlage aufzuhalten: „Die Jugendlichen können mit dem Park wenig anfangen“, weiß die JHE-Pädagogin, „es gibt einfach zu wenig jugendgerechte Infrastruktur.“

Party im Park

Im Rahmen der Aktion „Dein Block – Deine Meinung“ des Projekts „mitWirkung!“ kamen Jugendliche Ende letztens Jahres auf die Idee, den Kaiserpark als Treffpunkt zu präsentieren und seine guten und schlechten Seiten zu beleuchten: „Wir nehmen einen Tag den Park für uns ein und machen auf uns aufmerksam“, erläutert Ute Starkl vom Jugendamt der Stadt Essen.
Dafür luden die Organisatoren zu einem großen Fest auf die Altenessener Anlage: Zwischen 16 und 18 Uhr konnten sich zuerst die Kleinen in Seifenkisten oder auf Hüpfbällen wilde Rennen liefern, ihre Fähigkeiten am Ball beim Torwandschießen beweisen oder auf Tuchfühlung mit den Tieren der Jugendfarm Altenessen gehen. Favorit der Kinder war aber eine Kletteraktion, in den Wipfeln versteckt wartete eine kleine Belohnung auf alle mutigen Gipfelstürmer: „Ganz im Zeichen der heute startenden EM“, zwinkert Böhmke.
Ab 18 Uhr waren die Jugendlichen an der Reihe, auf dem Programm standen unter anderem ein Rap-Workshop sowie eine Graffiti-Aktion: „So lernen die Jugendlichen unsere Arbeit und unsere Angebote kennen“, erklärt die Jugendhilfe-Pädagogin.

Dein Park, deine Meinung

In der gesamten Zeit gab eine Befragung den Kindern und Jugendlichen die Gelegenheit, den Park nach ihren Wünschen und Vorstellungen zu gestalten. In einer kurzen Umfrage konnten sie Lob, Kritik und Verbesserungsvorschläge loswerden, mithilfe einer Karte des Parks verschiedene Orte bewerten. Wenig beliebt sind beispielsweise Trinkerpavillon und kaputter Spielplatz, Daumen hoch gibt’s für Fußballfeld, Wiese und See.
Besonders bemängelt wurden von den rund 30 Befragten die fehlenden Angebote: So wünschten sich die Jugendlichen sowohl einen zweiten Fußballplatz wie auch eine Ausbesserung der Wege, damit diese fürs Inline- und Longboard-Fahren genutzt werden können. Gleichzeitig sähen die Teenager gerne mehr Veranstaltungen im Kaiserpark. Gelobt wurde deshalb der bunte Nachmittag, vermisst wird gerade der Kinderflohmarkt, der früher regelmäßig auf dem Gelände stieg.
Die vielen Ideen und Vorschläge sollen nicht nur Momentaufnahme bleiben, sondern eine nachhaltige, auch politische Wirkung haben. Deshalb werden die verschiedenen Beiträge zu einem kurzen Film zusammengeschnitten, der in der Septembersitzung der Bezirksvertretung V vorgestellt wird. Für die Jugendlichen endete der Abend im Kinder- und Jugendhaus Palme 7, dort begingen sie gemeinsam das Fastenbrechen.

Autor:

Alexander Müller aus Essen-Borbeck

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