Podiumsdiskussion zum Kampf um die Arbeitsplätze bei Opel auf dem Pfingstjugendtreffen

"Opel Bochum: Kampf um jeden Arbeitsplatz für die Zukunft der Jugend!"
Das ist das Motto einer Podiumsdiskussion des Solidaritätskreises für den Kampf der Opelaner auf dem 16. Internationalen Pfingstjugendtreffen.

Im Einladungsflyer heißt es u.a.:

Seit Monaten steht der Widerstand der Bochumer Opel-Arbeiter gegen die Werksschließung im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion. In einer Podiumsdiskussion mit Vertretern der Belegschaft und der Solidaritätsbewegung geht es darum, wie und mit welcher Perspektive dieser Kampf weiter geführt werden muss: Lässt sich ein Streik wie 2004 wiederholen? Wie muss der Kampf geführt werden um das Werk, um 45.000 Arbeitsplätze in NRW und für die Zukunft der Jugend? Azubis aus der Lehrwerkstatt berichten vom gemeinsamen Kampf von Jung und Alt um ihre Übernahme.

Pfingstsonntag, 19. Mai 2013
von 17.15 bis 18.45 Uhr
auf der Hauptbühne
zwischen den "Spielen ohne Grenzen" und dem Abschlussfest

Die Einnahmen aus der Veranstaltung gehen direkt in die Streikkasse des Solidaritätskreises für den Kampf der Opelaner!

Provokationen des Opel-Managements gegen die Belegschaft gehen weiter

Als die Opel-Belegschaft am 21. März mit 76 Prozent den erpresserischen Knebelvertrag von General Motors ablehnte, ging ein Raunen durch das ganze Revier: Respekt für diese mutige Entscheidung! Seitdem wird über die Medien massiv versucht, diese Stimmung der Solidarität zu kippen. Die Opel-Kollegen werden herablassend als „gescheiterte Gestalten“ dargestellt und ihnen noch selbst die Schuld für die geplante Werksschließung gegeben. Dabei haben sie nur Lehren aus vielen bitteren Erfahrungen gezogen und einen Tod auf Raten abgelehnt. Oder sollen sie noch dankbar dafür sein, wenn ihr Werk erst zwei Jahre später schließt? Sich auf solche Kuhhandel einzulassen, hat noch keinen Arbeitsplatz gerettet.

Es geht hier auch um mehr als um die Arbeitsplätze in Bochum. Im ganzen Revier hängen tausende Arbeitplätze und damit Zukunftschancen für die Jugend am Opel-Werk, auch in Essen. Auch in vielen Betrieben in Essen stehen wegen der anhaltenden Weltwirtschaft- und Finanzkrise zahlreiche Arbeitsplätze auf der Kippe. Auch hier stehen Belegschaften vor Entscheidungen: Kämpfen oder auf ein „kleineres Übel“ hoffen. Soll man sich wehrlos zur Schlachtbank führen lassen, nur weil bestimmte Leute behaupten, das sei „alternativlos“. Wirklich alternativlos ist nur eins: Wer kämpft, kann verlieren – wer nicht kämpft hat schon verloren.

Die Opelaner stehen jetzt vor der Entscheidung, trotz des Stilllegungsbeschlusses den Kampf für ihre Arbeitsplätze zu führen. Dazu brauchen sie nun mehr als unseren Respekt: Sie müssen sich unserer Solidarität sicher sein können!

In einer aktuellen Information geht der Bochumer Opel-Betriebsrat auf verschiedene Unwahrheiten des Opel-Managements ein und wendet sich gegen eine offensichtlich gesteuerte Medienkampagne gegen Belegschaft und Betriebsrat:

"Der Opel-Produktionsvorstand hat heute mitgeteilt, dass ab 2015 der Bochumer Zafira in Rüsselsheim gebaut werden soll. Das ist eine unglaubliche Provokation. Im Sommer 2012 hatte der Aufsichtsrat die Produktion des Zafira bis mindestens Ende 2016 für Bochum zugesagt. Diese Entscheidung war nie verknüpft mit den Tarifverhandlungen über einen Sanierungstarifvertrag. (…)
Verschärft wird die Lage dadurch, dass auch Zusagen gegenüber der IG Metall zum Erhalt des Bochumer Ersatzteillagers ebenfalls einseitig gebrochen werden. (…)
Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Es bestätigen sich die Informationen, dass die Verlagerung seit vielen Monaten von langer Hand vorbereitet wurde. (…) Damit wurde erneut willkürlich und einseitig gegen die Opel-Belegschaften entschieden. (…)
Die Entscheidung des Opel-Vorstandes läuft parallel mit einer von verschiedenen Kräften gesteuerten Kampagne gegen die Bochumer Belegschaft und Betriebsrat. (…)
Belegschaft, Betriebsrat und die Bochumer IG Metall werden die Schließung des Bochumer Werkes und die drohenden Massenentlassungen ab 2014 nicht akzeptieren. Es geht um die Zukunft von Opel aber auch um die Zukunft der ganzen Region."

Autor:

Bodo Urbat aus Essen-Nord

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