Teilhabe statt Ausschluss
"Inklusion endlich priorisieren"

Essener Schulen brauchen mehr Unterstützung beim Thema Inklusion, findet die Essener Linke. Daniel Kerekeš, Oberbürgermeisterkandidat für Die Linke, erklärt: "Es ist ein Unding, dass Kinder und Jugendliche mit Behinderungen wieder ins Abseits geschoben werden. Dass Lehrkräfte mehr Unterstützung brauchen, war von Anfang an klar, aber getan hat sich kaum etwas."

Lehrkräfte werden über das Land eingestellt, aber schulpsychologisches Personal oder Sozialarbeiterinnen und -arbeiter oder Inklusionspersonal von der Stadt. "Es ist unsere Aufgabe, Chancengleichheit zu schaffen. Gerade im Bereich der Inklusion sind wir davon aber noch sehr weit entfernt", findet auch Theresa Brücker, Spitzenkandidatin für Die Linke zur Kommunalwahl. Brücker weiter: "Wer keinen Zugang zu höheren Bildungsabschlüssen erhält, weil es an Schulen mangelt, die auf die individuellen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen eingehen können, verliert die Möglichkeit, das eigene Leben zu gestalten. Das ist ein schwerwiegender Eingriff in die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen."

Auch Behindertenwerkstätten kritisiert Kerekeš: "Die Bezahlung ist zu schlecht, die Aufgaben oft eintönig. Menschen berichten uns davon, wie sehr sie unter diesem Alltag gelitten haben, weil sie sich völlig unterfordert gefühlt haben. Eine wirkliche Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen Werkstätten somit nicht. Auswege gibt es kaum, viele Arbeitgeber wollen Menschen mit Behinderungen nicht einstellen."

Um einen Anfang zur Lösung dieses Problems zu schaffen, sieht die Linke auch die Stadt in der Verantwortung. Kerekeš: "Die Stadt beschäftigt über 9000 Menschen in 300 unterschiedlichen Berufen, rechnet man die Tochtergesellschaften dazu sogar noch mehr. Wir müssen hier auch als Beispiel voranschreiten und gezielt mehr Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen schaffen."

Auch der Stadtrat kann mehr für die Beteiligung von Menschen mit Behinderungen tun, findet Brücker: "Stadtratssitzungen sollen in Gebärdensprache übersetzt werden. Dass das bisher nicht geschieht, ist mir unbegreiflich."

Autor:

Michael Mahler aus Essen

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