Der Förderturm auf Haus Aden muss bleiben

Özcan Cüre
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Schützt Haus Aden, das wünscht sich zumindest Özcan Cüre. Nachdem der 25-jährige Oberadener aus den Medien erfahren hatte, dass die Existenz des Förderturms der ehemaligen Schachtanlage Haus Aden gefährdet ist, war für ihn sofort klar, dass er für den Erhalt des Förderturm kämpfen muss. Seine Familie ist vor über 40 Jahren in den Ruhrpott eingewandert. Sein Großvater sowie sein Vater arbeiteten im Steinkohlebergbau und viele Familienmitglieder und Freunde arbeiten heute noch im Bergbau. Özcan bedeutet der Förderturm sehr viel. Er ist quasi in seinem Schatten großgeworden und für ihn ist dieser Förderturm ein Zeichen der Verbindung, ein Symbol, das völkerverständigend ist. Nicht nur auf Haus Aden haben Menschen unterschiedlicher Nationalitäten gearbeitet, der gesamte Steinkohlebergbau im Pott ist von Menschen unterschiedlichster Nationalitäten geprägt. Bei der harten und gefährlichen Arbeit unter Tage spielte es für die Kumpels keine Rolle, aus welchem Land man stammte. Hier zählte nur das man sich aufeinander verlassen konnte. Wie heißt es so schön „Der Pott hat eine Nationalität“. Der Bergbau brachte aber nicht nur Wohlstand in unsere Region, viele bezahlten die harte und gefährliche Arbeit Untertage auch mit ihrem Leben oder erlitten Verletzungen. Viele erkrankten durch die Arbeitsbedingungen im frühen Steinkohlebergbau. Das sollten Gründe genug dafür sein, dass der Förderturm als Symbol der Völkerverständigung und der Arbeitskultur im Pott stehen bleibt.
Dafür kämpft Özcan Cüre jetzt. Er hat einiges vor. So er möchte mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln dafür kämpfen, dass der Förderturm als Stück seiner und unserer aller Geschichte erhalten bleibt.
Spontan hat er mit einem befreundeten Blogger einen wirklich sehenswerten Videoclip produziert und er denkt über die Gründung einer Bürgerinitiative oder eines Fördervereins nach. Von vielen Bürgerinnen und Bürger erhält er mittlerweile Zuspruch für dieses tolle Projekt.
Und ehrlich gesagt, der RAG würde es gut zu Gesicht stehen, dieses Symbol der Arbeitskultur im Pott zu erhalten.
Denn die RAG darf nicht vergessen, dass die vielen Arbeiter unterschiedlichster Nationen nicht unwesentlich zu den Gewinnen der Unternehmen im Bergbau beigetragen haben.
Dazu wäre der Förderturm für die geplante Wasserstadt Aden doch auch noch eine schöne Landmarke. Eine wesentlich schönere auf alle Fälle, als ein „Gelber Ballon“

Autor:

Eberhard Kamm aus Kamen

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