Fliegerbombe in Gahmen ist entschärft

Karl-Friedrich Schröder entschärfte die britische Bombe.
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Minuten dauerte es, dann hing der alte Engländer am Haken. In Gahmen wurde am Dienstag eine Weltkriegsbombe entschärft. Anwohner wurden evakuiert.

Jahrzehnte lag der Blindgänger in der Erde unter dem ehemaligen Gemeindezentrum an der Kümperheide. Nachdem das abgerissen war, brachte die Auswertung von Luftbildern für den Neubau des soziokulturellen Zentrums schnell die Vorahnung, dass hier bis zu sechs Bomben im Boden liegen könnten. Experten für die Kampfmittelbeseitigung rückten an, führten Probebohrungen durch. Mit Erfolg. Gefunden wurde letztlich nur eine Bombe, doch am Dienstag ging es dann ganz schnell. Der 250 Kilo schwere englische Blindgänger musste entschärft werden. Im Umkreis von 300 Metern um die Fundstelle wurden seit dem Mittag Wohnungen und Häuser evakuiert. Betroffen waren bis zu 1.500 Anwohner. An der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule gingen Krankenwagen für die Evakuierung von bettlägrigen und behinderten Menschen in Stellung. Die Gahmener Straße war über Stunden gesperrt. Immer wieder verzögerte sich die Entschärfung, weil in den Wohnungen noch einzelne Personen vermutet wurden. Erst als Ordnungsamt und Polizei das überprüft hatten, konnte Karl-Friedrich Schröder vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg ans Werk gehen. Innerhalb von rund 20 Minuten hatte er den Aufschlagzünder entfernt und die Bombe so unschädlich gemacht. Für den Profi keine große Sache. Schließlich entschärft Schröder im Jahr 30 bis 40 Bombenblindgänger. Leichte Probleme bereiteten nur Grundwasser in der Baugrube und lehmiger Boden. Am späten Nachmittag konnten die Gahmener wieder in ihre Wohnungen zurück.

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