Foodsharing-Gruppe rettet Lebensmittel

Sarah Plattner und Joachim Freytag sind die Gründer der Foodsharing-Gruppe.
  • Sarah Plattner und Joachim Freytag sind die Gründer der Foodsharing-Gruppe.
  • Foto: Magalski
  • hochgeladen von Daniel Magalski

Julia bietet Babybrei, Thomas verschenkt Bananen und Anita tauscht Kartoffeln mit Christian. Foodsharing, das Teilen von Lebensmitteln, erobert die Region. Sarah Plattner und Joachim Freytag aus Lünen starteten das Projekt. Lebensmittel gehören nicht in die Mülltonne, lautet ihre Botschaft.

Zwei Gurken aus dem Garten markierten den Anfang der Aktion. Sarah Plattners Mutter bekam sie von Bekannten geschenkt und gab eine Gurke ihrer Tochter. Foodsharing im Kleinen. "Schmeißt keine Lebensmittel weg! Denn viele freuen sich noch darüber. Woanders verhungern die Menschen und hier leben wir in einer Wegwerf-Gesellschaft", sagen Sarah Plattner und Joachim Freytag. Die Lüner sehen Foodsharing als Beitrag zu besserem Umgang mit Lebensmitteln. Die Idee der Lebensmittel-Retter ist nicht neu und in vielen größeren Städten schon lange Zeit ein bewährtes System - für Lünen und Umgebung gab es bisher aber kein organisiertes Foodsharing. Sarah Plattner gründete deshalb am Wochenende bei Facebook eine Gruppe als Plattform.

Sauerkraut, Brot und Apfelmus

Mitglieder der Gruppe kommen nicht nur aus Lünen oder Selm, sondern aus der ganzen Region. Kamen, Bergkamen, Werne, Olfen, Dortmund oder sogar Ascheberg. "Das Netzwerk wird enger und die Wege für die Tauscher kürzer", freut sich Sarah Plattner sechs Tage nach dem Start über den großen Erfolg. Zweihundert Lebensmittel-Retter sind schon dabei und die Zahl steigt mit jedem Tag. Die Tauschobjekte lesen sich wie ein Gang durch den Supermarkt. Peperoni im Glas, Sauerkraut, ein halbes Brot oder Apfelmus. In der Erntezeit bitten Mitglieder zum Obstpflücken im eigenen Garten. Sarah Plattner und Joachim Freytag arbeiten bereits an der nächsten Stufe und fragen bei Gemüsehändlern nach Spenden für das Projekt. Die Gruppengründer suchen außerdem noch Partner in der Region. Menschen, die Platz für einen Kühlschrank und ein Regal haben, sozusagen ein zentrales Lager für die Lebensmittel in den Städten oder Ortsteilen. Wer Fragen zum Thema hat, meldet sich unter der Mailadresse foodsaver_luenen@yahoo.de bei Sarah Plattner und Joachim Freytag.

Mehr zum Thema:
>Kräuterhexe zaubert Leckereien aus der Natur

Autor:

Daniel Magalski aus Lünen

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