Mülheimer Kommunalwahlen 2020
Andrea Mobini steht mit der Linken für soziale Themen ein

Andrea Mobini

Die Nächte von Andrea Mobini sind aktuell sehr kurz. Wahlkampf ist auch kräftezehrend. „Es ist vor allem nicht der Wahlkampf der kleinen Parteien“, sagt die Spitzenkandidatin von „Die Linke“. Dennoch bleibt sie optimistisch, dass ihre Partei auch im neuen Stadtrat vertreten sein wird.

Sieben Tage in der Woche ist die Mülheimerin mittlerweile für die Linke im Einsatz. Manchmal bis zu 16 Stunden am Tag. „Wir haben ja auch nicht die Personaldecke wie die großen Parteien“, sagt Mobini, die einen 70 Mitglieder starken Kreisverband hinter sich weiß.

Der Wahlkampf – da sind sich alle einig – ist ein besonderer. Corona hat so manches Thema neu auf die Agenda gebracht, andere drastisch verschärft. Dazu kommen aus der Sicht der Lokalpolitikerin die speziellen Probleme Mülheims. „Die Leute haben konkrete Anliegen. ÖPNV ist ein Thema und auch Wohnen spielt eine Rolle“, erklärt Mobini.

"Man braucht uns für Menschen, die keine Stimme in der Stadt haben"

Durch Corona sind viele Jobs verloren gegangen. Die Linke sieht sich daher in ihrem Wirken für Themen wie Armut und Wohngleichheit bestätigt. „Man braucht uns für die sozialen Themen, für Gruppen und Menschen, die keine Stimme in der Stadt haben“, sagt die Spitzenkandidatin.

Seit über einem Jahr kann ihre Partei die Themen aber nicht mehr in den Stadtrat einbringen. Zwar hatte sie zwei Sitze, doch Andreas Marquardt und Birgit Felderhoff schlossen sich zunächst dem Bündnis für Mülheim an, später dem Bündnis für Bildung. „Das war natürlich bitter und verhindert die Arbeit. Zwei Jahre Stillstand und Diskussionen, was für den Kreisverband natürlich total schwierig war“, blickt Andrea Mobini zurück.


Gebürtig Darmstädterin

Die gebürtige Darmstädterin lebt seit 2011 in Mülheim. „Am Anfang habe ich mit der Stadt gefremdelt, aber mittlerweile fühle ich mich heimisch“, erzählt sie. Seit 2015 ist sie parteipolitisch aktiv. Im aktuellen Wahlkampf hat sie sich das persönliche Thema Kinderarmut auf die Fahne geschrieben. „Da darf man sich aber nicht auf runde Tische konzentrieren, sondern muss mit den Betroffenen selbst sprechen“, fordert Mobini, die die Agenda 2010 für „den größten Fehler aller Zeiten“ hält.

Ihre Partei suchte jüngst das Gespräch mit Studierenden der HRW. Auch bei ihnen spielt das Thema Wohnen eine große Rolle. „Die Mieten sind horrend und Mülheim bietet da wenig Unterstützung“, findet die Linken-Politikerin. Gerne würden die Studierenden die Linie 901 behalten.

Mobini findet ÖPNV-Sparvorschläge "dreist"

Der ÖPNV ist ohnehin eines der großen Linken-Themen. „Viele würden ja gerne das Auto stehen lassen“, weiß Mobini. Doch das aktuelle Angebot gebe das nicht her. „Die Spargeschichten sind einfach dreist, dabei gibt es in anderen Städten wunderbare Ideen“, sagt die Spitzenkandidatin.
Sie bleibt optimistisch, dass die Linke im kommenden Stadtrat wieder eine echte Rolle spielen wird,

Autor:

Marcel Dronia aus Mülheim an der Ruhr

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