Die Mülheimer CDU nominierte Marc Buchholz als OB-Kandidaten und ihre Bewerber für die Kommunalwahl
Christdemokraten ziehen geschlossen in den Wahlkampf

Die CDU-Spitzenkandidatin Christina Küsters und OB-Bewerber Marc Buchholz freuten sich über einen gelungenen Start in den Wahlkampf.  
Foto: Henschke
  • Die CDU-Spitzenkandidatin Christina Küsters und OB-Bewerber Marc Buchholz freuten sich über einen gelungenen Start in den Wahlkampf.
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Die Mülheimer CDU zieht mit Spitzenkandidatin Christina Küsters und OB-Bewerber Marc Buchholz in den Wahlkampf. Beim Nominierungsparteitag in der Stadthalle wurde Geschlossenheit demonstriert.

Das Protokoll war streng, die Delegierten durften ihre Masken nicht lüften. Den 77 Stimmberechtigten waren feste Plätze zugewiesen, um notfalls Infektionsketten nachvollziehen zu können. Auch waren zur Durchführung der geheimen Wahlen Stifte und klappbare Tisch-Wahlkabinen verteilt worden. Die CDU-Vorsitzende Astrid Timmermann-Fechter betonte: „Ich hoffe, dass ich nicht so viele Veranstaltungen unter Corona-Schutzmaßnahmen leiten muss. Lächelnde Gesichter sind mir einfach lieber.“

Nüchtern und sachlich

Die Stimmung war entsprechend nüchtern und sachlich auf möglichst schnelle Bearbeitung des Wustes an Bestimmungen und Wahlgängen ausgerichtet. Ein Hauch von Euphorie kam auf, als der 52-jährige städtische Beigeordnete Marc Buchholz wie erwartet zum offiziellen Bewerber der CDU um das Amt des Mülheimer Oberbürgermeisters gekürt wurde. Es gab stehende Ovationen und sogar vereinzelte „Jetzt geht’s los“ Rufe im Auditorium. Zuvor hatte Buchholz seine Mission vorgestellt: „Mülheim noch lebens- und liebenswerter zu machen ist das Gebot der Stunde.“ Eine Aufgabe, die er voller Tatendrang und Optimismus angehen möchte. Seine Familie lebe in Duisburg zusammen in einem Mehrgenerationenhaus. Dazu erklärte Buchholz: „Das Versprechen, das ich meinen Eltern gegeben habe, gemeinsam zu wohnen, das halte ich.“ Das sei auch das Signal an die Mülheimer: „Ich will und werde als OB ein Mann sein, der zu seinem Wort steht.“ Die ständigen Diskussionen um den amtierenden OB mache es für Buchholz notwendig, sich mit seinen Vorstellungen von Amtsführung deutlich von Ulrich Scholten abzugrenzen. Das saß und erhielt großen Beifall. In Mülheim gebe es ein großes Maß an Misstrauen: „Ich möchte dazu beitragen, das Vertrauen der Menschen in die Politik und vor allem in das Amt des Oberbürgermeisters wieder herzustellen.“ Da müsse man Klartext reden und die Ärmel hochkrempeln: „Nicht quaken, maken.“ Das sei doch eine alte mölmsche Devise.

Buchholz stellte Eckpunkte vor

Marc Buchholz legte erste Eckpunkte seines Programms vor: Zusätzliche Plätze bei Kinderbetreuung und offenem Ganztag. Auf den vermuteten Bedarf an zusätzlichem Schulraum reagieren: Er könnte sich gut vorstellen, dass hierfür auch das Areal der bisherigen VHS an der Bergstraße in den Blick genommen werde: „Wenn der Bürgerentscheid bis dahin noch nicht umgesetzt sein sollte.“ Die Sportler sollen sich über eine Kunststofflaufbahn und ein neues Hallenbad freuen. Der ÖPNV in der Region müsse reformiert werden. Mit Oberhausen und Essen solle die interkommunale Zusammenarbeit ausgebaut werden. Mögliche neue Gewerbeflächen sieht Buchholz auf den ehemaligen Geländen von Mannesmann und Tengelmann: „Als Stadt des Wassers, der Schiene und der Straße haben wir drei strukturelle Vorzüge, die wir für Wirtschaftsförderung nutzen sollten.“ Die Coronakrise sei die größte Herausforderung nach Kriegsende. Unionspolitiker hätten schon den Wiederaufbau richtungsweisend und erfolgreich gemeistert. Als OB wolle er Mülheim sicher durch die Krise bringen und die Zukunft gestalten. Das Wahlergebnis war dann auch eine klare Ansage: Satte 98,7 Prozent der Zustimmung ließen keine Zweifel. Marc Buchholz reckte den Daumen hoch.

Ein gutes Ergebnis erzielen

Unter den Direktkandidaten für die 27 Kommunalwahlkreise sind viele junge Menschen, dazu bewährte Ratsmitglieder: diese Mischung stimmt. Aber gerade einmal sechs Frauen treten an und Astrid Timmermann-Fechter musste zugeben: „Das Erreichen des Frauenquorums ist nicht vollständig gelungen.“ Doch angesichts der Tatsache, dass Bürgermeisterin Ursula Schröder, Bezirksbürgermeisterin Elke Oesterwind, die Ratsfraktionsvorsitzende Christina Küsters und sie selbst als Parteichefin Frauen in verantwortungsvollen Positionen bei der CDU seien, könne man das verkraften. Ihr Dank galt den aus dem Rat scheidenden Urgesteinen Ursula Schröder und Wolfgang Michels. Die Reserveliste wird angeführt von Christina Küsters, gefolgt von Markus Püll und Heiko Hendriks.
Astrid Timmermann-Fechter wurde als Mülheimer Vertreterin zur Aufstellung der Reserveliste für die Verbandsversammlung des RVR nominiert. Sie schloss einen nicht nur für sie anstrengenden Abend, konnte aber erfreut feststellen: „Ein starkes Zeichen der Geschlossenheit und ein gelungener Start für einen erfolgreichen Wahlkampf. Wir werden ein gutes Ergebnis erzielen und den nächsten Oberbürgermeister stellen.“

Autor:

Daniel Henschke aus Essen-Werden

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