gedicht

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Über den Wolken - Ganz weit oben 6

Gudrun Wirbitzky
Gudrun Wirbitzky | Bochum | vor 23 Stunden, 29 Minuten

Wenn über den Wolken das Sonnenlicht zerbricht Wolkenspiel im Morgenlicht spürst du Stille Durch das Meer der Lüfte Wolken die Grenze ziehen zwischen Himmel und Erde  spürst du Stille Du kannst nur Staunen das Herz wird dir weit Ich genieße es spüre Stille

Bildergalerie zum Thema gedicht
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Herbst

Renate Croissier
Renate Croissier | Lünen | vor 2 Tagen

Lünen: Lippeaue | Im Nebel ruhet noch die Welt, Noch träumen Wald und Wiesen: Bald siehst du, wenn der Schleier fällt, Den blauen Himmel unverstellt, Herbstkräftig die gedämpfte Welt In warmem Golde fließen. Eduard Mörike

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Trauerweide im Oktober 4

Jan Kellendonk
Jan Kellendonk | Bedburg-Hau | am 09.10.2018

Im Frühling einer Klinge gleich das junge Weidenblatt Im linden Wind nicht abgewetzt  die grüne Farbe satt Der Mantel schützt zur Sommerzeit dann fadenscheinig wird Die Fäden binden nicht den Herbst entgleitet ihnen glatt

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Erntedank

Barbara Kando
Barbara Kando | Schwelm | am 08.10.2018

Erntedank Danke! sage ich heut an diesem besonderen Tag, Danke! für alles Gute im letzten Jahr. Danke! für Speise und Trank, für der Erde Gaben, die ich mit Freuden empfangen habe: Die Früchte der Erde, das Sprudeln reinen Wassers, die Früchte der Bäume, die ich im Überfluss geerntet habe, den Frieden in meinem Heimatland, ohne den nichts zum Ernten wachsen kann. Danke! für die Vielfalt der Natur, die mich...

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Kirmeszauber

Barbara Kando
Barbara Kando | Schwelm | am 08.10.2018

Kirmeszauber Laut hämmernde Dudelmusik in endlosen Schleifen, bunt flackernde Lichterketten von allen Seiten, wirbelnd sich drehende Gondeln in der Höh, schwindelig ich alles verschwommen seh. Gebrannte Mandeln, Popcorn und Zuckerwatte, Liebesäpfel, Bratwurst und Reibeplätzchen an jeder Ecke, leckere Düfte verführerisch herüber wehen - was soll man essen, wohin sich drehen? Ein Verkäufer hält hoch pralle...

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Herbstzeitlose - Les Colchiques - Apollinaire

Jan Kellendonk
Jan Kellendonk | Bedburg-Hau | am 03.10.2018

Der Dichter Apollinaire schreibt über eine Wiese mit Herbstzeitlosen, denkend an eine junge Frau: „tes yeux sont comme cette fleur-la“, „deine Augen sind wie jene Blume“, eben eine Herbstzeitlose. Sie ist eine junge Engländerin, er, wie sie Anfang zwanzig, Kind eines italienischen Vaters und einer polnischen Mutter. Ob ihre Augen die Farbe der „Herbst Krokusse“ hatten ist unwahrscheinlich, sie war eine hübsche Brünette, zu...

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Der Spaziergang 19

Gudrun Wirbitzky
Gudrun Wirbitzky | Bochum | am 03.10.2018

Bochum: Zuhause |  Herbstliche Gedanken Spaziergang der Fantasie Sehe Brücken springen in einem einzigen Bogen tief drunten überschäumende Wasser und Woogen Es wird Herbst Ihr Bauch mit triefenden Moos besetzt über die Schlucht in die Flanke des Berges versetzt Die Brücke Meine Gedanken zu löschen in tiefen Durst gern mit eiskalten Fels entsprungen Wasser Gedanken Dabei führen mich meine Gedanken schon...

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Das Gedicht der Woche

Heute mal aus meinem dritten Band der "Geschichten die das Leben schrieb" eine Geschichte aus dem Harem eines Sultans.  Der Wassertest Im Harem gießt der Chefeunuch den Damen mit dem Wasserschlauch, jeweils einen Viertelliter Wasser auf den nackten Bauch. Und wenn es denn bei einer zischt, dann weiß er sofort, ganz genau, dass diese Dame heute Nacht für seinen Herrn die richt‘ge Frau!

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In eigener Sache, Gedichte 2

Jan Kellendonk
Jan Kellendonk | Bedburg-Hau | am 29.09.2018

Chronologisch, von neu nach alt (2018-2017) Trauwerweide im Oktober Rosen-Rendezvous 6 Feigen Hornissen auf einer Feige Denkend an David mit einer Harfe ohne Saiten Heide mit Birken Krähen Heiß und trocken, Sommer 2018 Namenlose Rose Trockenheit Sperlinge im Ährenmeer Auf eine Kirchglocke, gegossen im Jahr 1792 Hummeln im Salbeistrauch Libellen im Salbeistrauch Eine Karaffe mit klarem Wasser Ein Strauß...

Kindheit

Barbara Kando
Barbara Kando | Schwelm | am 23.09.2018

Kindheit Wenn ich so meine Enkel betrachte, wie sie toben, wie sie lachen, wie sie spielen und streiten, dass die Funken fliegen, sich wieder vertragen und innig lieben, da ersteht vor meinem inneren Auge die eigene Kindheit. Und ich glaube, dass sie glücklich war, getragen von Vertrauen und Liebe, die mir von meinen Eltern entgegen schaute. Nach dem Krieg, es war eine ärmliche Zeit, schaffte es die ganze...

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Das Ginkgoblatt

Barbara Kando
Barbara Kando | Schwelm | am 17.09.2018

Das Ginkgoblatt Es trudelt vom Baum ein einzelnes Blatt. wer weiß schon, dass es im Inneren hat versteckt manch Geheimnis, wertvoll gesund - sie helfen bei Krankheit und Elend uns. Sind die Venen schwach und nicht mehr fest, stärken ein paar Tropfen von diesem Blatt auf‘s Best. Sind die Arterien undurchlässig verklebt, auch hier ein Ginkgoblatt die Störung behebt. Geht es im Kopf...

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Die Seele mein beengt, im Kerker weit und groß

Jan Kellendonk
Jan Kellendonk | Bedburg-Hau | am 08.09.2018

Die Seele mein beengt, im Kerker weit und groß Ich brauche einen Ort, der wahrlich grenzenlos Es sind Worte des Dichters Lamartine: „Mon âme est à l'étroit dans sa vaste prison : Il me faut un séjour qui n'ait pas d'horizon“. Das „Gefängnis“ das das Leben auf Erden nun einmal ist, ist zwar groß und weit, aber es bleibt immer eine Beschränkung des Lebens und Denkens, obwohl die wenigsten sich darüber Gedanken machen, oder...

Morgenstund...

Barbara Kando
Barbara Kando | Schwelm | am 06.09.2018

„Morgenstund... hat Gold im Mund!“ Das wussten schon die alten Leute - uralte Weisheit, immer noch gültig, auch heute. Wenn ich nach ruhigem Schlaf erwach, ausgeruht nach traumloser Nacht, dann bin ich entspannt, mein Gedächtnis noch leer, weder Sorgen noch Probleme belasten es sehr. Ich kann den Blick nach innen richten, suchen und betrachten, was immer ich möchte und verweilen bei manch schwierigem...

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Den Willi sein Dackel - eine Pösie 40

Elmar Begerau
Elmar Begerau | Kamp-Lintfort | am 06.09.2018

Der alte Bergmann Willi Wackel, der hatte einen Rauhaardackel. Er hörte auf den Namen Peter und wurd’s am Nachmittag dann später, tapst er zum Kohleofen hin und legte sich da drunter hin.  Nun lag der Peter unter’m Ofen und war nach kurzer Zeit am poofen. Doch Schnarchgeräusche lockten dann die Miezekatze Schnurri an. Die checkt die Lage, kuschelt dann, sich an den Schnarchepeter ran. Der schlägt nur kurz ein...

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Sonnenstrahlen

Barbara Kando
Barbara Kando | Schwelm | am 05.09.2018

Sonnenstrahlen Sonnenstrahlen wachsen aus der Erde, lachen mich an, spiegeln die Strahlen vom Himmel zurück, prächtig und warm. Täglich schau ich nach, ob sie auch da die Sonnenstrahlen auf der Erde, ganz nah. Diese kleine Blume, die sich kräftig wehrt gegen Trockenheit, Regenwetter und immer in sich kehrt, wenn die Sonne sich verkriecht und vor allen versteckt, dann auch kein gutes Zureden das Blümchen...

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Li Bai, Klage auf der Marmortreppe

Jan Kellendonk
Jan Kellendonk | Bedburg-Hau | am 03.09.2018

Auf Marmorstufen weißer Tau sich mehrt In langer Nacht durch Seidenstrümpfe dringt Hinein sie geht, der Kristallvorhang zu Es funkelt als sie schaut des Herbstes Mond 玉階生白露 夜久侵羅襪 卻下水晶簾 玲瓏望秋月 Li Bais Sprache ist einfach, wie auch die des berühmten Gedichts "Nachtgedanken", das aufgenommen wurde in den Kanon der 300 Gedichte der Tangzeit. Einfache Worte, einfache Szene: eine Frau will sich nach langem vergeblichen...

Taubengurren

Barbara Kando
Barbara Kando | Schwelm | am 31.08.2018

Taubengurren Frühmorgens um 6 werd ich aufgeweckt und fall fast aus dem Bett vor Schreck beim lauten Gegurr der Taube dort gegenüber auf dem Baum, direkt vor Ort. Rukuuh dröhnt es aus ihrem Hals unablässig zwei Stunden. Ich möcht sie erwürgen fast. So müde bin ich und verschwitzt - selbst Ohren zuhalten mir nicht nützt. Das laute Rukuuh, es schallt durch alle Ecken, nirgends kann ich mich verstecken. Hätt ich...

Märchenzeit

Barbara Kando
Barbara Kando | Schwelm | am 30.08.2018

Märchenzeit Seit einiger Zeit schleicht in meinen Alltag hinein das Alter - und lässt still und leis die Knochen knacken, die Gelenke reissen, begleitet von vielerlei Wehwehchen ohne gleichen. Doch alt jetzt sein, das geb ich zu, ist nichts für mich. Ach, gebt doch Ruh! Alt sein kann ich noch in 5, 10...

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Denkend an David mit einer Harfe ohne Saiten 2

Jan Kellendonk
Jan Kellendonk | Bedburg-Hau | am 24.08.2018

Heute steht nur noch der Sockel eines ehemals großen Kalvarienberges in einem öffentlichen Garten in Dijon. Das Kreuz mit dem Sohn Gottes und die Figuren der Gottesmutter, Maria Magdalena und Johannes waren schon vor der Französischen Revolution von dort verschwunden. Es ist die Arbeit eines niederländischen Bildhauers, Claus Sluter, aus Haarlem, der 1405 verstarb. 6 Prophetengestalten bilden jenen Sockel, sprechen mittels...

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Spiegelbild der Zeit oder die verlorenen Stunden 29

Gudrun Wirbitzky
Gudrun Wirbitzky | Bochum | am 23.08.2018

Die Zeit ein paar Verse nur Schon wieder ist ein Tag verschwunden Hab ihn gesucht und nicht gefunden Die Zeit zerfließt , macht keinen halt egal wie man sie dreht und wendet die Jahre kommen, die Jahre gehen so mancher Tag nutzlos geendet Blick in den Spiegel: Fältchen um die Augenlider find ich täglich immer wieder viele aber sind erlacht ach, wer hätte dies gedacht Am Morgen: Morgen`s etwas...

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Du fehlst mir so - oder keine Sterne mehr 15

Gudrun Wirbitzky
Gudrun Wirbitzky | Bochum | am 19.08.2018

"Poesie und Prosa" frei und ungebunden, nicht durch Reim Text ,Rhythmik und Vers verbunden. Das mag ich auch. Anbei etwas aus meiner Feder. Die Brücke des Lebens die sich gern in sanften oder schwungvollen Bogen zeigt. Bevor sich alles einem Ende zuneigt. Wer kennt das nicht ? Ein paar Verse nur . Unvergessen Wenn du den Stern am Himmel nicht mehr siehst bist du deinen Weg gegangen. wenn...

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Bai Juyi, Lied vom Hinterzimmer

Jan Kellendonk
Jan Kellendonk | Bedburg-Hau | am 19.08.2018

Die Seidentüchlein nassgeweint ist ausgeträumt der Traum Zur tiefen Nachtzeit dringt zu ihr ein Lied vom Vorderraum So rosig ihr Gesicht, nicht alt die Gunst erhielt sie nicht Zum Weihrauchbrenner hingeneigt sitzt sie bis Tageslicht Gebildet nach der Vorlage des Andrew W.F. Wong stelle ich euch heute wieder ein Gedicht von Bai Juyi vor. Der T’ang-Dichter schrieb in einer einfachen Sprache, las seine Verse einer...

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Heide mit Birken (de Hamert an der Maas) 9

Jan Kellendonk
Jan Kellendonk | Bedburg-Hau | am 19.08.2018

Nach Sturm liegt dort ein ganzer Baum von manchen brach ein Ast Die karge Heide schützt sie nicht der Blitz sie oft erfasst Die Birke sät sich weithin aus verborgen bleibt es erst Nach Regen grünt es überall nur Totes ganz verblasst

Boatpeople

Barbara Kando
Barbara Kando | Schwelm | am 17.08.2018

Boatpeople „Boatpeople“ - ein Begriff aus den 70er Jahren, als die ersten Flüchtlinge über das Meer zu uns kamen. Auch wenn Gesichter, Hautfarbe, Religionen heute anders sind, die Geschichte dahinter immer ähnlich klingt: Kriege, die Heimat verloren, die Liebsten tot, eine letzte Hoffnung man in der Fremde sieht. Verzweifelte Augen blicken uns an: Wir müssen helfen, so gut man es kann! Wir leben im...

Dämmerung

Barbara Kando
Barbara Kando | Schwelm | am 17.08.2018

Dämmerung Leise senkt sich auf das Land die Dämmerung ganz sacht herab. Sie zeichnet alle Kanten weich, verspricht uns Tag und Nacht zugleich. Die Konturen wirken verschwommen, Mond und Sterne am Himmel hoch kommen und die Sonne versinkt in einem Feuerball hinter den Horizont bis zum nächsten Tag. Zuvor aber färbt sie ganz rot den Himmel in allen Schattierungen, davor ein Gewimmel von Vögeln, die Schatten...