125 Jahre Comenius-Berufskolleg Witten
Feier zum Jubiläum mit Baumpflanzung und Buchvorstellung

Stolz auf das Ergebnis: Katja Ziegler, Emilia Kostic, Lillian Nagel und Annika Schönlein (von links) stellen ihr Buchprojekt vor.
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  • Stolz auf das Ergebnis: Katja Ziegler, Emilia Kostic, Lillian Nagel und Annika Schönlein (von links) stellen ihr Buchprojekt vor.
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125 Jahre Comenius-Schule: Die Auftaktveranstaltung zum Jubiläum begann mit der Vorstellung eines Studierendenprojektes über aktuelles jüdisches Leben in der Region.

Die Feierlichkeiten starteten mit einem Gottesdienst und Gruppenspielen. Dann versammelten sich die Studierenden und Lehrkräfte zum gemütlichen Picknick vor dem Schulgebäude, wo die Teilnehmer von Schulleiterin Claudia Wolmerath begrüßt wurden. Dort wurde auch ein ganz besonderes Projekt des Vertiefungsbereichs Religion und Ethik vorgestellt: Die künftigen Erzieher haben gemeinsam mit der Schulpfarrerin Christina Ossenberg-Gentemann ein Buch, das sich dem jüdischen Leben in der Region widmet, entwickelt. "'Eins, zwei, drei, vier...sieben Kerzen.' Hannah entdeckt die Bochumer Synagoge" richtet sich insbesondere an Kinder im Kindergartenalter, aber hält auch spannende Infos für Erwachsene bereit.
Ein Jahr arbeiteten die insgesamt neun Studierenden und die Pfarrerin an dem Buch - der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) schrieb damals das Projekt "Jüdisch Hier" aus. Entstehen sollte ein Medienprodukt, das sich den 1700 Jahren jüdischen Lebens in Westfalen widmet, und sofort war den Comenius-Schülern klar: "Wir wollen ein Buch erstellen." Diese Idee fand viele Unterstützer: Der LWL schaffte die Verbindung zur Illustratorin Anna-Karina Birkenstock. Die Bochumer Autorin Andrea Behnke ("Die Verknöpften") half beim Schreibprozess und der Recherche. Große Unterstützung erfuhr die Truppe durch die jüdische Gemeinde in Bochum. In ihrer Synagoge spielt die Handlung des Bilderbuches.

Höhepunkt war der Besuch der Synagoge

Der Besuch des Gotteshauses hinterließ bei allen Beteiligten einen bleibenden Eindruck - nicht zuletzt wegen der notwendigen Sicherheitsvorkehrungen vor Ort. Die Synagoge als Ort des Lebens in der Stadt stehe im Buchprojekt im Vordergrund, betont Ossenberg-Gentemann. Die Stiftung Volmarstein übernahm dann den Druck.
Viel Herzblut aller Beteiligten ist in diese Arbeit geflossen. Einig war man sich darin, dass die größte Herausforderung die Corona-Pandemie darstellte, da man sich nicht in dem Umfang und der Intensität treffen konnte wie geplant. Trotzdem wurden die einzelnen Schritte immer in der Gruppe besprochen: "Manchmal haben wir stundenlang über einen Satz diskutiert", erinnert sich Katja Ziegler, Studierende am Comenius.
Die Formulierungen müssen kindgerecht und sachlich richtig sein, schließlich erfüllt man mit dem Kinderbuch auch einen Bildungsauftrag. "Mir ist es immer wichtig, auch interreligiöse Bildung zu fördern", erklärt Pfarrerin Ossenberg-Gentemann. Genauso wichtig sei es zu zeigen: "Jüdisches Leben ist einfach normal."

300 Bücher gedruckt

Damit diese Botschaft auch weitergetragen wird, überreichte die Studierendentruppe Angelika Arendt, kaufmännische Geschäftsführerin des evangelischen Kindergartenverbunds Hattingen-Witten, Exemplare des Buches - diese sollen in den Kindertagesstätten Platz finden. Insgesamt hat die Stiftung Volmarstein 300 Bilderbücher gedruckt - dabei soll es bei positiver Resonanz aber nicht bleiben. Wer Interesse an einem Exemplar hat, kann dieses per E-Mail an ossenberg-gentemann@comenius-bk.com bestellen.
Bei dieser Feier wird es nicht bleiben: Das ganze Jahr über werden verschiedene Aktionen laufen, der offizielle Festakt findet dann im Oktober statt.

Autor:

Nicole Martin aus Witten

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