Über sauberere Luft entscheidet nächste Woche der Rat
SPD will LKW von der B1 holen

Der Rat entscheidet, ob LKW als Durchgangsverkehr komplett von der B1 verbannt werden.
  • Der Rat entscheidet, ob LKW als Durchgangsverkehr komplett von der B1 verbannt werden.
  • Foto: Andreas Klinke
  • hochgeladen von Antje Geiß

Zur Verbesserung der Luftqualität hat die SPD im Umwelt-Ausschuss ein komplettes LKW-Verbot auf der B1 auf den Weg gebracht, nun entscheidet der Rat am 28. März darüber.
„Mit dem Antrag wollen wir die Schadstoffemissionen durch den Verkehr verringern und die Gesundheit der Dortmunder schützen. Zum anderen soll auch verhindert werden, dass es zu einem kompletten Dieselfahrverbot auf Straßen oder in ganzen Zonen kommt“, so SPD-Sprecherin Monika Lührs.

Kein schwerer Durchgangsverkehr 

Zu den Maßnahmen zählt ein ganztägiges LKW-Fahrverbot für den Durchgangsverkehr auf der B1. Betroffen sind LKW, die nicht ein Ziel in Dortmund anfahren oder von hieraus starten. Sie sollen frühzeitig umgeleitet werden. An der Brackeler Straße soll eine Tempo 30-Zone zwischen Im Spähenfelde und Borsigplatz und eine Busspur zwischen der Westfalenhütte und Im Spähenfelde eingerichtet werden.

Tempo 100 für Autobahnring 

Um die Belastungen durch den LKW-Verkehr auf dem Dortmunder Autobahnring zu reduzieren, soll die Verwaltung zudem auf die Landesregierung einwirken, dass auf der A1, A2 und der A45 auf Dortmunder Stadtgebiet weitere Maßnahmen zur Reduzierung des Verkehrslärms getroffen sowie ein Tempolimit von maximal 100 km/h eingeführt werden.
Mit dem Antrag will die SPD-Ratsfraktion zudem die Verwaltung auffordern, den ÖPNV in Dortmund weiter auszubauen und noch leistungsfähiger zu machen.

Kostenloses ÖPNV-Ticket prüfen

Um den Verkehr in der Innenstadt zu reduzieren soll die Verwaltung zudem prüfen, ob für die städtischen Mitarbeiter ein kostenloses ÖPNV-Ticket oder ein 365-Euro-Jahresticket eingeführt werden kann.
Da die Stadt bereits seit längerem versuche die Schadstoffemissionen in Dortmund mit dem Masterplan Mobilität oder dem Programm Emissionsfreie Innenstadt zu reduzieren und hierbei durchaus Erfolge erziele, soll die Verwaltung zudem auf die Bezirksregierung und die klagende Deutsche Umwelthilfe zugehen, um eine außergerichtliche Einigung zu erzielen, wie es Wiesbaden erreicht hat, um somit mögliche umfassende Dieselfahrverbote zu verhindern.

Hintergrund:

In den vergangenen Monaten sind in vielen Städten von den Gerichten Dieselfahrverbote in verschiedenen Formen verhängt worden. Da die NO2-Grenzwerte auch in Dortmund auf der B1 und an der Brackeler Straße überschritten wurden, hat die Deutsche Umwelthilfe ebenfalls Klage gegen die Bezirksregierung zum Luftreinhalteplan erhoben. Sollten die Gerichte dieser Klage stattgeben, drohen ebenfalls Dieselfahrverbote in Dortmund. Mit den beantragten Maßnahmen sollen die NO2-Schadstoffemissionen gesenkt werden.

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