Bewegende Ausstellung in der Salvatorkirche
„Verfolgung der Duisburger Sinti in der NS-Zeit“

Das Foto zeigt Christine Lehmann (*1920 Duisburg) und ihre zwei Söhne Egon (*1939) und Robert (*1942). Sie wurden 1944 in Auschwitz ermordet.
Foto: Privatbesitz Mario Reinhardt
  • Das Foto zeigt Christine Lehmann (*1920 Duisburg) und ihre zwei Söhne Egon (*1939) und Robert (*1942). Sie wurden 1944 in Auschwitz ermordet.
    Foto: Privatbesitz Mario Reinhardt
  • hochgeladen von Evangelischer Kirchenkreis Duisburg

Ab dem 28. Januar ist unter der Überschrift „Die Verfolgung der Duisburger Sinti in der NS-Zeit“ in der Duisburger Salvatorkirche eine Ausstellung über die Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit der Roma und Sinti im Nationalsozialismus - bis hin zu ihrer systematischen Vernichtung im besetzten Europa – zu sehen. 

Eröffnet wird die Ausstellung im Rahmen eines Gottesdienstes am 28. Januar 2024 um 16 Uhr anlässlich des „Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“, zu dem die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg, die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Duisburg-Mülheim-Oberhausen e.V., der Duisburger Sinti Verein und das städtische Zentrum für Erinnerungskultur, Menschenrechte und Demokratie herzlich einladen.

Mehrere Tafeln zeigen Duisburger Sinti-Biografien, die als Ergänzung zu einer Wanderausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma vom Zentrum für Erinnerungskultur erarbeitet wurden.

Zerstörte Lebenswege

Die Ausstellung macht die zerstörten persönlichen Lebenswege hinter den abstrakten Dokumenten der bürokratisch organisierten Vernichtung sichtbar. Historische Familienfotos geben wiederum Einblicke in ihre Lebenswirklichkeit - bis sie durch Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung herausgerissen wurden. 

So werden Besucherinnen und Besucher u.a. mehr von Christine Lehmann aus Duisburg erfahren. Sie durfte als Sinta den Vater ihrer Kinder nicht heiraten. Ihre Söhne konnte sie in Sicherheit bringen. Sie aber wurde 1944 in Auschwitz ermordet. Dann wurden die beiden Kinder doch aufgespürt und von einem Duisburger Kriminalbeamten persönlich nach Auschwitz gebracht, wo auch sie ermordet wurden. Drei Schicksale, die zeigen: Rassismus tötet.

Authentische Führungen

Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 11. Februar - dienstags bis samstags von 10 bis 17 Uhr und sonntags von 9 bis 13 Uhr. Der Eintritt ist frei. Ricarda Reischl und Mario Reinhardt, beide Mitglieder der Duisburger Sinti-Gemeinschaft, führen durch die Ausstellung in der Salvatorkirche, Burgplatz 19: Samstag 3.2., 15 Uhr und Mittwoch 7.2., 11 Uhr.

Infos zur Gemeinde gibt es unter www.ekadu.de, zur Ausstellung unter https://www.erinnerungskultur-duisburg.de/projekt/die-verfolgung-der-duisburger-sinti-in-der-ns-zeit/.

Autor:

Evangelischer Kirchenkreis Duisburg aus Duisburg

Am Burgacker 14-16, 44319 Duisburg
+49 203 29513501
info@kirche-duisburg.de
Webseite von Evangelischer Kirchenkreis Duisburg
following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

9 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.