EVANGELISCHE KIRCHE UND DIAKONIE
EnergieSparService weitet Angebot aus

Unser Titelfoto zeigt das Team des EnergieSparService der NEUE ARBEIT der Diakonie Essen gGmbH zusammen mit der Essener Superintendentin Marion Greve (2.v.li.), Kirchenkreis-Geschäftsführerin Katja Wäller (3.v.li.), NEUE ARBEIT-Geschäftsführer Michael Stelzner (3.v.re.) und Abteilungsleiterin Sonja Gordon (re.). | Foto: Kirchenkreis Essen/Till Schwachenwalde
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  • Unser Titelfoto zeigt das Team des EnergieSparService der NEUE ARBEIT der Diakonie Essen gGmbH zusammen mit der Essener Superintendentin Marion Greve (2.v.li.), Kirchenkreis-Geschäftsführerin Katja Wäller (3.v.li.), NEUE ARBEIT-Geschäftsführer Michael Stelzner (3.v.re.) und Abteilungsleiterin Sonja Gordon (re.).
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Dank einer Förderung durch den Kirchenkreises Essen in Höhe von 100.000 Euro konnte der EnergieSparService, ein Angebot der NEUE ARBEIT der Diakonie Essen gGmbH, drei neue Mitarbeitende einstellen und sein Angebot der Beratung deutlich ausbauen. Das Geld stammt aus zusätzlichen Kirchensteuereinnahmen, die dem Kirchenkreis durch die Besteuerung der im Oktober ausgezahlten Energiepreispauschale zufließen werden. Superintendentin Marion Greve und Kirchenkreis-Geschäftsführerin Katja Wäller überreichten NEUE ARBEIT-Geschäftsführer Michael Stelzner einen Förderscheck, die Freude war groß.

Superintendentin Marion Greve und Kirchenkreis-Geschäftsführerin Katja Wäller überreichten NEUE ARBEIT-Geschäftsführer Michael Stelzner, Abteilungsleiterin Sonja Gordon und dem Team des EnergieSparService gestern einen symbolischen Scheck. Mit dem Geld kann der EnergieSparService drei neue, auf den Zeitraum von zwei Jahren befristete Stellen für Mitarbeitende schaffen. Sie werden aufgrund der Förderung von sinnstiftender Beschäftigung und in Kombination mit einer Förderung nach § 16e (Eingliederung von Langzeitarbeitslosen) bei der NEUE ARBEIT der Diakonie Essen gGmbH beschäftigt sein. Neben der klassischen Beratung können auch die Öffentlichkeitsarbeit und die Kundenakquise – vor allem in den Kirchengemeinden – ausgeweitet werden.

Nachhaltige Symbiose aus Klimaschutz und Sozialpolitik

Das Projekt „EnergieSparService der NEUE ARBEIT der Diakonie Essen" ist seit 2009 eine Dienstleistung und ein Service, der durch die NEUE ARBEIT in Zusammenarbeit mit der Stadt Essen und dem Bundesprogramm des StromSparChecks der Caritas umgesetzt wird. In diesem Verbund werden drei Schwerpunktaufgaben erfüllt:

1. Umwelt- und Klimaschutz – bürgernah, auf Augenhöhe, finanzielle Entlastung der Bürger*innen mittels einfacher Umsetzung der Energiespartipps durch die Hilfestellung der Energiesparberatung
2. Bildung – nachhaltige Energieeinsparung in allen Haushalten sowie Aufklärung über das eigene Verbrauchsverhalten und Verbreitung von anwendbarem Wissen zum sparsamen und effizienten Umgang mit Energieressourcen.
3. Arbeit & Soziales – sinnvolle und wertvolle Beschäftigung, Aktivierung/Stabilisierung und Qualifizierung von langzeitarbeitslosen Menschen, somit Möglichkeit von gesellschaftlicher, sozialer Teilhabe.

Ergebnisse, die sich sehen lassen können

Im Jahr 2022 hat der Energiesparservice 749 Haushalte abschließend beraten (unser Energiespar-Check besteht in der Regel aus zwei Hausbesuchen). Durch die eingebauten Soforthilfen (abschaltbare Steckerleisten, LEDs, Wassersparartikel wie Perlatoren und Wassersparduschköpfe) sparen die beratenen Haushalte langfristig (über die Lebensdauer der Soforthilfen = 7 Jahre) 552.227 Euro an Energiekosten ein. Zudem wird die CO2-Immission um 1.028 Tonnen verringert.
Durch die dank der Spende des Kirchenkreises eingerichteten sozialversicherungspflichtigen Stellen werden noch mehr Essener Bürger*innen beraten und neue Kundengruppen erreicht werden. Durch eine Kooperation mit den 26 Kirchengemeinden des Kirchenkreises soll insbesondere die Gruppe der lebensälteren Menschen stärker in das Beratungsangebot einbezogen werden. Hier herrschen erfahrungsgemäß eine große Unsicherheit angesichts der steigenden Kosten und auch ein erhöhtes Armutsrisiko.

Dies wird dadurch verstärkt, dass die Inanspruchnahme staatlicher Leistungen in dieser Gruppe oft nicht stattfindet (Unkenntnis, Überforderung im Umgang mit Behörden). Hier bietet der EnergieSparService mit seiner Beratung Soforthilfen, Orientierung und individuelle Energiespartipps zur Optimierung des eigenen Verbrauchsverhaltens an.

Die Diakonie RWL bietet auf ihrer Website diakonie-rwl.de/hohe-energiepreise ein Dossier zu den hohen Energiepreisen an. Es bündelt Hilfsmaßnahmen von Bund, Ländern und Kirche.

Hintergrund: Verwendung zusätzlicher Kirchensteuermittel

Im November hatte die Kreissynode, das Kirchenparlament des Kirchenkreises Essen, einstimmig beschlossen, dass die zusätzlichen Kirchensteuereinnahmen in Höhe von rund 250.000 Euro, die dem Kirchenkreis aufgrund der Besteuerung der im Herbst letzten Jahres ausgezahlten Energiepreispauschale zufließen werden, in voller Höhe bedürftigen Essener Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen sollen. Um eine möglichst breite Wirkung zu erzielen, wurde die Summe aufgeteilt:

Mit einem Teilbetrag in Höhe von 84.000 Euro kann die Soziale Servicestelle von Kirche und Diakonie im Haus der Evangelischen Kirche Menschen helfen, die aufgrund der gestiegenen Lebenshaltungskosten in eine akute Notlage geraten sind; 66.0000 Euro sind für Projekte der Kirchengemeinden vor Ort, zum Beispiel für die Einrichtung sogenannter „Wärmeinseln“, bestimmt und mit den verbleibenden 100.000 Euro kann der EnergieSparService der NEUE ARBEIT der Diakonie Essen gGmbH ihre Beratung auf eine neue Zielgruppe, ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger im ganzen Stadtgebiet, ausweiten.

Autor:

Stefan Koppelmann aus Essen

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