Frauentaschen sind wie... Russland!

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(Foto: Peter Smola / PIXELIO http://www.pixelio.de)
Frauen und ihre Taschen - darüber könnte man(n) ganze Romane schreiben. Während Mann seine wenigen Habseligkeiten wie Portemonnaie und Schlüsselbund meist locker in seiner Hosen- oder Jackentasche unterbringt, verstauen die Mädels gerne alle möglichen überlebensnotwendigen Utensilien in größeren - Behältnissen. Einmal ganz davon abgesehen, dass diese Behältnisse je nach Anlass in Form und Farbe äußerst variabel sind, kommt es vor allem auf eins an - das Fassungsvermögen.

Gerade in der - Übergangszeit muss frau für alle Eventualitäten gerüstet sein. So gestaltet sich in dieser Mittagspause auf der sonnigen Terrasse des Cafés die Suche nach dem Handy etwas schwieriger. Hochroten Kopfes verschwindet frau in den Tiefen des petrolfarbigen Models, das gerade als Tasche für die Arbeit genutzt wird. Als erstes lernt die kuschelige Strickjacke fliegen. Echt, die musste heute mit, morgens ist es schließlich noch recht frisch. Die Zähnchen des Reißverschlusses atmen hörbar auf, bis zum Aufplatzen war es nur noch eine Frage der Zeit.

Gefolgt von der schwarzen Ersatz-Strumpfhose. Für Männer und andere Unwissende: Ist doch klar, oder? Hat man eine dabei, gibt’s auch keine unerwünschten Laufmaschen. Aber wehe wenn nicht, dann muss frau garantiert laufmaschengefrustet in eine wichtige Besprechung. Oder hat am Nachmittag den Termin beim Sahneschnittchen-Zahnarzt. Dann doch lieber eine volle Tasche!

Und weiter geht die Dschungelexpedition. Oh, der Apfel hat wirklich schon bessere Tage gesehen, aber zumindest kommt er einem nicht entgegengekrabbelt. Den Müsliriegel für den kleinen Hunger zwischendurch - ja ich weiß, netter Versuch, die Fressattacke um kurz nach drei Uhr nachmittags zu umschreiben - und die Halsbonbons im Schlepptau.

Ach, da sind ja auch die Karten für das Konzert nächste Woche! Na prima, das spart viel Zeit und verhindert peinliche Schweißflecken, denn meistens fällt einem ja erst kurz vor knapp auf, dass die Tickets wiedermal Verstecken spielen. Ah, jetzt stoßen wir allmählich zur - Hygieneabteilung vor. Deshalb sollte frau Mann tunlichst nie in seiner Tasche wühlen lassen. Pfui, aus, Pfoten weg! Nix gegen Feucht- und Brillenputztücher, aber da gibt es ja auch noch die handlichen U-Boote, die jeden Monat auf große Fahrt gehen.

„Deine Tasche ist wie... Russland“, mit diesem Ausspruch überrascht mich heute Mittag augenzwinkernd meine Freundin, als das Handy endlich vor uns liegt. Mein Gesichtsausdruck ein riesengroßes „Häh?“ klärt sie mich auf, dass eine Kollegin diesen Ausspruch für alles große, unendlich weite, verwendet. Lach, diese Redewendung drängt sich geradezu dazu auf, in meinen Wortschatz integriert zu werden. Und ein GPS-System, um Dinge in meinem Leder-Rucksack zu orten, ist sicherlich auch nicht mehr fern. Mussten wir doch neulich abends ins Taxi steigen, da ich meinen Schlüsselbund verloren hatte. In ebendiesem Rucksack

;-))

© Christiane Bienemann 25.04.2014

Lieben Dank an Anja und Sabine E. für die Inspiration :-)
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8 Kommentare
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Bernfried Obst aus Herne | 26.04.2014 | 09:39  
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Heidrun Kelbassa aus Goch | 26.04.2014 | 10:15  
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Gottfried (Mac) Lambert aus Goch | 26.04.2014 | 21:57  
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Christiane Bienemann aus Kleve | 27.04.2014 | 15:16  
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Heidrun Kelbassa aus Goch | 27.04.2014 | 20:05  
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Hildegard van Hueuet aus Xanten | 27.04.2014 | 20:29  
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Heidrun Kelbassa aus Goch | 28.04.2014 | 10:03  
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Christiane Bienemann aus Kleve | 01.05.2014 | 12:54  
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