Sonder-Impfaktion am Sonntag bestens vorbereitet
Die Arena wird zum Impfzentrum

Am Donnerstagabend wurde kräftig Hand angelegt, um in die Arena in eine Impfzentrum zu "verwandeln".
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Gut Ding will in diesem Fall keine Weile haben, sondern will bestens vorbereitet sein. Am Mittwochabend herrschte in der König-Pilsener Arena reges Treiben. Es wurde von vielen ehrenamtlichen Helfern kräftig zugepackt und geschleppt, damit am Sonntag die größte Sonderimpfaktion des Landes geordnet und erfolgreich über die Bühne geht. Hier können sich Oberhausener, aber auch Bürger aus den umliegenden Städten impfen lassen.

Die Stimmen von Martin Götzke, Leiter Aktive Dienste beim DRK Oberhausen, und seines Kollegen Pierre Kadziora, werden laut. Schnell versammeln sich zahlreiche Helferinnen und Helfer der „Blaulicht-Organisationen“ unserer Stadt im Innenraum der Arena.

Letzte Instruktionen von den beiden DRK-Verantwortlichen, dann geht es los. Impfstraßen werden aufgebaut, mit Muskelkraft werden Tische, Stühle und mobile Wände dort platziert, wo sie am Sonntag genbraucht werden und eine „tragende Rolle“ spielen. Eine Muster-Impfstraße hat die mobile „Seniorentruppe“ des DRK Oberhausen schon am Mittwochmorgen aufgebaut, als Beispiel, wie die insgesamt 25 Impfstraßen platziert werden müssen.

Dankbarkeit zum
Ausdruck gebracht

Oberbürgermeister Daniel Schranz und Krisenstabsleiter Michael Jehn sind persönlich an Deck. „Wir wollen nicht kontrollieren, sondern schlicht und ergreifend unsere Dankbarkeit zum Ausdruck bringen“, betonen beide. Denn was sich die Stadt und die vielen Helder vor Brust genommen haben, sei schon ein Mammutprojekt, das ohne die ehrenamtlichen Kräfte nie und nimmer hätte gestemmt werden können.

„Alle Experten sagen uns, dass in dieser vierten Welle so schnell wie möglich so viele Menschen wie möglich geimpft werden sollten: Die doppelt Geimpften sollten nach etwa einem halben Jahr eine Auffrischung bekommen, aber gerade auch jede Erst- und Zweitimpfung kann helfen, die Pandemie einzudämmen. Wir als Stadt Oberhausen wollen Tausenden Bürgerinnen und Bürgern, die bisher keinen Termin bekommen haben, ermöglichen, noch vor den Feiertagen geimpft zu werden“, verdeutlicht Schranz, wie wichtig diese Großaktion ihm ist.

Schnell noch  einen
Termin besorgen

Beigeordneter Michael Jehn hat aktuelle Zahlen parat. Bis Mittwochabend hatten sich bereits weit mehr als 2.000 Menschen online angemeldet. Gut die Hälfte kommt aus Oberhausen, ein ähnlich hoher Anteil aber aus Nachbarstädten. Sogar eine Anmeldung aus München wurde entgegen genommen. Deshalb empfehlen die Oberhausener Verantwortlichen den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt, sich schnell einen Termin zu besorgen und sich unter termine.oberhausen.de anzumelden. Dort erfahren Impf-Kandidaten auch weitere Einzelheiten.

Allerdings, so betont der Krisenstabsleiter, wolle man niemanden ausschließen, denn schließlich sei jede Impfung ein Weg aus der Pandemie. Das sieht Stefan Fenderl von der Arena genauso. Daher habe man die Arena für den Tag auch kostenlos zur Verfügung gestellt, denn viele könnten dazu beitragen, dass die Impfaktion am 4. Advent unter dem Motto „Ärmel hochkrempeln – Oberhausen gegen Corona“ ein Erfolg im Kampf gegen CoVid wird.

Ärztinnen und Ärzte, medizinisches und pharmazeutisches Fachpersonal sowie Ehren- und Hauptamtliche von DRK, ASB, Johanniter, DLRG, Freiwilliger Feuerwehr, THW und Notfallseelsorge unterstützen das Vorhaben der Stadt tatkräftig. Über 150 Kräfte werden am Sonntag im Einsatz sein.

In der König-Pilsener-Arena werden an 30 Registrierungsschaltern zeitgleich die Daten aufgenommen und an bis zu 25 Impfstraßen Impfungen durchgeführt. „Wir sind minutiös getaktet und können die volle Kapazität erreichen", so Jehn.

Land reagierte
unbürokratisch

Ausreichend Impfstoff steht ebenfalls zur Verfügung, denn da habe das Land, als  Schranz und Jehn mit ihrer Idee vorstellig wurden, schnell und unbürokratisch reagiert. Überhaupt sei in der kurzen Zeit zwischen Idee und Verwirklichung eine Welle der Hilfsbereitschaft und Zustimmung losgetreten worden.

„Ich fan die Idee von er ersten Sekunde an klasse, habe rumtelefoniert und organisiert wie ein Weltmeister. Alles Hilfsorganisationen unserer Stadt waren sofort mit im Impf-Boot“, freut sich Martin Götzke. Natürlich hofft er, dass das Oberhausener Beispiel Schule machen wird, denn wo ein Will sei, da gebe es auch die entsprechenden Wege.

Der Großteil der 150 Helfer am Sonntag wird bereits zwischen 7 und 8 Uhr in der Arena sein, um die letzten Vorbereitungen zu treffen. Von 10 bis 18 Uhr wird dann "dauergeimpft". Der Zugang in die Arena erfolgt über den seitlichen, barrierefreien Eingang an der Straße „Alte Walz“.  Alle Beteiligten sind überzeugt, am Sonntagabend eine Erfolgsmeldung abgeben zu können.

Autor:

Reiner Terhorst aus Duisburg

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