Integrationsteam unterstützt benachteiligte Kinder aus Marxloh
Fahrrad-Aktionan der Henriettenschule

Die Kinder hatten auf dem Schulhof den ganzen Tag Spaß mit den Fahrrädern. Verkehrssicherheit stand besonders im Fokus. Einigen Kindern war überhaupt nicht bewusst, wie wichtig ein Fahrradhelm sein kann.
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  • Die Kinder hatten auf dem Schulhof den ganzen Tag Spaß mit den Fahrrädern. Verkehrssicherheit stand besonders im Fokus. Einigen Kindern war überhaupt nicht bewusst, wie wichtig ein Fahrradhelm sein kann.
  • Foto: Fürmann
  • hochgeladen von Marcel Faßbender

Das Integrationsteam Duisburg hat eine erste Veranstaltung für die Kinder an der Henriettenschule in Marxloh durchgeführt. Die Kinder konnten per Fahrrad, Tretroller oder Kettcar ein Parcours fahren, der aus Slalom, engen Kurven und einer sich verjüngenden Fahrbahn bestand.

Hierzu stellte die Schule Pylonen und Kreide zur Verfügung. Im Unterricht wurde im Vorfeld das Thema Fahrrad und Verkehrssicherheit behandelt.
Die Kinder mussten einen Helm tragen. Dabei ist aufgefallen, dass den Kindern die Sicherheit eines Helms nicht bewusst war. Nur wenige Kinder hatten überhaupt einen eigenen Helm. Auch saßen die meisten Helme nicht richtig und mussten von den Helfern richtig eingestellt werden. Einer der Helme war an den Riemen im Dreieck unter dem Ohr völlig verworren und die Umlenkung zum Dreieck funktionierte nicht mehr. Den Wirkungsgrad eines solchen Helmes darf man gering einschätzen. Der Helm konnte aber repariert und für das Mädchen passend eingestellt werden.

Die Kinder wollten gar nicht mehr aufhören

Auch die Helme der Schule waren zu großen Teilen defekt, verknotet oder notdürftig und nicht verkehrssicher repariert – oft auch für die Kinderköpfe zu groß. Einem Mädchen mit eng am Kopf anliegende Rasterzöpfe passte der große Helm. Wir haben uns noch nie darüber Gedanken gemacht, ob durch eine solche Frisur die Sicherheit leiden könnte…
„Die Kinder waren aufgedreht aber im Großen und Ganzen war ich positiv überrascht“, berichtet ADFC Verkehrsreferent Wolfgang Voßkamp nach der Aktion. „Vordrängler habe ich nach hinten in die Reihe geschickt und erklärt, dass sie das Anstellen und Einreihen ja offenbar noch lernen müssten. Das wirkte.“ Wenn zwei gleichzeitig da waren und nur ein Helm zur Verfügung stand, fragten wir nach der Reihenfolge: „Ich, ich, ich!“ sagten beide. „Also habe ich nachgefragt und gesagt, sie müssten sich einigen. Als das nicht gelang, bekam das nächste Kind den Helm und sie sollten nachdenken. Beim nächsten Helm der zur Verfügung stand, klappte es.“ Man braucht also Geduld und Zeit mit den Kindern, dann klappt es.

Fahrradwerkstatt für Geflüchtete

Eltern waren – obwohl eingeladen- leider nicht da. Die Kinder waren aber interessiert und letztlich auch mit dem Tag zufrieden und glücklich und wollten gar nicht mehr aufhören.
Achim Arian, ADFC Technikreferent, hat repariert, was noch reparabel war. Das vorhandene Material war erwartungsgemäß schlecht. Aufgeplatzte spröde Reifendecken usw.
Parallel zu den Fahrradaktionen bot Oxana Wolf von der AWO-Integration auch noch eine Malaktion an, die ebenfalls von den Kindern gut angenommen wurde.
„Es wäre schön, wenn wir das wiederholen könnten, um hier dauerhaft mehr Bewusstsein für Sicherheit zu schaffen“, so das Fazit des ADFC.
Das Integrationsteam, bestehend aus ADFC Duisburg, AWO-Integration und unterstützt von der Bürgerstiftung, hat mit einem Team aus drei Nationen am 24h-MTB-Rennen teilgenommen und betreibt auf dem AWO-Bauspielplatz an der Alexstraße eine Fahrradwerkstatt für Geflüchtete. Hier werden gespendete Räder wieder straßenverkehrssicher und flott gemacht und danach für kleines Geld an Bedürftige gleich welcher Nationalität und Herkunft abgegeben.

Spenden für weitere Projekte

Das Team versucht auch über geradelte Kilometer (für 2019 ist eine zweifache Erdumrundung anvisiert), Spenden zu sammeln und damit weitere Aktionen für Kinder rund ums Radfahren und zur Verkehrssicherheit durchzuführen. Weitere Informationen unter www.integrationsteam-du.de.
Wer die Idee unterstützen will, ist herzlich eingeladen. Spenden unter https://www.gut-fuer-duisburg.de/projects/70052.

Autor:

Marcel Faßbender aus Duisburg

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