Hello, Mr. President! Bundespräsident Joachim Gauck zu Besuch in Kleve

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Es wurde schon seit längerem in den Medien angekündigt - der Besuch des Bundespräsidenten Joachim Gauck in der Grenzstadt Kleve. Zunächst maß ich dem keine besonders große Bedeutung bei - Politik und ich, da treffen Welten aufeinander. Doch dann siegte das Interesse. Wenn die Heimatstadt schon zum 2. Mal nach Angela Merkel 2013 einen politisch bedeutsamen Gast willkommen heißt, dieses Event zudem noch günstig in der Mittagspausenzeit stattfindet und selbst Petrus ein Einsehen hat und ein paar Sonnenstrahlen zur Erde schickt, könnte man doch gut mal gegen zwölf Uhr zum Fischmarkt schlendern.

Ob wohl viele Leute gekommen sind? Meine Freundin und ich treffen auf eine eher mittelmäßige Anzahl von Besuchern. Trotzdem liegt ein Gefühl von Spannung in der Luft! Eine Schülergruppe hat Elsa in Beschlag genommen und die beiden Herren über der Bäckerei genießen sichtlich ihren Logenplatz. Das Straßencafé ist rege frequentiert und von den herausgelegten Decken wird gerne Gebrauch gemacht. Im Verhältnis zu den Besuchern gibt es überdurchschnittlich viele Kameras in allen Größen und Formen zu bewundern. Eine davon gehört zu Klaus Schürmanns, dem Redakteur des Klever Wochenblatts :-)

Und endlich tut sich was! Blaulicht und laute Motorengeräusche künden von der Ankunft des prominenten Gastes. Schwupps, gerade noch einen Superplatz mit der Kamera im Anschlag, stehen die Menschen auf einmal in Zweierreihen vor mir. Die BürgerReporterin lernt - Fotos schießen hat manchmal auch was mit Durchsetzungsvermögen zu tun :-) Kommt er nun recht oder links vom Elsa-Brunnen entlang, stellt sich uns buchstäblich die nächste Hürde in den Weg. Keine Ahnung, also runter zum "Nadelöhr" bei dem sich gerade im Umbau befindlichen Modehaus.

Dann, ganz plötzlich, steht er vor mir. Völlig perplex reiche ich ihm die Hand "Hallo, Herr Gauck!" bekomme ich gerade noch raus, im Hinterkopf eine kleine gemeine Stimme: "Verwechsle jetzt bloß nicht den Namen" ;-) Und schon geht er weiter, gefolgt von einem sichtlich glücklichen Bürgermeister Theodor Brauer. Nein, Fragen konnten, soweit ich es mitbekommen habe, keine gestellt werden. Mich hätte ja interessiert, was er der Politik-Verdrossenheit mancher Bürger entgegenzusetzen hätte!

Autor:

Christiane Bienemann aus Kleve

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